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Bezirksrat Döhren-Wülfel: Stadttafel soll an berühmten Künstler erinnern.

In der Landwehrstraße 58 wohnte als Kind der Künstler Dieter Roth. Eine Stadttafel soll bald an ihn erinnern.
 
Die Tages der Neuapostolischen Kirche sind gezählt. Der Bezirksrat winkte einen Bebauungsplan für den Neubau eines Gotteshauses mit Gemeindezentrum durch.
Hannover: Döhren/Wülfel | Das war bestimmt selbst für viele alte Döhrener neu: In der Landwehrstraße 58 wohnte als Kind der später berühmte Künstler Dieter Roth. Er wurde 1930 in Hannover geboren und starb 1998 in Basel. Roth gilt als einer der vielseitigsten und experimentierfreudigstens Künstler des 20. Jahrhunderts. Seine Döhrener Eltern ließe Roth 1943 in die sichere Schweiz bringen. Aber dort, wo der Künstler seine Kindheit verbrachte, soll zukünftig eine Stadttafel an ihn erinnern. Das beschloss der Bezirksrat Döhren-Wülfel auf seiner März-Sitzung im Freizeitheim Döhren.

Die Politiker hatten sich eine umfangreiche Tagesordnung vorgenommen. Zwar wurden einigen Themen zur weiteren Beratung vertagt – etwa die Frage, ob die Heinrich-Wilhelm-Olbers-Schule eine Schwerpunktschule für den inklusiven Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern werden soll („Ist überhaupt genügend Platz vorhanden? Was wird dann aus der Kardinal-Bertram-Schule?“). Oder die Vorschläge der SPD zu den Wertstoffinseln im Stadtbezirk. Hierüber will die CDU noch einmal nachdenken. Aber mit den verbliebenen Tagesordnungspunkten erledigten die örtlichen Politiker auch so ein umfangreiches Arbeitspensum.

Ohne Gegenstimme wurde der Weg für den Bebauungsplan Nr. 1775 freigemacht. Die Neuapostolische Kirchengemeinde möchte an der Garkenburgstraße und Thurnithistraße ein neues Gemeindezentrum mit Kirche und Wohnungen bauen. Die bisherige Kirche soll abgerissen werden.

Bis zu 3000 Euro bekommt der Integrationsbeirat für sein geplantes Integrationsfest in Mittelfeld. Alle Bürger sind eingeladen, am 12. April von 15 bis 18 Uhr in der Grundschule Beuthener Straße mitzufeiern.

Weitere interessante Anträge:
• Angenommen wurde ein SPD-Antrag für eine fußgängerfreundliche Ampelschaltung an der Verkehrsampel Garkenburgstraße, Einmündung Loccumer Straße (Wülfel). Die CDU ergänzte diesen Antrag mit der Bitte, auch auf der Ostseite der Straßenkreuzung eine Fußgängerampel zu bauen.
• Ebenfalls geschlossen votierte der Bezirksrat für den Vorschlag der Christdemokraten, den Kinderspielplatz Riepestraße/Güntherstraße mit einem kindgerechten Zaun einzugrenzen.
• Abgelehnt wurden hingegen mehrheitlich die Anträge des Piratenvertreters Marc Hermann zur Bestellung eines Behindertenbeauftragten im Stadtbezirk und für einen runden Tisch zum Winterdienst. Hermann fand nur Unterstützung in den Reihen der CDU. „Überflüssig“ meinten hingegen die anderen Bürgervertreter.
• Interfraktionell beschloss das Gremium zudem in einem Dringlichkeitsantrag, den Wülfeler Schützen bis zu 500 Euro für ein neues Zelt zu spendieren. Das soll als Regenschutz schon zum Osterfeuer eingesetzt werden.

Vorauseilender Gehorsam: Die SPD bemängelte Müll rund um die Wertstoffcontainer am Lehrter Platz (Mittelfeld), die CDU Schmutz vor dem Jugendzentrum und der Stadtbücherei an der Peiner Straße (Döhren). Schon im Vorfeld der Sitzung wurden diese Flächen gereinigt, sind jetzt richtig sauber. Die Stadt ermittelte zudem den Eigentümer eines wohl illegal abgestellten Streugutcontainers am Lehrter Platz, der nun entfernt werden muss. Versprochen wurde außerdem, die dortigen Altglascontainer zukünftig etwas versetzt vorteilhafter aufzustellen.

Eine Nachfrage der Sozialdemokraten zur sogenannten Hausmüll-Deponie Bemerode bei der Siedlung Seelhorst (Mittelfeld) ließ den Bezirksrat aufhorchen. Die gemessenen Werte seien zwar unauffällig, sagte Verwaltungssprecher Wolfgang Prauser, im Grundwasser wurde edoch Arsen festgestellt. Im Sommer sind hier nun weitere Messungen geplant.

Eine andere SPD-Anfrage beschäftigte sich mit einem Döhrener Dauerthema: den Eisenbahnlärm an der Güterumgehungsbahn. Nach Auskunft der Deutschen Bahn sollen in Zukunft EU-weit nach und nach leisere Güterwagenmodelle eingesetzt werden, die die Fahrgeräusche etwa um die Hälfte halbieren. Bezirksratsbetreuerin Gabriele Mewes berichtete dazu, die Bahn plane außerdem, die Nutzungsentgelte für ihr Schienennetzes für laute Züge zu erhöhen. Dadurch soll ein Anreiz für die Umrüstung auch älterer Waggons geschaffen werden.

Auf eine weitere Frage der SPD verrieten die Stadtwerke jetzt den Grund des Stromausfalles am 18. Januar, der Teile des Stadtteils Seelhorst am Abend ins Dunkel hüllte. Im Hans-Sachs-Weg war ein Kabel gestört, deshalb schaltete sich die Energieversorgung ab.
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