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Auf dem Gartenfriedhof ruht eine berühmte Astronomin

Der Grabstein der Karoline Herschel auf dem Gartenfriedhof an der Marienstraße.
Hannover: Südstadt | Der alte Gartenfriedhof an der Marienstraße beherbergt eine ganze Reihe historischer Grabstätten. Auch eine berühmte Astronomin hat hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Zwischen den Gräbern des Hofbaurates Heinrich Tramm und „Goethes Lotte", der Hannoveranerin Charlotte Kestner, liegt der flache Gedenkstein für Karoline Herschel.

1750 in Hannover geboren, folgte sie mit 22 Jahren ihrem Bruder Friedrich Wilhelm Herschel nach England, der während des Siebenjährigen Krieges auf die Insel desertiert war. Hier schlug er sich als Musiker und Komponist durch. Doch der Bruder von Karoline hatte sein Herz an die Astronomie verloren. Später wurde Herschel geadelt und zum königlichen Hofastronomen Georg III. ernannt. „Sir William“ erlangte 1781 mit der Entdeckung des Planeten Uranus Weltruhm.

Schwester Karoline eiferte ihm nach. Die Astronomie spürte mehrere Nebel zwischen den Sternen und insgesamt acht Kometen am Himmel auf. Nach dem Tode ihres Bruders Friedrich Wilhelm kehrte Karoline Herschel in ihre Heimatstadt zurück. Sie starb hier 1848. In Hannover wurden die beiden Himmelsforscher nicht vergessen. Ihnen zu Ehren benannten die Hobby-Astronomen von der Leine ihre Volkssternwarte auf dem Lindener Berg nach dem erfolgreichen Geschwisterpaar.
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Karl-Fr. Seemann aus Ronnenberg | 26.09.2017 | 18:57  
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