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Dorf für Demenzkranke

Dorf für Demenzkranke




In unserer Besprechungsrunde für den Krankenhausdienst hat unsere Pastorin von einem Dorf in den Niederlanden berichtet und Info Material zur Verfügung gestellt. Es ist extra für Demenzkranke gebaut und eine tolle Sache wie ich finde. Im Dorf "De Hogeweyk" sind 23 Wohnungen, betraut von 250 festangestellten und 130 freiwilligen Helfern. 152 demente Menschen leben dort. Sie können dort einkaufen gehen, Bingo spielen, oder ins Restaurant zum Essen. Alles ohne Bargeld. Alle Betreiber sind ein Stück weit auch schauspieler, sei es das sie eine Bezahlung entgegen nehmen, oder ein Trinkgeld. So leben Demenzkranke ohne Ärger und Aufregung. 5400€ kostet so ein Platz und dafür kommt komplett die staatliche Pflegeversicherung auf. Jede Wohnung verfügt über zwei Betreuer, die mit den Besitzern gemeinsam den Haushalt führen. Jeder tut was er kann mit Gelassenheit und Liebe. Wenn ein Krankenpfleger geb´raucht wird kommt dieser aus der Dorfpraxis zum Hausbesuch. 2001 wurde das Demenzdorf auf der Expo in Hannover gezeigt. Weihnachten vor drei Jahren waren endlich alle Bewohner eingezogen. Mehr als 19 Millionen € hat der Bau des Dorfes mit 15310QM gekostet. Den Löwenanteil von 1,5 Millionen trug der Staat. Die Wartelieste ist lang und die Menschen kommen von überall her. Im "TRopenhaus bollern im Winter die Heizungen, es ist 2 Grad wärmer als in anderen Wohnungen. Diese Bewohner lafen gern barfuß und bleiben am Morgen schon einmal länger im Bett. Dort sieht eine Kaffeekanne auch aus wie eine und man verzichtet auf ausgefallenes Design. Die Kllobrille ist schwarz und nicht weiß wie manche sie aus dem Pflegeheim in Erinnerung haben.
Geteilte Vorlieben wie für scharfes Essen kann man in einer Gemeinschaftsküche ausleben. Es wird dort nur halb so viele Psychopharmaka und Schlafmittel gebraucht wie in anderen Einrichtungen. Autos gibt es hier nicht, nur Fahrräder, Kaninchenställe, einen Boulevard, die Piazza, Kunszgalerie und Theater in dem die Schulkinder manchmal Aufführungen geben. Es gibt Spazierstraßen mit Spalierobst und Schoßhündchen die bei Herrchen und Frauchen eingezogen sind. Aufzüge kommen von allein wenn man vor ihnen steht und schweben langsam empor. Auch ein Supermarkt ist vorhanden.
Ist das nicht ein wunderschönes Modell und jeden Cent wert?
Warum über Bahnhöfe und Flugplätze streiten wenn es lohnendere Projekte gibt
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12 Kommentare
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Heike L. aus Springe | 26.01.2013 | 09:38  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 26.01.2013 | 10:19  
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Gitte Hedderich aus Herten | 26.01.2013 | 11:58  
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Christl Fischer aus Friedberg | 26.01.2013 | 13:52  
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Uwe Norra aus Selm | 26.01.2013 | 14:59  
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Gitte Hedderich aus Herten | 27.01.2013 | 06:45  
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Gitte Hedderich aus Herten | 27.01.2013 | 09:23  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 27.01.2013 | 13:32  
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Gitte Hedderich aus Herten | 27.01.2013 | 15:05  
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Gitte Hedderich aus Herten | 27.01.2013 | 16:40  
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u b aus Berlin | 29.01.2013 | 14:17  
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Gitte Hedderich aus Herten | 29.01.2013 | 16:02  
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