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Gab es die Sintflut wirklich? Georg Friedrich Grotefend hat einst die Keilschrift entschlüsselt, die älteste Schrift der Welt

Mesopotamien, das Land von Sumer und Akkad ist nach heutigem Wissen die älteste sesshafte Kultur der Welt. Städte wie Ur, Assur, Babylon, Nimrod und Ninive hat sie hervorgebracht, die uns auch aus der Bibel bekannt sind. (Wandrelief aus Babylon) (Foto: Christel Wolter)
 
Das Grab von Georg Friedrich Grotefend auf dem Gartenfriedhof in Hannover.
 
Er war es, der im Jahr 1802 die ersten wichtigen Ansätze zur Entschlüsselung der Keilschrift herausfand.
 
So steht auf der Rückseite seines Grabkreuzes geschrieben: "Er sah auf Erden viel, was anderen dunkel war. Jetzt im Himmel ist ihm ein jedes Dunkel klar."
 
Dass die Keilschrift nicht einfach zu lesen ist und schwer zu entziffern war, erkennt hier auch der Laie. Sie zeigt einen Text Assurbanipals über den Bau eines neuen Tempels.
 
Unter anderem gelang es Grotefend, diese Keilschrift zu entziffern. Sie zeigt die Namen der Könige Darius und Xerxes. Von oben sind Vater, Sohn und Enkel aufgelistet. (eigene Zeichnung)
Hannover: Gartenfriedhof | So mancher Hannoveraner kennt vielleicht den altehrwürdigen Gartenfriedhof an der Marienstraße. Im Jahr 1741 wurde er vor der Stadtmauer, vor dem Aegidientor, angelegt. Ein Bummel darüber lohnt sich unbedingt. Man sieht auf die vielen klassizistischen Grabdenkmale hannoverscher Stadtgeschichte. Aber auch ganz besondere Persönlichkeiten haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. So z. B. Goethefreundin Charlotte Kestner, die dieser als Lotte im „Werther“ unsterblich gemacht hat. Die Astronomin Caroline Herschel, Schwester des berühmteren Bruders, mit dem zusammen sie den Himmel erforscht hat. Oder der Maler und Satiriker Heinrich Ramberg, einer der ganz Großen seiner Zunft des 18. Jahrhunderts.

Und dann findet man dort noch das Grab eines Mannes, auf den nur ein unscheinbares, schmiedeeisernes Grabkreuz hinweist. Das ist Georg Friedrich Grotefend, der mit seinem Lebenslauf eigentlich nicht aus dem Gewöhnlichen herausfiel. Doch auf einem speziellen Gebiet hat er etwas ganz Besonderes geleistet. Er hat den ersten Ansatz zur Entschlüsselung der Keilschrift, der ältesten Schrift überhaupt, vollbracht. Und damit hat er zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Zugang zu einer Welt ermöglicht, die bis dahin im tiefsten Dämmer unserer frühsten Geschichte lag, der Welt des Alten Testaments der Bibel und der Zeit davor. Deswegen kann sein Erfolg auf diesem Gebiet nicht hoch genug bewertet werden.
Grotefend, der 1741 in München geboren wurde, studierte in Göttingen Philologie und Theologie. In späteren Jahren wurde er Sprachwissenschaftler und Altertumsforscher. Doch der große Wurf gelang ihm im Jahr 1802 während seines Studiums im Alter von 27 Jahren, als er auch an der Göttinger Stadtschule als Hilfslehrer tätig war. Und wie es dazu kam, das war eigentlich mehr als kurios. Doch bevor ich auf diese Entzifferung der Keilschrift komme, muss ich noch ein wenig ausholen.

Bis vor etwa 250 Jahren war das Wort der Bibel Dogma und Gesetz. So wurde es von der Kirche vermittelt und nur so durfte es sein. Niemand zweifelte bis dahin daran. Höchstens der eine oder andere vielleicht im stillen Kämmerlein. Doch dann gab es zurzeit der Aufklärung die ersten öffentlichen Zweifler. In der Bibel war von der Sintflut die Rede, vom Strafgericht der Babylonier, vom Turmbau zu Babel, von der siebzigjährigen Gefangenschaft der Juden, vom Herrscher Nebukadnezar und vom Gericht Gottes über die „große Hure“ Babylon, um nur einiges zu nennen. Doch war das alles wirklich geschehen? Waren es nur Mythen, Legenden, oder hatten diese im Kern doch etwas Wahres?

