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Tag der offenen Tür: Das Fachgerichtszentrum öffnete seine Pforten und wurde vom Sozialverband ausgezeichnet

Mary Lou and the Deputies spielten im Hof des Fachgerichtszentrums.
 
Wilhelm Mestwerdt, Präsident des Landesarbeitsgerichts, eröffnet den Tag der offenen Tür.
Hannover: Mitte | Rund 1 ½ Jahre residieren die hannoverschen Fachgerichte schon unter einem gemeinsamen Dach in der Leonhardstraße, direkt neben dem Amtsgericht. Heute (13. Mai) luden die fünf Justizbehörden – Verwaltungsgericht, Finanzgericht, Sozialgericht, Arbeits – und Landesarbeitsgericht – die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz eröffnete die Veranstaltung und ging in ihrem Grußwort vor allem auf die Herausforderungen ein, die sich den Gerichten bei der Einführung der elektronischen Akten stellen. Die Justizministerin wies dabei auf die Bedeutung der Justiz hin: „Gerichte sind Orte des Volkes. Hier wird im Namen des Volkes entschieden. Ein Tag der offenen Tür im Fachgerichtszentrum mitten in der Hannoverschen Innenstadt zeigt: Justiz handelt in der Mitte der Gesellschaft! Deren Bürgerinnen und Bürger können heute hier erfahren, wie das ganz konkret gelebt wird!"

Mit einem vielfältigen Programm stellten sich dann die Gerichte der Bevölkerung vor und informierten über ihre Arbeit. Die Besucher waren eigeladen, an (simulierten) Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Dabei boten die einzelnen Fachgerichte ein breites Themenspektrum vom Asylverfahren über Fragen des Schulrechts, des Unfallversicherungsrechts, des Kündigungsschutzes und Erbschaftsteuerrechts bis hin zu der Frage, ob Krankheitskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Einige Gäste hatten zudem bei einzelnen Verhandlungen die Möglichkeit, als ehrenamtliche Richter aktiv mitzuwirken. Teilweise war der Andrang so groß, dass die Wachtmeister interessierte Besucher abweisen mussten. Der Saal war einfach voll. Kurzfristig wurde das Programm deshalb erweitert und einige Verhandlungen wiederholt. Daneben konnten die Gäste bei Führungen einen Blick in den nicht-öffentlichen Bereich und die gemeinsame Bibliothek werfen oder das Sicherheitskonzept einschließlich der modernen Sicherheitsschleuse kennenlernen. Ingo Behrens, Vize-Präsident des Verwalrungsgerichts: "Im Laufe des Tages kamen ca. 1.500 Besucherinnen und Besucher."

Für Familien mit Kindern hatten sich die Organisatoren ein schönes Rahmenprogramm ausgedacht. Die Spannweite reichte vom Kinderschminken, Hüpfburg bis hin zu einer Rallye mit kleinen Preisen. Besonders beliebte Aktion: Das THW hievte einen Korb mit kleinen Fahrgästen in die Höhe, so konnte das Gerichtsgebäude einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden.

Für das leibliche Wohl gab es im Innenhof Gegrilltes und in zwei Verhandlungsälen ein Kuchenbuffet mit von den Mitarbeitern selbst gebackenen Leckereien, dessen Erlös der Stiftung Opferhilfe zugutekommen soll. Für die musikalische Begleitung sorgen das Edelholz-Trio und die Band „Mary Lou and the Deputies“.

Der Sozialverband Deutschland (einigen sicherlich noch als Reichsbund bekannt) verlieh dem Fachgerichtszentrum an diesem Tag auch die begehrte Plakette für Barrierefreiheit „Überlegt geplant - an alle gedacht.“ Denn die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention an Barrierefreiheit seien, so die Begründung für die Plakette, konsequent umgesetzt worden. Der Landesvorsitzende des SoVD, Adolf Bauer , übergab die Plakette im Rahmen den Behördenleitern des Fachgerichtszentrums.
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