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Mit dem Bürgerverein dreimal On Tour: Kloster Loccum, Schlossmuseum Herrenhausen, Bielefeld (Dr. Oetker KG)

Sparrenburg Bielefeld
 
Schlossmuseum Herrenhausen
Unsere erste Tour führte uns zum Kloster Loccum, das in diesem Jahr seinen 850jährigen Geburtstag feiert. Zisterzienser-Mönche hatten es im Jahr 1163 gegründet, um 1600 wurde es lutherisch und seit über drei Jahrhunderten werden hier künftige Pastoren und Pastorinnen ausgebildet. Das Jubiläum steht unter dem Motto "Porta patet - cor magis" - "Das Tor steht offen - das Herz noch mehr." Extra aus dem Anlass wurde die Stiftskirche grundlegend renoviert. Bei unserer Führung durch die Klosterkirche, einer kreuzförmigen, langgestreckten Basilika im romanisch-
gotischen Übergangsstil konnten wir die Kostbarkeiten bewundern: das Tafelkreuz, den Laienaltar, den Taufstein im Weserrenaissance-Stil, den Marienaltar, die Mondsichel-Madonna und den prächtigen Reliquienschrein. Als Fremdkörper
erschien uns die moderne Orgel, aber klanglich von Kennern gelobt wird. Der Kreuzgang mit den Klausurgebäuden vermittelte uns sehr eindrucksvoll das frühere, klösterliche Leben. Zum Abschluss nahmen wir im Chorraum der Kirche
an der Hora teil, dem alten Stundengebet, welches in der Tradition der Zisterzienser bereits seit Jahrhunderten gefeiert wird.
Unser zweites Angebot für unsere Mitglieder und Gäste war ein Besuch im Schlossmuseum, das sich in den beiden zum Garten hin erstreckenden Seitenflügeln des wieder aufgebauten Schlosses befindet. Die Schlossfassade wurde nach Plänen des damaligen Hofbaumeister Laves im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. Die Räumlichkeiten selbst sind moderne Konferenzräume, die für Museumsbesucher nicht zugänglich sind, was von unserer Gruppe auch entsprechend bedauert wurde. Das Museum ist eine Dependance des Historischen Museums Hannover, es lädt dazu ein auf unterhaltsame Weise die Schloss- und Gartenwelt Herrenhausens zu entdecken.
Die dritte Veranstaltung des Bürgervereins war eine Tagesfahrt nach Bielefeld mit Besuch der Fa. Dr. Oetker. Der Slogan: "Bielefeld, das gibt es doch gar nicht!" wurde von unserer sehr sachkundigen Stadtführerin widerlegt. Bielefeld war bis Ende des zweiten Weltkrieges bekannt durch seine Ravensberger Spinnereien, Bielefelder Leinen war ein Begriff, aber auch die Firma Dürkopp mit Nähmaschinen und Fahrräder hatte Weltruf. Heute ist Bielefeld eine Dienstleistungsstadt mit 300.000 Einwohnern und einer modernen Universität. Auch das weitläufige Gelände von Bethel mit den Bodelschwingschen Anstalten gehört dazu, das sich seit über 140 Jahren für alle Menschen einsetzt, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Der krönende Abschluss unserer Reise war der Besuch der Firma Dr. Oetker KG
im Stammhaus, eines der größten international tätigen Familienkonzerne. Der Gründer, Dr. August Oetker war Apotheker und Besitzer der Aschoff'schen Apotheke, wo er um 1900 das bekannte Backpulver entwickelte und das dann als 10 Gramm-
Packung für 500 g Mehl seinen Siegeslauf um die ganze Welt genommen hat. Der Slogan hieß: "Ein kluger Kopf verwendet nur Dr. Oetkers Backpulver. Es folgten Puddingpulver, Aromen und Speisestärken, und heute präsentiert sich Oetker mit Tausenden Produkten in den Branchen: Nahrungsmittel, Getränke, Schifffahrt ect. als ein modern geführtes Wirtschaftsimperium. Als Abschluss der Veranstaltung wurde die Gruppe noch mit leckeren Kostproben aus dem reichhaltigen Angebot der Fertigprodukte verwöhnt.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Nachrichten | Erschienen am 16.08.2013
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