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Anhänglich wie eine Klette

Die Filzklette auch Wollklette genannt wird nur bis zu 1,20 Meter hoch
Beim Spaziergang kann man an Feldwegen, Hecken oder in Wiesen mit nährstoffreichen, basischen Böden Kletten bewundern. Sie schauen aus wie Disteln, haben aber eine für unsere Tiere unangenehme Eigenschaft. Sie sind anhänglich ! Ihre reifen Früchte verhaken sich im Fell von Hund und Katze, Ziege und vor allem Schafen. Mühevoll ist es die Dinger wieder abzuzupfen, da die tollen Bälle beim Abmachen einfach in tausende kleine Samenhaken zerfallen. Diese anhängliche Eigenschaft nutzen wir heute sehr oft unbewusst. Die Struktur der Klettensamen haben wir nachgebaut und finden sie heute an Schuhen, Taschen, Geldbeutel. Ja, es ist der Klettverschluss. Die Klette hat aber noch mehr nützliches für uns. Sie ist eine Heilpflanze. Ein Sud aus ihren Wurzeln und Blättern kann gegen Akne und Schuppenflechte helfen. Das Öl der Pflanze hilft bei Haarausfall und juckender Kopfhaut. Man bekommt das Klettenöl auch in der Apotheke. Imker schätzen die Pflanze als wichtiger Bestandteil einer Bienenweide. Die Insekten mögen die Blüten sehr. Die Klette bleibt, wenn sie reif ist und die Blätter absterben stehen. Im Winter sind sie Nahrung für viele unserer Vögel wie z.B. die Finken. Es gibt viele Arten der Kletten. Bei uns wachsen häufig die große Klette, die kleine Klette und die Filzklette. Die große Klette wird wirklich groß. Mit bis zu 2 Meter Höhe und ihren riesigen Blättern fällt die Pflanze auf. Ihre Blüten sind Blau-violett bis weiß. Ein wunderbares Motiv für alle Fotofreunde. Die kleine Klette ist nicht so klein. Sie wird bis zu 1,5 Meter hoch und hat weniger verfilzte Stängel. Die Filzklette hat nicht nur filzige Stängel, sondern ihre Blüten sind ebenfalls verfilzt. Das sieht aus, als ob es einer Spinne langweilig war. Manche nennen die Pflanze auch Wollklette, weil die Blüten an kleine Wollknäuel erinnern. Auch sie blüht Violett. Alle drei Klettenarten sind zweijährige Pflanzen. Im ersten Jahr haben sie nur Blätter. Erst im zweiten Jahr blühen sie. Alle drei Arten dienen uns als Heilpflanze, Bienenweide und Winterfutter für unsere Vögel. Alle drei Arten rauben uns den Nerv, wenn unsere vierbeinigen Lieblinge sie in ihrem Fell spazieren tragen.
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6 Kommentare
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 23.07.2017 | 12:50  
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Fred Hampel aus Fronhausen | 23.07.2017 | 12:53  
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Nicole Freeman aus Heuchelheim | 23.07.2017 | 12:55  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 23.07.2017 | 16:04  
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Werner Szramka aus Lehrte | 23.07.2017 | 17:45  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 23.07.2017 | 21:35  
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