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Heuschrecken als Bioindikatoren - NAJU bestimmt Heuschrecken auf der Kugelfangtrift

Die NAJU Langenhagen traf sich zur Kartierung von Heuschrecken und untersuchte die Insekten mit Präzisionslupen (Foto: Ricky Stankewitz)
Hannover: Kugelfangtrift |

Im Rahmen ihres von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes "Heuschrecken als Bioindikatoren" kartierte die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen bei ihrem letzten Treffen Heuschrecken auf der Kugelfangtrift. Anzahl und Häufigkeit der Arten geben dabei den Zustand eines Lebensraums wieder.

Auch das eher durchwachsene Wetter hielt die Jugendlichen nicht davon ab, sich mit Kescher, Lupen und Bestimmungsliteratur auf den Weg zur Kugelfangtrift zu machen. Auf der Fläche war die NAJU bereits im Rahmen des Projektes „Für einen Strich mehr in der Landschaft“ aktiv und hatte Kleingewässer gepflegt, an denen Kreuzkröten heimisch sind. Doch auf den Magerrasenwiesen im Landschaftsschutzgebiet „Kugelfangtrift“ ist nicht nur das letzte Vorkommen der Kreuzkröten zu finden – neben seltenen Pflanzen sind hier auch verschiedene Heuschreckenarten heimisch. Schnell merkten die Jugendlichen, dass die Bestimmung ähnlicher Arten alles andere als trivial ist. „Winzige Merkmale, wie die Flügelunterkante oder einzelne Felder auf den Flügeln sind schon bedeutende Unterscheidungsmerkmale“, erklärte Projektleiter Ricky Stankewitz. Unerlässlich bei der Bestimmung waren daher die von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Präzisionslupen. Stankewitz freute sich besonders über das rege Interesse der Jugendlichen, denn gerade bei schwierigen Arten könne die Bestimmung erheblich viel Zeit in Anspruch nehmen. Eine große Hilfe bei der Bestimmung war das Buch "Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirol" der Autoren: Jürgen Fischer, Daniela Steinlechner, Andreas Zehm, Dominik Poniatowski, Thomas Fartmann, Armin Beckmann, Christian Stettmer. Neben der Roten Keulenschrecke, die auf der Roten Liste (RL) in Niedersachsen (Nds) als stark gefährdet eingestuft ist (Stand 2005), kartierte die NAJU folgende Heuschrecken: Blauflügelige Ödlandschrecke RL Nds. 2, Rotleibiger Grashüpfer RL Nds. 2, Heidegrashüpfer RL Nds 3, gefährdet, Verkannter Grashüpfer (Vorwarnliste), Rotleibiger Grashüpfer, Brauner Grashüpfer. „Dass so viele stark gefährdete RL-Arten auf der Kugelfangtrift zu finden sind, unterstreicht einmal mehr die große Bedeutung des Gebietes für den Artenschutz", fasste Stankewitz die Ergebisse zusammen.

Das nächste Treffen im Rahmen des Heuschrecken-Projektes findet am Sonntag, den 27.08.2017 um 14:00 Uhr an der Kreyen Wisch am Krähenwinkeler Rodelberg statt. Interessierte Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren sind herzlich willkommen.

Anmeldungen nimmt Betreuerin Christine Pracht bis zum 26.08.2017 unter Tel. 0511-74 16 97 oder per Mail über E-Mail: kontakt@naju-langenhagen.de entgegen.

Mehr zur Kartierung in Krähenwinkel gibt es hier:
https://www.myheimat.de/langenhagen/natur/heuschre...
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4 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 23.08.2017 | 07:58  
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Katja W. aus Langenhagen | 24.08.2017 | 00:13  
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Andrea von der Leine aus Laatzen | 27.08.2017 | 20:30  
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Katja W. aus Langenhagen | 29.08.2017 | 11:34  
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