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Damals in Döhren: Bürgerfragestunde anno 1986 bei „Mutter Kranich“

Bürgersprechstunde am Stammtisch bei "Mutter Kranich".
Hannover: Döhren | Premiere zum Ende der Amtsperiode. Im Juli 1986 zeichnete sich schon der Ablauf der Amtszeit des ersten Bezirksrates für Döhren-Wülfel ab. Denn ab November sollte ein dann neu gewähltes Gremium zusammentreten. In dieser letzten Phase probierte die SPD-Fraktion im Bezirksrat ein neues Instrument aus. Sie lud die Bevölkerung im Stadtbezirk Döhren-Wülfel erstmals zu einer Bürgerfragestunde in eine Gaststätte in Döhren. Denn die heute übliche Einwohnerfragestunde des Bezirksrates gab es noch nicht.

SPD-Fraktionschef Oskar Schrader und der Döhrener Ratsherr Dr. Uwe Reinhardt (damals auch Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Rat der Stadt Hannover) zeigten sich zusammen mit einigen weiteren Mandatsträgern aus dem Bezirksrat freudig überrascht. Es gab eine gute Resonanz aus der Bevölkerung zu dieser Bürgersprechstunde. Unter dem Motto „Wir helfen, wo wir können“ stellten sich die Politiker bei „Mutter Kranich“ den zahlreichen Bürgerfragen. „Mutter Kranich“ war eine Gaststätte an der Ecke Helenen- /Ziegelstraße, deren Eingang von ( – nee, falsch geraten, es war kein Kranich, sondern –) einer großen Eule geschmückt war.

Was bewegte die Döhrener und Wülfeler damals vor 30 Jahren? Die kniffligen Fragen drehten sich um Wohnungssuche, Mieterprobleme (Dr. Uwe Reinhardt war auch Vorsitzender des Mietervereins), um Lärmschutz und um Verkehrsprobleme. Die Bezirksratsfraktion griff zudem zwei Themenkomplexe sofort auf und setzte sich in ihrer weiteren Arbeit um. Wegen des Lärmschutzes am Südschnellweg wurde eine Begehung der SPD-Fraktion mit Anliegern in der Klinkerfuesstraße vereinbart; das Thema Umwandlung Miet- in Eigentumswohnungen griffen die Sozialdemokraten einer Anfrage für die nächste Bezirksratssitzung auf. Der Zuspruch aus der Bevölkerung bewog die SPD außerdem, für den nächsten Monat gleich wieder zu einer weiteren Sprechstunde bei Mutter Kranich einzuladen.

Seit weit über 30 Jahren gehe ich mit der Kamera auf Pirsch und begleite das Geschehen im heutigen Stadtbezirk Döhren-Wülfel fotografisch. Einige der Aufnahmen von damals scanne ich jetzt nach und nach ein, um sie ins digitale Zeitalter herüber zu retten. Unter der Überschrift "Damals in Döhren" bzw. "Damals in ..." möchte ich den myheimat-Usern kleine Einblicke in mein Fotoarchiv geben. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an die damaligen Ereignisse oder erkennt sich auf einem der alten Fotos sogar wieder.
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