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Handwerk im Südniedersachsenplan unberücksichtigt

BürgerForum fordert klares Bekenntnis zur tragenden Säule der Wirtschaft


Es ist eine Zumutung, dass das Handwerk im Südniedersachsenplan der niedersächsischen Landesregierung mit keinem Wort erwähnt wird. Auch die Formulierung eines Anschlusswillens der Klein- und Mittelunternehmen an die Kompetenzzentren ist nicht mehr als ein undurchschaubares Satzgebilde. Bei jedem Betriebsinhaber mit seinem Potential an Mitarbeitern handelt es sich um ein gut funktionierendes Kompetenzteam. Dieses Team ist aber auf stabile Basisbedingungen angewiesen. Wenn zum Beispiel ein zu langsames Internet die Ansiedlung eines Unternehmens verhindert, bzw. die Aufgabe eines Standortes erfordert, besteht dringender Handlungsbedarf. Bleibt zu hoffen, dass dies mit „Plan“ nicht nur festgestellt wird, sondern auch Taten folgen.
Zu Wahlkampfzeiten als Rückgrat der Wirtschaft und Ausbilder der Nation gepriesen, darf das Handwerk nicht unberücksichtigt bleiben. Insgesamt enthält der fünfseitige Plan viel Richtiges und auch Überfälliges. Wenn das Handwerk aber nicht unmittelbar von den Mitteln profitiert und wieder einmal nur die über die Landesgrenzen hinaus bekannten Firmen bedacht werden, handelt es sich um eine Fehlinvestitionen. Das BürgerForum Hann. Münden begrüßt und unterstützt die Resolution der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen zum Niedersachsenplan der niedersächsischen Landesregierung.
Harald Wegener, 1.Vorsitzender des BürgerForum Hann.Münden führt weiter aus, dass die Bürgerinnen und Bürger Südniedersachsens jeden eingesetzten Cent als Wertschätzung ihrer Wahlheimat wahrnehmen müssen. Die Schaffung und Aufrechterhaltung der notwendigen Infrastruktur ist ein unumgänglicher Bestandteil, Familien eine planbare Perspektive zu bieten. Hier müssen besonders die kleinen Gemeinden in Südniedersachsen berücksichtigt werden. Um es in Richtung Hannover zu verdeutlichen: „Südniedersachsen endet nicht in Göttingen, sondern an den Grenzen zu den Nachbarbundesländern“, so Wegener wörtlich.
Das BürgerForum Hann. Münden verlangt einen an die Bedürfnisse der Kommunen ausgerichteten Einsatz der Gelder. Die Dörfer mit ihrem noch meist intakten Vereinsleben und dem vielschichtigen ehrenamtlichen Engagement müssen dabei eine viel stärkere Berücksichtigung erfahren, so Wegener.

HINTERGRUND: Die SPD Niedersachsen sieht einen aktuellen Handlungsbedarf, sich den Herausforderungen in Bezug auf den bevorstehenden Rückgang der Bevölkerung im südlichen Teil des Landes zu stellen. In Anbetracht der prognostizierten Schrumpfung der Bevölkerung in den Landkreisen Goslar, Osterode, Göttingen, Northeim und Holzminden bis zum Jahr 2030 um 20 % oder mehr will die Landesregierung aus unterschiedlichen Töpfen in den Jahren 2014-2020 insgesamt ca. 100 Millionen € zur Verfügung stellen, um Projekte zu finanzieren die diesem Trend entgegenwirken.
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