Schon im Mittelalter wurde das Gebiet von Euphrat und Tigris (in der Frühzeit Buranum und Idigma, an dem, da er schnell floss, kaum Orte lagen, heute Irak) und  das wir heute Mesopotamien nennen und das als Wiege der Menschheitskultur gilt, von venezianischen Kaufleuten aufgesucht. Interesse an Historischem hatten diese jedoch nicht. Das sollte sich im 17. Jahrhundert ändern. Ein italienischer Reisender mit geschichtlichem Interesse sandte erste Kopien von Keilschriften aus Persien in die Heimat. Dann war es Karsten Niebuhr, ein Hannoveraner im Diensten Friedrich I. von Dänemark, der 1760 bis 1767 mit anderen Gelehrten den Orient bereiste. Außer Niebuhr starben dabei schon im ersten Jahr sämtliche Teilnehmer der Expedition. Allein weiterreisend, gab er nach seiner glücklichen Heimkehr das Buch „Reisebeschreibungen von Arabien und anderen umliegenden Ländern“ heraus. Darin befanden sich auch diverse Keilschriftkopien aus Persien. Die Gelehrten waren sich damals nicht einig. Sollte es sich um Verzierungen in Gesteinreliefs handeln, oder tatsächlich um irgendwelche, undefinierbaren Schriftzeichen? Schließlich kam man zu dem Schluss, dass es wohl das Letztere seine müsse und dass es sich dabei um sehr alte Schriftzeichen handeln könnte. Diese Keilschriftzeichen sollten sich später als gar nicht mal so alt herausstellen. Sie gehörten zum riesigen Königspalast des Darius und Xerxes, den Alexander der Große einst zerstörte. Und nun sollte es ein kleiner Ausschnitt eines dieser Keilschrifttexte werden, der den Anfang zur Entschlüsselung dieser ungewöhnlichen Schrift machte, und das sollte ziemlich absurd sein.

Viele Gelehrte hatten sich an der Enträtselung der Schriftzeichen versucht - vergebens. Doch nun kam ein junger Student namens Georg Friedrich Grotefend daher, der aus einer Bierlaune heraus bei einem Umtrunk behauptete, dass es möglich sei, innerhalb kurzer Zeit eine vollkommen fremde und unbekannte Sprache zu entschlüsseln. Die Wette war abgemacht, und unvoreingenommen und unbekümmert ging er ans Werk und versuchte sich an der Keilschrift.

Zur Verfügung hatte er einige schlechtgemachte Kopien persepolitanischer Inschriften, die er studieren konnte. Bekannt war damals, anhand des Fundortes, dass es sich im Text um die Herrscher von Persepolis handeln musste, um die Grotefend durch griechische Geschichtsschreiber sehr gut Bescheid wusste. Es war bekannt, dass Kyros die Babylonier im Jahr 540 v. Chr. vernichtend geschlagen hatte. Da er nun einen Drei-Sprachen-Text verschiedener Schriftarten vor sich hatte, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine davon die Eroberer hinterlassen hatten. Außerdem waren ihm besonders ein einzelnes Zeichen und eine Zeichengruppe aufgefallen, von der er vermutete, dass es das Wort „König“ bedeuten könnte, das Einzelzeichen vielleicht ein Wortteiler war. Damit hatte er den ersten Schritt getan. Doch wie herum nun war die Schrift zu halten? Wurde sie von oben nach unten gelesen, von rechts nach links, oder wie in unseren Ländern von links nach rechts? Anhand der Öffnungen der Keilzeichen entschied er sich für unsere Schreibweise, auch wenn viele von diesen in verschiedenste Richtungen zeigten. Damit sollte er richtig liegen. Doch auch das war alles nur ein Anfang.
Doch dann hatte Grotefend den entscheidenden Einfall, indem er scheinbar Kompliziertes einfach sah. Auf den Grabsteinen seiner Großeltern und Urgroßeltern stand immer dasselbe, und so würde es wahrscheinlich auch bei seinen Kindern und Kindeskindern sein. Das „Ruhe sanft“ und darunter die Namen. Warum sollte es bei den Denkmalunterschriften, die er vor sich hatte, anders sein? Also eine Aufzählung der Geschlechterfolge:

„X , Großkönig, König der Könige, König von A und B,
Sohn von Y, Großkönig, König der Könige…“.

