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Alarm für die SEG Wasserrettung

Der Taucher wird von einem Leinenführer vom Ufer aus geführt
Heuchelheim: Heuchelheimer See | Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wasserrettung im Landkreis Gießen übte am Heuchelheimer See für den Ernstfall und führte eine Personensuche durch

Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Kreisgruppe Gießen e.V. und der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Gießen übten am vergangenen Samstag den Ernstfall am Heuchelheimer See.

Das Übungsszenario war eine Person, die trotz dem überall am See aufgestellten Verbotsschilder trotzdem im See schwimmen war. Angler hätten beobachtet, wie der Schwimmer zu der auf dem See befindlichen Insel geschwommen ist. Auf dem Rückweg ist die Person dann auf halber Strecke plötzlich untergegangen. Mehr Informationen standen dem eingesetzte Gruppenführer der SEG (Schnelleinsatzgruppe) Wasserrettung nicht zur Verfügung.
Dieser gab allen anderen Einsatzkräften eine kurze Lageeinweisung. Anschließend wurden sofort die verschiedenen Einsatzaufträge verteilt. Der Bootstrupp sollte sein Boot an der Slipstelle am anderen Ufer zu Wasser lassen, der Tauchtrupp bereitete einen Taucher, einen Reservetaucher und einen Signalmann vor. Die verbleibenden Einsatzkräfte stellten das Zelt als Witterungsschutz auf, da das Wetter sich weiter verschlechterte und es sich begann einzuregnen.
Nachdem das Boot einsatzbereit im Wasser lag, wurden das Ufer und die Insel wasserseitig abgesucht. Die Suche verlief aber wenig erfolgreich. Im Anschluss dessen hatte die Bootsbesatzung Taucherbojen ausgesetzt, um den Tauchbereich abzusichern.
Währenddessen hatten die Taucher die letzten Handgriffe an ihre Ausrüstung gelegt und konnten eingesetzt werden. Sie begannen vom Ufer aus in Halbkreisen (Scheibenwischer-Methode) den Grund abzusuchen.
Da die Suche von Land leider wenig erfolgreich war, wurde die Suche auf das Boot verlegt, um den restlichen See absuchen zu können.
Nach über drei Stunden vergeblicher Suche wurde der Übungsabbruch befohlen, da davon auszugehen sei, dass die verunfallte Person nicht mehr lebend zu retten wäre.

„Das Zusammenspiel der beteiligten Kräfte hat sehr gut funktioniert, wir haben einiges gelernt und werden demnächst das Szenario noch mal so durchspielen. Dabei wollen wir überprüfen, inwieweit die neuen Erkenntnisse, die wir aus dieser Übung gezogen haben, beim nächsten Sucheinsatz zu einem besseren Ergebnis führen“, zog der Führer der SEG, Christian Dickel, ein positives Fazit.
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