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Spaziergänge in der Leineaue: Das Rittergut von Hemmingen

Blick zum Gut Hemmingen.
Hemmingen: Hemmingen | Das Naherholungsgebiet Südliche Leineaue erstreckt sich von der Haustür in Döhren, Wülfel und Ricklingen bis hin zum Schulenburger Berg mit dem Schloss Marienburg hoch oben als krönenden Abschluss. Die Leinemasch bietet sich dabei nicht nur als eine wunderschöne Landschaft für Ausflüge ins Grüne an; sie steckt auch voller Geschichte. In den vergangenen 20 Jahren habe ich in loser Folge interessante historische Details und Ausflugsziele im MASCHSEEBOTEN – das ist eine Stadtteil-Zeitung in Döhren und Wülfel - vorgestellt. Die Hefte mit den einzelnen „Spaziergängen in die Leineaue“ sind längst vergriffen. Daher sollen nach und nach die einzelnen Beiträge nun bei myheimat einem weiteren Leserkreis bekannt gemacht werden. Und vielleicht findet sich ja ein Verleger, der die gesammelten Geschichten in einer Broschüre oder einen Büchlein veröffentlicht.

Zwischen Alt-Hemmingen, Arnum und Wilkenburg liegt ein besonders schönes Stück der Leineaue: Der Sundern. Am Hemminger Rand des Sundern liegt ein weiteres historisches Baudenkmal: Das Gut der Familie von Alten, zu dem auch das Mausoleum gehört.

Das Adelsgeschlecht derer von Alten beherrschten viele Jahrhunderte lang einen großen Teil der Südlichen Leineaue. Seit rund 600 Jahren saßen diese Feudalherren auch in Hemmingen. Doch der Hemminger Herrensitz ist von den Wegen aus kaum zu entdecken. Das Gelände zur Straße hin wurde in den 80iger Jahren mit Wohnhäusern bebaut. Vormals befand sich hier der Garten des Gutes. Auch einige der Nebengebäude, wie frühere Gesindehäuser, fielen dem Neubauten zum Opfer. Versteckt dahinter liegt das, was von dem Rittergut übriggeblieben ist: einige Wirtschaftsgebäude in Fachwerk und das verputzte dreigeschossige Herrenhaus.

Der Adelssitz ist eher schlicht gehalten. Das Herrenhaus wird auf den Anfang des 19. Jahrhunderts datiert. 1978 ist es vollständig renoviert worden. Dahinter liegt der leider nicht "öffentlich zugängliche Gutspark mit schönen alten Bäumen.

Früher könnte das Rittergut auch einmal befestigt gewesen sein. Darauf deutet eine alte Landkarte von 1781 hin. Auf dem Plan ist jedenfalls noch ein kreisförmiger Wassergraben eingezeichnet.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 10.08.2011
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