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Feuerwehr feiert goldenes Jubiläum in Frankreich

Die Begrüßung am Ortseingang
 
Die Begrüßung nach 12 Stunden Anfahrt
Seit 50 Jahren verbindet eine feste Freundschaft die Partnerschaft zwischen den freiwilligen Feuerwehren in Yvetot, Frankreich und Hemmingen-Westerfeld.

Am Himmelfahrtswochenende war es nun soweit diese Partnerschaft gebührend zu feiern. Im zweijährigen Rhythmus besuchen sich die Feuerwehren gegenseitig. 30 Teilnehmer machten sich am frühen Morgen auf dem Weg, um in das 800 Kilometer entfernte Yvetot zu fahren. Unter der Reisegruppe befand sich auch die Vorsitzende des Auschusses für Feuerschutz der Stadt Hemmingen, Anette Wnendt.

Die 12 Stunden Fahrt waren schon am Ortseingang von Yvetot vergessen. Der Reisebus aus Deutschland wurde von zwei historischen Fahrzeugen im Empfang genommen und bis zum Gerätehaus mit Einsatzhorn begleitet.

Durch fahnenschwenkenden Kameraden auf und in den Fahrzeugen wurden die Einwohner von Yvetot auf den Besuch aus Deutschland aufmerksam gemacht. Fröhlich winkende Passanten grüßten entsprechend die Reisenden.

Kaum auf dem Gerätehaushof der Feuerwehr Yvetot angekommen begrüßten sich die Freunde herzlich, schließlich hatte man sich ja zwei Jahre nicht mehr gesehen.

Nach einer kurzen Erfrischung verteilten sich die Besucher auf die Gastfamilien. Gerade die Unterbringung in Gastfamilien in Frankreich als auch in Deutschland ist eine feste Grundlage für die Freudschaft der Feuerwehren.

Nachdem der restliche Tag in den Gastfamilien verbracht und die vergangenen zwei Jahre aufgearbeitet wurden ging es am Freitag zusammen zum Schloss Versailles vor die Tore von Paris.

Bei bestem Wetter wurde die große Palastanlage besichtigt. Nach einem anschließenden Mittagessen war dann auch noch Zeit, die weitläufigen Parkanlagen zu besichtigen.

Nach der Rückfahrt stand ein weiterer Abend in den Gastfamilien auf dem Programm.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Jubiläums der Partnerschaft. Zunächst besuchten die Feuerwehren aus Yvetot und Hemmingen-Westerfeld den Friedhof, auf dem die Väter der Partnerschaft liegen.

Am Grab von Capitän Pierre Malandaine, dem Ortsbrandmeister der Feuerwehr Yvetot, der mit dem Ortsbrandmeister Ewald Hahn aus Hemmingen-Westerfeld den Grundstein für die Partnerschaft im Jahr 1967 legte gedachten die Kameradinnen und Kameraden mit einem Blumengruß.

Anschließend wurde auch am Grab von Commandant Serge Bichot ein Blumengruß niedergelegt. Die Trauer über den viel zu frühen Tod von Commandant Bichot im Alter von nur 57 Jahren hält bis heute auch in Hemmingen-Westerfeld an. Beide Kameraden waren ein wichtiger Motor für die gemeinsame Partnerschaft.

Zum gemeinsamen Gruppenfoto trafen sich die beiden Feuerwehren an einem naheliegenden Herrenhaus. Als besondere Überraschung hatten die französischen Kameradinnen und Kameraden für das Foto das Original Fahrzeug aus einem Museum besorgt, mit dem die ersten Besucher von Yvetot nach Hemmingen reisten.

Auf dem Hof des Gerätehauses wurde danach noch den verstorbenen Kameraden beider Feuerwehren gedacht. Anschließend wurden die Gastgeschenke ausgetauscht und die offiziellen Reden gehalten. Die Grüße des Bürgermeisters aus Hemmingen überbrachte die Ausschussvorsitzende. Der Partnerschaftsbeauftragte aus Yvetot Danxy Boudin wurde mit der Medaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für Internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Die Hemminger Kameraden Rudolf Meißner, der bereits bei ersten Treffen der Feuerwehren anwesend war und der Partnerschaftsbeauftragte aus Hemmingen Horst Marczinski wurden von den französischen Kameraden mit einer Medaille des Bezirkes ausgezeichnet.

Nach einer kurzen Pause zum Umziehen stärkten sich Besucher und Gastgeber am Grill. Eigentlich sollte ein anschließendes Fußballspiel ausgetragen werden. Eigentlich. Es kam wieder einmal anders als geplant.

Bei herrlichem Wetter wurde eine kleine, abkühlende Wasserschlacht ausgetragen. Ob auf der Drehleiter oder am Boden, Führungskräfte oder Mannschaft, alle wurden nass. Auch die Ausschussvorsitzende Anette Wnendt musste das an der Seite von Ortsbrandmeister Thorsten Heitmann im Korb der Drehleiter feststellen, nachdem sie die Aussicht in knapp 30 Meter Höhe genossen hatte. Es musste sich also erneut umgezogen werden.

Am Abend wurde dann zusammen in einer Veranstaltungshalle kräftig bis in die Nacht gefeiert.

Der Sonntag wurde zum Erholen in den Gastfamilien genutzt, dort standen zum Beispiel Ausflüge an die naheliegende Ärmelkanalküste auf dem Programm.

Am Montag hieß es Abschied nehmen. Die Zeit war wieder zu schnell verflogen.
Wie bei der Ankunft begleiteten die französischen Kameraden den Reisebus bis zum Stadtgrenze von Yvetot.

Au revoir, bis in zwei Jahren.

Dann besuchen die Kameradinnen und Kameraden aus Yvetot wieder die Feuerwehr Hemmingen-Westerfeld.

www-ffhemmingen-westerfeld.de/wir-brauchen-dich
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