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Zuhause ist es doch am Schönsten

Wenn Schneeglöckchen, Märzenbecher und Osterglocken mit ihrer schönen Erscheinung locken,

hält mich beziehungsweise uns zuhause nichts.


Über Herne machten wir uns auf nach Herten, wo im Schlosspark die großflächigen Wiesen derzeit nahezu übersät sind mit Frühblühern.

Was ich unterwegs, also während der Fahrt aus dem Seitenfenster wahrgenommen habe, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Mal vom überall herumliegenden üblichen Mc.Donald-Müll ab- oder weggesehen, so was habe ich beileibe schon lange nicht gesehen. Durchweg zugemüllte Parkplätze. Von Bauschutt, Grünschnitt über Einrichtungsgegenstände und Elektrogeräte bis hin zu Müllsäcken findet man da alles, was auf einen öffentlichen Parkplatz absolut nicht hingehört – und offensichtlich niemanden so wirklich stört.

Mein Blick fiel aber nicht nur auf Unmengen von Müll, welcher die Hauptstraße durch Herne regelrecht säumt, abgelenkt wurde ich von den unglaublichen Schmierereien an sämtlichen Hauswänden. Eine wunderschöne alte Villa, gerade erst saniert und frisch gestrichen .. meterhoch mit unleserlichen Krakeleien beschmiert.

Oh mein Gott – wo leben wir hier eigentlich, das darf doch alles nicht mehr wahr sein, stieß ich aus woraufhin mein Mann meinte, schau einfach nicht mehr raus.
Scherzkeks, leichter gesagt als getan. Was sollte ich als Beifahrerin denn anderes tun, als aus dem Fenster schau´n.

Auch in Herten sah es nicht viel besser aus. Müllbeutel abgestellt an Bus-Haltestellen, abgerissene Müllbehälter, verstreuter Müll, To-go-Becher, leere Flaschen.
Besonders betroffen war ich über die mutwillig abgerissenen und zertretenen Osterglocken auf dem Seitenstreifen. Kaum, dass diese das Licht der Sonne erblickt hatten, wurden sie auch schon böswillig kaputtgetreten. Echt traurig. Was für ein abartiges Verhalten, dachte ich für mich.

Im Park war es dann nicht ganz so zugemüllt. Hier und da lagen auf dem Weg und im Gebüsch Masken – so an die fünfzehn habe ich gezählt. Natürlich nicht alle auf einem Haufen ..sondern über die Wegstrecke verteilt, wo heute deutlich mehr leere Zigarettenschachteln vor sich hin gammelten als sonst. Vielleicht weil Samstag ist ..

Bei allem Ärgernis, die Freude über die aufblühende Natur kam nicht zu kurz. Die große Wiese nahe dem Schloss zeigte sich in Frühlingsstimmung – und brachte diese fürwahr rüber. Bis dieser Bengel in die „Blumenwiese“ lief und Blume für Blume zertrat, und zwar mit voller Absicht – da war direkt aus mit lustig. Borstig fragte ich ihn warum er das macht – und was das soll. Dass die dazugehörige Sippschaft das respektlose Verhalten befürwortete .. war ja irgendwie klar.

Ernüchtert von den Erlebnissen beschlossen wir, den Rückweg zum Parkplatz anzutreten .. der, wie könnte es auch anders sein, belegt war mit Masken.
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5 Kommentare
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 27.02.2021 | 19:52  
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Martina J. aus Hattingen | 27.02.2021 | 20:01  
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Hildegard Grygierek aus Herne | 27.02.2021 | 20:04  
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 27.02.2021 | 20:40  
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Hildegard Grygierek aus Herne | 27.02.2021 | 20:48  
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