Dieser Gedanke kam ihm, da eine häufig auftretende Keilgruppe den Namen „König“ bedeuten konnte. Die weiteren, folgenden Gedankengänge Grotefends können an dieser Stelle nicht geschildert werden, weil sie äußerst kompliziert sind und Seiten füllen würden. Aber schließlich konnte er sie so einengen, dass er eine Generationsfolge von Großvater, Vater und Sohn vor sich sah. Nun völlig überzeugt, dass er hier den Namen zweier Könige der Achäminiden vor sich hatte, fing er an, die Reihe der bekannten Königsnamen durchzugehen. Schließlich blieben nur zwei infrage kommende übrig: Darius und Xerxes. Und diese fügten sich so leicht in den Text ein, dass es nun keinen Zweifel mehr gab. Das war der Beweis. Auch die Kritiker mussten nun verstummen. Da die Keilschrift allerdings eine überaus komplizierte Schriftform ist - allein das „r“ z. B. wurde je nach Silbe durch sechs verschiedene Zeichen ausgedrückt – schafften den Durchbruch erst nachfolgende Tüftler. Wissenschaftler aber konnten damals kaum glauben, dass eine solch verwirrte Schrift tatsächlich existiert haben soll. Doch mit Grotefends überaus bedeutenden Erkenntnissen war ein Anfang zu deren Entschlüsselung gemacht.

Nicht lange nach Entzifferung der Keilschrift begann im 19. Jahrhundert eine ernsthafte Erforschung Mesopotamiens, des Landes aus dem Alten Testament. Die Forscher kamen in ein staubiges, trockenes Wüstenland, aus dem sich in der Landschaft einzeln stehende, geheimnisvolle Hügel erhoben. Was mochte sich darin verbergen? Es war zunächst der Franzose Botta, der 1842 den Spaten ansetzte. Mauern kamen zum Vorschein, Bilder und Reliefs. Und erst recht die seltsamen, geflügelten Tierfiguren. Es war unglaublich. Botta hatte Ninive entdeckt, tatsächlich auf Anhieb eine Stadt, die bis dahin nur aus der Bibel bekannt war. Sie gab es tatsächlich und war nicht nur Mythos. Und damit entdeckte er auch das geheimnisvolle Volk der Assyrer, von dem man bis dahin nichts wusste.

In den nächsten Jahrzehnten darauf sollten durch andere Forscher weitere Städte aus dem Wüstensand ausgegraben werden, allen voran Nimrud, dessen gleichnamiger König im Tanach, der Bibel und dem Koran als Held vorkommt. Im 20. Jahrhundert dann Babylon mit den Hängenden Gärten des Semiramis, die zu den sieben Weltwundern gehören und mit dem berühmten Turmbau zu Babel, von dem im ersten Buch Mose die Rede ist. Dazu wurden Hunderttausende Keilschriftfragmente gefunden und in Ninive sogar eine ganze Bibliothek, die älteste der Welt, die des Königs Assurbanipal, in der alles Wissen der Assyrer und Babylonier gesammelt war. Im Gegensatz zu der von Alexandria war sie erhalten geblieben. Und schließlich wurden von einem Archäologen in Nimrod Keilschrifttafeln entdeckt, die ein große Epos der Weltgeschichte schilderten, das Gilgamesch-Epos, das etwa aus dem Jahr 1200 v. Chr. stammte.

