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Der Stadthallengarten – Grünanlagen in und um Hannover

Die Stadthalle am Rande des Hindenburgviertels ist der größte Konzertsaal Deutschlands.
 
Dahinter breitet sich eine prächtige Parkanlage aus, der Stadtpark.
Hannover: Stadthallengarten | Hannover wird nicht umsonst „Die Stadt im Grünen“ genannt. Und das zu Recht. Wohl kaum in einer anderen Stadt gibt es so viele Grünanlagen wie in der niedersächsischen Metropole. Ob herrlicher Buchenwald inmitten des Großstadttrubels, ob an den zahlreichen Seen, von denen der Maschsee bis ans Zentrum heran reicht, den großen Gartenanlagen in Herrenhausen, den vielen Parks, oder an Leine, Ihme und Mittellandkanal. Überall grünt es und lädt den Spaziergänger oder Radfahrer dazu ein, diese grünen Großstadtinseln zu erkunden. Natürlich sind den Bewohnern der Stadt die bedeutendsten Grünanlagen bekannt, manche andere aber auch nicht. Mit einer Serie, in der die Beiträge unregelmäßig erscheinen, möchte ich diese Grünbereiche vorstellen. In diesem Bericht geht es um eine Parkanlage, die am Rande des Hindenburgviertels und der Eilenriede liegt.


Entspannen im Stadthallengarten

Wer es mal in schönster Umgebung ganz ruhig haben möchte, für den ist der Stadtpark, der von den Hannoveranern nur Stadthallengarten genannt wird, der richtige Ort. Am besten nimmt man an einem sonnigen Tag ein Buch mit, damit man sich bei einem Rundgang immer mal wieder an einem anderen lauschigen Plätzchen niederlassen kann, was zumindest viele Besucher gern machen. Oder man lässt einfach die schöne Natur auf sich wirken, oder man setzt sich auf einen Stuhl mitten auf der großen Wiese und genießt die wärmenden Sonnenstrahlen. Einmal abschalten von der Hektik der Stadt und des Berufslebens, oder sich als Rentner in schöner Umgebung aufhalten, vielleicht mit Gleichgesinnten auch eine Schachpartie spielen.

Als in den Jahren 1911 bis 1913 die Stadthalle gebaut wurde (siehe auch: Der Kuppelsaal der Stadthalle), der mit 3600 Plätzen größte Konzertsaal Deutschlands, wurde dazu an dessen hinterer Front auf dem einstigen Gelände einer Pferderennbahn auch eine Parkanlage angelegt, gestaltet von Hermann Kube. 1933 fand dort die "Jahresschau der Deutschen Gartenkultur statt“. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadthalle stark zerstört, und auch die Parkanlagen wurden verwüstet. Nach Beendigung des Krieges wurden diese jedoch erst mal als Gartenfläche genutzt. Gemüse und Kartoffeln wurden für Krankenhäuser angebaut. Doch mit den Jahren des Wirtschaftsaufschwungs wurde auch die Parkanlage wieder instand gesetzt. Ziel war es, 1951 dort die Bundesgartenschau durchzuführen, die erste überhaupt. Am 18. April eröffnete sie Bundespräsident Theodor Heuss. Damals wurde auch die Fläche auf der anderen Seite der Clausewitzstraße mit einbezogen, die sogenannte Clausewitzwiese, wo sich heute diverse Sportanlagen, auch von Hannover 96, befinden. Eine Fußgängerbrücke führte über die Straße, um die beiden Gartenanlagen miteinander zu verbinden. Vor einigen Jahren wurde sie abgerissen.
Bis heute haben sich die Parkanlagen hinter der Stadthalle in den meisten Bereichen nicht verändert. Deswegen stehen sie unter Denkmalschutz. Umgestaltet wurde der Bereich mit dem Wasserbecken und der Terrasse zur Stadthalle hin. Sonst wurden nur Kleinigkeiten verändert. So wurde 1982 eine Schackecke angelegt, ein Geschenk der Stadt Berlin. 1988 bekam Hannover von seiner Partnerstadt Hiroshima einen Teepavillon geschenkt. Dieser fand seinen Platz im Stadthallengarten. 1996 wurde dazu ein kleiner japanischer Garten angelegt, in dem immer wieder Teezeremonien gefeiert werden. Seit 1999 finden im Mai auch jährlich die „Pflanzentage“ statt, und auf der Terrasse der Stadthalle ebenfalls einmal im Jahr das Sommerbiwak der Bundeswehr.

Wenn man die Parkanlage durch die Lindenallee betritt und das lange rechteckige Wasserbecken mit den Fontänen rechts liegen lässt, hat man eine große Wiese vor sich. Auch wenn der Park mit sechs Hektar eher klein ist, so wird einem doch durch die geschickte Anlage Größe vermittelt. Um diesen Wiesenbereich herum gruppieren sich verschiedene Landschaften. Der Rosengarten, mit über 140 verschiedenen Sorten. Der idyllische Wassergarten mit den schönen Teichen und den Sumpfpflanzen, der mein persönliches Highlight des Parks ist. Und danach sich anschließend Gehölz- und Staudengärten mit jeder Menge unterschiedlichster Pflanzen, die zum Rhododenderenpark überleiten. Und dieser bietet natürlich besonders im Mai einen prächtigen Anblick. Es findet dann ein eindrucksvolles Feuerwerk der Natur statt.
Wer also Ruhe sucht, wer sich für Pflanzen interessiert, oder wer einfach einen Spaziergang in schönster Umgebung machen möchte, für denjenigen ist der Stadthallengarten der richtige Ort. Es ist ein Ort zum Wohlfühlen, und es macht einfach Freude, sich darin aufzuhalten.

Vorgestellt habe ich in dieser Reihe bisher:

Flaniermeile Maschsee

Das Blaue Wunder vom Lindener Berg - Die Scillablüte

Kreuz und quer durch die Eilenriede

Vogelparadies Südliche Leineaue

Herbstzeit an der Leine

Die Mergelgruben bei Misburg, Anderten und Höver

Der Kronsberg zwischen Anderten und Laatzen

Landschaftsschutzgebiet Alte Bult

Herbstzeit im Von-Alten-Garten am Lindener Berg

Friedhöfe als Parkanlagen
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 30.09.2013 | 23:58  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 21.10.2013 | 23:12  
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