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PV-Anlage und Speicher - Zwischenbilanz

Die PV-Anlage auf der Garage
 
Der Lithium-Eisenphosphat-Speicher. Momentan mit ca. 3kW bestückt, kann aber durch Einschübe erweitert werden
In den letzten Jahren war und ist die Energiewende in Deutschland ein Thema. Viele der traditionellen großen Stromerzeuger würden wahrscheinlich gerne mit den althergebrachten fossilen Energien (Atom, Kohle und Gas) weiter Strom erzeugen, möglichst zentral aus einer Hand. Da das einzig Stetige jedoch der Wandel ist, hat sich im Laufe der Zeit auch die Stromerzeugung geändert. Auf Grund des wissenschaftlich begründeten Klimawandels und der aufgetretenen Atomkatastrophen sehen sich die großen Stromerzeuger genötigt, ebenso wie kleinere Stromerzeuger, auf „Erneuerbare Energien“ zu setzen. Es entstehen Windkrafträder, PV-Anlagen usw.
War früher der Bürger auf die Lieferung des Stromes durch die Stromerzeuger angewiesen, so hat er in der Zwischenzeit die Möglichkeit, seinen eigenen Strom zu produzieren und zu verbrauchen.
Das ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt die sinnvollste Alternative in Sachen Strom, um
a) etwas unabhängiger, selbstständiger zu werden,
b) die Erzeugung möglichst klimaneutral zu gestalten,
c) dezentraler, bürgernäher, direkter und unangreifbarer zu werden
d) große Stromtrassen zu vermeiden.


Mitte Mai 2016 hab ich mir deshalb eine PV-Anlage auf das Garagendach und einen Speicher im Keller montieren lassen.
Hier mein Zwischenbericht zum Abschluss des Jahres 2016:
Da mein Hausdach bereits seit 2003 mit einer 5kW-PV-Anlage besetzt ist, wurde für die neue PV-Anlage das Garagendach ausgewählt. Eine 3kW-PV-Anlage wurde montiert, mit einem 3kW-Speicher (Lithium-Eisenphosphat) und über einen neu gesetzten Zähler mit dem öffentlichen Netz verbunden. Während des Tages wird durch die neue PV-Anlage somit der normale, ganztägige Stromverbrauch (z.B. Kühlschrank) gedeckt, der Speicher geladen und der Rest ins öffentliche Netz eingespeist. Mit dem gespeicherten Strom können die elektrischen Geräte des abends und nachts so lange betrieben werden, bis der Speicher entladen ist. In düsteren Herbst- und Wintertagen ist natürlich eine Speicherung und Einspeisung deutlich geringer, bzw. wenig bis gar nicht vorhanden.
Zahlen, Daten, Fakten:
Im Durchschnitt der letzten 10 Jahre lag mein jährlicher Verbrauch im Bereich von ca. 1200kWh.
2016 entnahm ich etwas über 850 kWh aus dem Netz, davon bis zum Einbau der PV-Anlage und des Speichers ca. 520kWh.
D.h. in der Zeit Mitte Mai 2016 bis Jahresende 2016 benötigte ich ca. 330kWh aus dem öffentlichen Netz. Der restliche, von mir benötigte Strom (ca. 350kWh) wurde von meiner PV-Anlage erzeugt. Im selben Zeitraum speiste ich etwas ca. 1500kWh selbst erzeugten Stromes in das öffentliche Netz ein.
Für das Jahr 2016 summiert sich die Einsparung des Netzstromes auf knapp über 100 Euro, während die Einspeisung des erzeugten Stromes mit etwa 180 Euro zu Buch schlägt. Für 8 Monate keine schlechte Bilanz. Da die Investition für die Gesamtanlage etwas mehr als 15.000 Euro betrug (der überwiegende Großteil sind die Kosten für den Speicher), wird es etliche Jahre benötigen, bis sich diese Anschaffung finanziell rechnet.
Anmerkung: Die mögliche Förderung durch die KfW-Bank hab ich nicht in Anspruch genommen, einzig die Einspeisevergütung von etwa 12 Cent/kWh kommt mir zugute.

Je mehr Menschen diese Art der Stromerzeugung (ist zugleich auch ein bisschen Alterssicherung) nutzen, desto günstiger werden sicherlich die Speicher und desto weniger Argumente gibt es für den Bau von HGÜ-Trassen. Da jedoch weder die großen Stromversorger, die Übertragungsnetzbetreiber, noch die Politik auf Einnahmen verzichten wollen und werden, kann dies natürlich als Konsequenz zu höheren Stromkosten führen.
Die Frage ist nicht, ob wir den Umstieg, weg von den fossilen und atomaren Energieträgern schaffen, sondern wann. U.a. hiervon wird nichts weniger als die weitere Lebensweise und Lebensqualität vieler Menschen abhängen, vielleicht sogar deren Überleben.
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6 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 25.01.2017 | 18:35  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 28.01.2017 | 17:30  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.01.2017 | 06:49  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 30.01.2017 | 04:53  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 02.02.2017 | 20:34  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 03.02.2017 | 11:22  
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