In diesem Gilgamesch-Epos nun taucht unter anderem auch die Figur des Ut-napischti auf, dem Urahn aller Menschen, der mit seiner Familie und vielen Tieren die Strafe, die die Götter einst über das Menschgeschlecht verhängt hatten, überlebte. Und diese Geschichte war natürlich keine andere als die der Sintflut, die des Noah, die aus der viel späteren Bibel. Zweifel konnte es nun nicht mehr geben, denn die Ähnlichkeiten der Gilgamesch- und der Bibelgeschichte waren zu erdrückend. Und damit musste die Welt nun anerkennen, dass die Geschichte des Noah aus der Bibel durch eine noch ältere Sage überlagert wurde.
Aber auch diese Sage des Gilgamesch hatte ihren Ursprung nicht in sich selbst, sondern ging auf einen noch viel älteren Mythos zurück, das Atrahasis-Epos, das bereits zu den Anfängen Alt-Babylons um 1800 v. Chr. bekannt war. Und dieses Epos, was wohl als erstes die Sintflutsage schilderte, kam von einem Volk, das noch älter war als das der Babylonier. Es stammt von dem Volk der Sumerer, das Mesepotamien vor den Assyrern und Babyloniern bewohnte, das Land von Sumer und Akkad und von dem man bis dahin nichts gewusst hatte. Vor etwa 5500 Jahren tauchten die Sumerer aus dem Dunkel der Vorgeschichte auf, hatten da aber vermutlich schon eine lange Entwicklung hinter sich, denn seit dieser Zeit gibt es die ersten Keilschrifttexte. Und um solch eine schwierige und ausgefeilte Schrift zu schaffen brauchte es Zeit, wahrscheinlich sehr viel Zeit. So wurde ein weiteres Volk entdeckt, dass alle anderen an Alter weit übertraf und das sich bereits auf einer hohen Kulturstufe befand, die später von den Babyloniern übernommen wurde. Ein Volk, vielleicht sogar älter als das des alten Ägyptens und das man bis vor wenigen Jahrzehnten als kulturelle Wiege der Menschheit bezeichnet hatte.   

Doch war das Atrahasis-Epos mit der Sintflut nun wirklich nur eine Sage? Hatte es einen wahren Kern oder war sogar tatsächlich geschehen? Mythengeschichten von Überschwemmungen gibt es in allen Kulturen der Welt. Natürlich nur ihrer Welt, denn jede Kultur hatte ihren eigenen, begrenzten Raum und dachte zu seiner Zeit, dass dieser die ganze Welt ausmache. Und nicht anders war es auch im Gebiet von Euphrat und Tigris. Nur diese Welt war es wohl, die den frühen Bewohnern des Landes, den Sumerern, bekannt war und in der Überschwemmungen, wie am Nil auch, nichts Ungewöhnliches waren. Doch diese eine Überschwemmung im Lande Sumer und Akkad, die der Sintflut, muss eine ganz besonders große Katastrophe gewesen sein, da sie weite Bereiche des Zweitstromlandes unter Wasser setzte.

