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Der 30jährige Krieg rüttelte kräftig an der Pforten der Kapelle von Devese

Die hübsche Fachwerkkapelle in Devese.
Hemmingen: Devese | Ein hübsch anzuschauendes und dazu noch geschichtsträchtiges Kleinod besitzt die Stadt Hemmingen in ihrem Ortsteil Devese. Dort steh am Westerfelder Weg die altes historische Kapelle des im Jahr 1330 erstmals erwähnten Dorfes.

Das kleine Gotteshaus – bzw. sein Vorgänger - hat schon einiges erlebt. In der Schreckenszeit des 30jährigen Krieges machte das Unheil auch vor Devese nicht halt. Die Kapelle wurde erheblich zerstört. Erst Ende des 18. Jahrhunderts konnten die Bauern aus Devese das kleine Kirchlein dann in der heutigen Form wieder aufbauen. Die Glocke im hölzernen Dachreiter stammt aber noch aus alter Zeit. Sie trägt die Inschrift: „Die Gemeine zu Defess hat diese Glocken zu Ehre Gottes gisen lassen 1643. Ludolf Siefried me fecit.“ In den Jahren 1977/78 wurde das Fachwerk-Gotteshaus auf dem etwa einen Meter hohen Bruchsteinsockel restauriert und wieder richtig schnuckelig hergerichtet. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Die Serie „Geschichtliches aus der Südstadt“ ist beendet. Doch nicht nur im Südstädter Maschseekurier bin ich der Stadtteil-Geschichte nachgegangen. Außer dem Maschseekurier und dem heute noch existierenden Maschseeboten (für den hannoverschen Stadtbezirk Döhren-Wülfel) erschienen im selben Verlag zeitweise auch noch andere Stadtteil-Zeitungen: der Tiergarten-Blick, das Nordstadt-Echo, der Beeke-Blick und im Raum Badenstedt/Davenstedt ein Ableger des Ronnenberg-Blicks. Manchmal war diesen Titeln kein langes Leben beschieden. In einigen Ausgaben aber erschienen Beiträge zur Historie des jeweiligen Ortes. Die einzelnen Hefte sind natürlich schon lange vergriffen und vergessen. Auch wenn diese damaligen Artikel keine zusammenhängende Geschichte der Stadtteile ergeben, sondern nur einige wenige Aspekte schlaglichtartig beleuchten, sollen nun diese Geschichten in loser Folge nach und nach bei myheimat veröffentlicht werden. Bestimmt interessieren sie ja den einen oder anderen myheimat-User. Denn Heimatgeschichte ist immer aktuell und nie von gestern.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 03.08.2013 | 17:39  
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