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Damals in Döhren: Zum 10-Jährigen gab es einen Sektempfang auf der Bezirkssportanlage

Eberhard "Ebbi" Schmidt vom FC Schwalbe spricht auf dem Sektempfang.
 
Musikalischer Rahmen. Vermutlich kam der Trompeter von der damaligen Patenkompanie der Bundeswehr.
Hannover: Döhren | Im August 1986 feierte die Bezirkssportanlage Döhren an der Schützenallee ihr zehnjähriges Jubiläum. Zum Auftakt der mehrtätigen Geburtstagsfeierlichkeiten hatten die beiden hier beheimateten Sportvereine – die Spielvereinigung Niedersachsen-Döhren und der FC Schwalbe – zu einem morgendlichen Sektempfang in das Vereinsheim am Rande der Leineaue eingeladen. Hier einige Fotos von damals.

Seit weit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich auf einem der alten Fotos sogar wieder. Heute geht es um die 10-Jahres-Feier der Bezirkssportanlage.

Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, darunter Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, sein Amtskollege aus dem Stadtbezirk Döhren-Wülfel Leopold Merkelbach sowie Ratsherr Dr. Uwe Reinhardt. Sie überbrachten Glückwünsche und Grußworte ebenso wie Vertreter der Sportverbände.

Erwin Roggenbuck, erster Mann der Spielvereinigung Niedersachsen-Döhren, nutzte damals die Gelegenheit, den Vertretern aus der Politik nicht nur Käsehäppchen und Bratenschnittchen zu servieren, sondern auch auf drängende Probleme auf der Sportanlage hinzuweisen. „Die Umkleide- und Duschräume müssen vergrößert werden“, mahnte er. Denn die beiden Döhrener Sportvereine zählten damals zusammen schon mehr als 2000 Mitglieder. Mit diesem Zuwachs hatten die Planer zwölf Jahre zuvor nicht gerechnet. Als die Vereinsvertreter, angeführt von Reinhard Schäfer und Siegfried Hebestreit, 1974 mit dem hannoverschen Sportamt das Konzept der neuen Anlage an der Schützenallee entwickelten – die früheren Sportplätze der beiden Vereine an der Hildesheimer Straße sollten Platz für ein Freizeitzentrum mit Freizeitheim, Schwimmbad und Stadtbücherei machen – dachten sie an höchsten 1.500 Mitglieder.

Während an der Hildesheimer Straße nur das Freizeitheim gebaut wurde und diese Einrichtung im ersten Bauabschnitt stecken blieb, wuchs neben der Leine ein große Sportanlage an. Hier quakten bis dato nur die Frösche in kleinen Tümpeln, schöne Wiesenblumen und Schilfdickicht streckten ihre Wurzeln in den Untergrund aus. „Der Boden lag ziemlich tief, eine monatelange Aufschüttung musste bewältigt werden“, berichteten 1986 die Vereinschronisten in der Jubiläumsfestschrift über die einstigen Mühen und Probleme. Noch im Oktober 1974 nahmen die Sportler des FC Schwalbe mit eigenen Händen auch das Clubhaus in Angriff. Bei Schneeregen hoben sie die Erde für die Kanalisation aus. Knapp zwei Jahre später war es dann soweit. Im September 1976 konnte die nagelneue Bezirkssportanlage eingeweiht werden. Über die Eröffnungsfeierlichkeiten wurde ja gleich zu Beginn dieser Serie „Aus Döhrens Vergangenheit“ berichtet.

Vier Rasenplätze, ein Grandplatz mit Flutlicht, ein Kunststoff-Kleinspielfeld, sechs Tennisplätze, eine Leichtathletikanlage und das Vereinsheim mit Sauna und Kegelanlage wurden damals offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Bevor es dazu kam, verursachte im Frühjahr 1976 das Gelände indes Schlagzeilen in der Presse. Kurze Zeit stand das Grundstück unter gerichtlicher Zwangsverwaltung, weil die Eigentumsverhältnisse ungeklärt waren. Der Rechtsstreit führte aber zu einem für Stadt und Vereine gutem Ende.
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