Im 20. Jahrhundert konnte der Archäologe Woolley eine große lokale Flut nachweisen. Als er bei seinen Grabungen in Ur systematisch tiefer vorstieß, geriet er unter Königsgräbern in 12 Metern Tiefe auf eine zweieinhalb Meter dicke Lehmschicht. Eine solche Mächtigkeit konnte nur durch eine große Überflutung zustande gekommen sein, die sogar mit dem Meer in Verbindung gestanden hat, muss es sich dabei doch um ungeheuerlich große Wassermassen gehandelt haben. Außerdem konnten sogar Reste von Meeresgetier gefunden werden. Als er noch tiefer grub, fand er unter dieser Schwemmschicht weitere, noch ältere Kulturschichten. Das Leben war also nach der großen Katastrophe, denn um eine solche hatte es sich vermutlich gehandelt, wieder aufgenommen worden. Nach den Aufzeichnungen, die die Archäologen über die Könige vor und nach dieser großen Überschwemmung haben, waren es die Sumerer, die die große Flut überlebten, da sie im Gegensatz zu den ebenfalls einheimischen, nomadisierenden Semiten - zu denen ut-napischti-Noah gehört haben soll - auf dem künstlich aufgeschütteten Land ihrer wallumgebenden Siedlungsstädte lebten, worin sie vor den Wassermassen sicher gut geschützt waren. Woolley konnte die Königsgräber von Ur ins vierte Jahrtausend v. Chr. datieren. Vor dieser Zeit müsste sich dann die große Überschwemmung ereignet haben. Wodurch sie zustande kam, ob es tatsächlich die des Archäologen lokalisierte war und wann eine solche oder eben doch eine andere wirklich stattgefunden hat, das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Ebenso die Ursache. Könnte ein vom Golf von Persien herkommend unterseeisches Erdbeben einen Tsunami ausgelöst haben? Oder liegt sie vielleicht noch viel weiter zurück, vielleicht zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren, als sich durch das Schmelzen des Eises der Meeresspiegel anhob? Selbst das wäre möglich, auch wenn es ziemlich weit hergeholt scheint. Damals war die mündliche Weitergabe einer Geschichte von einer Generation zur nächsten üblich. Sie könnte sich über Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende fortgesetzt haben. Und dass es schon im 10. Jahrtausend v. Chr. vom Übergang der Jäger und Sammler zur Sesshaftikeit eine höher entwickelte Kultur gab, ist uns durch den riesigen Tempel Göbekli tepe nahe dem Oberlauf des Euphrat bekannt, von dem heute erst etwa 1,5 Prozent ausgegraben sind. In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts entdeckt, wurde der Archäologie erst 1994 klar, dass er um die 11.000 Jahre alt sein muss. Dabei handelt es sich vermutlich um den religiösen Mittelpunkt verschiedener Sippen und Stämme, die anscheinend noch nicht sesshaft waren. Doch die Erkenntnisse darüber befinden sich noch in den Anfängen. Wahrscheinlich wird es noch Jahrzehnte dauern, bis die gesamte Anlage ausgegraben sein wird. Nun aber zurück zur Geschichte des klassischen Mesopotamiens.

Beruhte diese Frühzeit des Zweistromlandes bis zu den Ausgrabungen hauptsächlich auf Legenden und Mythen, so konnte sie von da an auch an den Königslisten aus frühester Zeit historisch nachgewiesen werden. Woher die Sumerer, das nach heutigem Wissen älteste sesshafte Kulturvolk der Erde nun kamen, ist bis heute allerdings nicht wirklich bekannt. Die eine These besagt, dass sie im Zweistromland schon seit ewigen Zeiten ansässig waren. Die andere, dass sie aus dem Hochland Vorderasiens eingewandert sind.

Wie dem auch sei. Die Geschichte Sumers, Babyloniens und Assyriens ist die am besten dokumentierte einer frühen Kultur überhaupt. Damit wissen wir über diese, über das Leben der einfachen Menschen, das der Händler und das der Könige besser Bescheid als über die meisten der nachfolgenden Hochkulturen. Und ermöglicht hat das die Keilschrift, die in riesigen Mengen erhalten geblieben ist und die man sich selbst in unzähligen Museen auf der ganzen Welt ansehen kann. Weit über 5000 Jahre reicht sie zurück und muss zu diesem Zeitpunkt schon eine lange Entwicklung hinter sich gehabt haben. Das ist Geschichte, wie sie aufregender kaum sein kann. Und Georg Fridrich Grotefend, der in Hannover auf dem Gartenfriedhof begraben liegt, hat zum Eintritt in diese bis vor nicht allzu langer Zeit völlig unbekannte Welt einen großen Beitrag geleistet, indem er den Anstoß zur Entschlüsselung ihrer Schrift gegeben hat, der Keilschrift. Deswegen sollte er nicht in Vergessenheit geraten.

Siehe auch: War Ramses der Große der Pharao des Mose?
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Romi Romberg aus Berlin | 30.09.2019 | 22:14  
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Romi Romberg aus Berlin | 30.09.2019 | 23:39  
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Kurt Wolter aus Hannover-Bemerode-Kirchrode-Wülferode | 01.10.2019 | 11:24  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 01.10.2019 | 11:59  
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