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Interview mit Frau Weller

Die Künstlerin
Guten Morgen Frau Weller!
Ihre wunderschönen Skulpturen haben Sie in Westerholt bekannt gemacht. Heute nun darf ich Sie interviewen, vielen Dank das Sie sich die Zeit nehmen.
1.Wie nennt man ihre Art der Kunst eigentlich, Bildhauerin trifft es ja nicht?

Ich baue Betonskulpturen. Die Arbeitstechnik nennt sich "Modelliertechnik", da anders als bei der Bildhauerei, etwas aufgetragen und modelliert wird.


2. Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Ich arbeite entweder im Auftrag und erarbeite das Thema mit dem Kunden oder der Alltag gibt mir Impulse für neue Projekte.
Bei der Arbeit mit Engeln lasse ich mich auch gerne durch den Melatenfriedhof in Köln beflügeln, auf Melaten lebt Kunstgeschichte.


3. Wie lange dauert es in der Regel eine Figur zu fertigen?

Je nach Art und Größe zumeist 8 Wochen.

4. Was hat Sie zu der Wäscherin inspiriert?

Das "ALte Dorf Westerholt"

5. Und zu dem Fotografen? (Pan Tau?)

Der Fotograf wurde erst beim Modellieren zum Pan Tau, wie damals im Film, plötzlich war er da:)

6. Zu dem Engel?

Der Engel war für eine Schule für geistig- und körperbehinderte Kinder vorgesehen. Seinen Platz sollte er dort in einer Trauerecke finden.
Leider kam der Auftrag nicht zustande und so fand er glücklicherweise den Weg zur Thomasgemeinde nach Westerholt.

Hätte ich einen Engel ausschließlich für die Gemeinde gebaut, wäre ich geneigt gewesen, ihm ein großes Federkleid zu schenken, welches er schützend über die Mitglieder hätte legen können.

7. Geht auch mal etwas daneben und wie gehen Sie dann damit um, geben Sie auf, oder beginnen Sie erneut?

Da ich mir die Arbeit mit Beton autodidaktisch beigebracht habe, ist diese Frage überflüssig...aber an den Fehlern wachse ich:)


8. Wie lange fertigen Sie Figuren an und wie kamen Sie zu diesem eher ungewöhnlichen Hobby?

Ein Ausflug in eine Kunstschule gab den Ausschlag für die Grundidee, dort arbeitet man allerdings mit Pappmaschee das angemalt wurde. Wegen der Witterungsbeständigkeit arbeitete ich dann später mit Beton.

9. Können Sie zwischendurch aufhören, oder arbeiten Sie verbissen bis zur Fertigstellung?

Ein klares Ja, wenn ich angefangen habe würde ich am liebsten Tag und Nacht an dem Werk arbeiten.

10.Woher haben Sie die Anregung zu dieser Tätigkeit bekommen?

Ich war auf der Suche nach einem Werkstoff der witterungsbeständig, modellierbar und verfügbar war. Zudem sollte man ihn einfärben oder bemalen können. Beton beinhaltet alle diese Eigenschaften!


11.Arbeiten Sie auf Bestellung?

Ja


12.Welche Gedanken hatten Sie bei der Herstellung des Engels?

Der Engel sollte in einer Person Mut und Stärke vermitteln, Trost und Hoffnung spenden, Freude und Zuversicht überbringen, was es für mich galt zu modellieren!




Herzlichen Dank liebe Frau Weller das Sie sich die Zeit für meine Fragen genommen haben. Ich denke wir werden noch manche wunderschöne Arbeit von Ihnen sehen.
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3 Kommentare
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u b aus Berlin | 08.02.2013 | 21:53  
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Gitte Hedderich aus Herten | 09.02.2013 | 07:49  
13.525
Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 17.03.2013 | 12:11  
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