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4 Tage Wanderung 2010 über den "Märchenlandweg"

Wann? 13.05.2010

Wo? Märchenlandweg, Hannoversch Münden DEauf Karte anzeigen
  Hannoversch Münden: Märchenlandweg | TSV Friesen Hänigsen 08 Abtl. Wandern und Freizeit

Wandern über den „Märchenlandweg“ im Reinhards- und Habichtswald

Alle Jahre wieder wandert eine Gruppe der Abteilung Wandern und Freizeit des TSV Friesen Hänigsen 4 Tage hintereinander auf interessanten Fernwanderwegen. Diesmal ging es vom 13. – 16. Mai 2010 unter der Führung von Wanderführer Friedhelm Imse mit 21 Personen über einen Teil des „Märchenlandweges“ auf den Spuren der Gebrüder Grimm. Knappe 70 km wurden auf dem insgesamt 380 km langen Weg zurückgelegt. Dieser Wanderweg berührt alle Wirkungsstätten der Brüder. Die Gruppe quartierte sich in einem Hotel in Hann. Münden ein. Der erste Wandertag begann bei trockenen, aber kühlen Wetter in Elgershausen südlich von Kassel. Von hier ging es bergan durch die Firnsbach-Klamm, an einer ehemaligen Braunkohlegrube „Herbsthäuschen“ vorbei hinauf zum Herkulesdenkmal. Von dort bot sich ein überwältigender Blick über den Bergpark- und Schloss Wilhelmshöhe sowie Kassel. Weiter ging es durch einen Teil des Habichtswaldes hinunter nach Dörnberg und durch leuchtende Rapsfelder hindurch nach Zierenberg wo das älteste Fachwerkrathaus Hessens von 1450 zu bestaunen war und Ziel der 1. Etappe nach 17 km erreicht war.
Am zweiten Tag führte der Weg hinauf zum Dörnberg mit immer wieder herrlichen Ausblicken in das Tal und auf Zierenberg. Nach einigen Mühen gelangte man zu der „Wichtelkirche“. Einen einzelnen Basaltfelsen mitten in der Landschaft. Der Sage nach soll hier ein Wichtelvolk gewohnt haben. Weiter über einen Segelflugplatz hinweg hinauf zu den Helfensteinen, einer Basaltfelsenformation mit herrlichen Ausblicken auf den Habichtswald. Weiter ging es hinab in das Ahnatal zum Gasthaus Ahnatal. Der um 1900 erbaute Gasthof hatte schon prominente Besucher. Zur Kaiserzeit verlief hier der Reitweg der kaiserlichen Familie in den Habichtswald. Am Natursee Bühl vorbei ging es weiter nach Weimar mit einem historischen Backhaus, in dem noch heute gebacken wird und weiter nach Fürstenwald. Dann noch 5 km durch den „Tiergarten“, einen früher eingefriedeten Jagdwald der hessischen Landgrafen zum 2. Etappenziel dem Schloss Wilhelmsthal, welches als schönste Rokoko-Anlage Nordhessens gilt.
Der 3. Tag begann regnerisch. Leichter Nieselregen begleitete uns bis nach Schäferberg, Mönchehof und Espenau wo man näheres über das Märchen „Doktor Allwissend“ erfahren konnte. Weiter ging es dann durch das obere Kassler Becken wo immer wieder Spuren ehemaligen Erzbergbaus zu finden sind. Auf einer Abraumhalde befindet sich heute „Hessens nördlichster Weinberg“ auf dem ein durchaus genießbarer Tropfen wächst. Der nächste Ort ist Immenhausen dessen Entstehung auf Bienen zurückgehen soll. Wieder geht es bergauf, zum Ahlberg wo auf einer Tafel die Sage „Die weiße Frau vom Ahlberg“ nachzulesen ist. Durch einen Wald hindurch führt der Weg nun hinunter zum „Heidelbeerdorf“ Holzhausen am Rande des Reinhardswaldes bis zum Gasthof „Zum Alten Forsthaus“ dem 3. Etappenziel.
Der letzte Tag begann mit Sonnenschein und so hatte man auch keine Angst mehr für die letzten 15 km. Über den „Totenweg“ ging es hinunter nach Knickhagen. Auf diesen Weg wurden die Toten bis zum Jahre 1900 zum Friedhof nach Holzhausen gebracht. An einer alten Spiegelglashütte vorbei, über eine kleine Anhöhe hinweg und immer wieder durch blühende Rapsfelder hindurch führte der Weg nun hinab in das Fuldatal. An der Fulda entlang, durch Wilhelmshausen hindurch und nach einer Schleuse ging es nun hinein in den Reinardswald. Vorbei an Obstwiesen und Bienenstöcken stetig bergauf Richtung „Tillyschanze“. Ein Grenzstein markiert die hessisch-niedersächsische Grenze. Der Name „Tillyschanze rührt von der Belagerung und Erstürmung der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden in Dreißigjährigen Krieg her. Feldherr Graf von Tilly soll 1626 von hier die Stadt mit Kanonen beschossen haben.
Nach dem Genuss der Aussicht auf die Stadt ging es hinunter zur Fulda. Über eine Hängebrücke gelangte man auf die Insel Tanzwerder zum Weserstein am Zusammenfluss von Werra und Fulda mit dem bekannten Spruch „Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weserfluss“. Den Abschluss der Wanderung bildete ein kleiner Rundgang durch die historische mittelalterliche Fachwerkstadt. Nicht zu vergessen: 1727 starb hier nach längerem Wirken der „hocherfahrende, weltberühmte“ Doktor Johann Andreas Eisenbart.

Trotz kalter und etwas feuchter Witterung konnte die gute Laune nicht getrübt werden. Die 4 Tage sind schnell vergangen und die ständig wachsende Gruppe freut sich schon auf das nächste Jahr. Denn für 2011 ist bereits eine neue Wanderung in Vorbereitung. Wer Lust hat, hier einmal dabei zu sein, auch als Gast, ist jeder Zeit willkommen. Interessierte können bei den jeden Monat durchgeführten Wanderungen der Abteilung „Wandern und Freizeit“ des TSV „reinschnuppern“. Informationen erhalten Sie unter der Telefon Nr. 05147/720198 sowie im Internet unter www.friesenwandern.de. Dort ist das gesamte Jahresprogramm aufgelistet.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger | Erschienen am 27.05.2010
myheimat-Magazin Uetze | Erschienen am 04.06.2010
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