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Anfrage im Bezirksrat: Was wird aus der Gastwirtschaft Wichmann?

Die SPD sorgt sich um die Zukunft der historischen ehemaligen Gastwirtschaft Wichmann.
 
Leider nur noch eine gefährliche Bauruine: Der ehemalige Niederländische Pavillon; einst ein Wahrzeichen der EXPO 2000.
Hannover: Freizeitheim Döhren | Zieht bald wieder Leben in die Gastwirtschaft Wichmann? Der neue Eigentümer des historischen Baukomplexes an der Hildesheimer Straße in Döhren soll jedenfalls an einem Ausbau als Gastronomiebetrieb denken. Das geht aus der Antwort der Stadt auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion in der jüngsten Bezirksratssitzung (15. Dezember) hervor.

„Die Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft Wichmann gehören mit zu der letzten erhaltenen Bausubstanz aus der dörflichen Vergangenheit des Stadtteils und sind von daher von besonderem historischen und städtebaulichen Wert“, hieß in der Anfrage. Nach der Antwort von Bezirksratsbetreuerin Gundula Müller haben im Oktober bereits erste Abstimmungsgespräche zwischen der Bauverwaltung, der Denkmalpflege und dem Architekten stattgefunden. Ein Bauantrag liegt der Stadt allerdings noch nicht vor.

Einstimmig folgte der Bezirksrat im Verlauf der Sitzung auch einen Antrag der SPD zum Niederländischen Pavillon auf dem Expo-Ost-Gelände. Das Thema stand bereits mehrmals auf der Tagesordnung der Bürgervertretung. „Passiert ist bislang nichts“, begründete Tanja Bunduls den erneuten Vorstoß ihrer Fraktion dazu. Die Stadt wird nunmehr nochmals aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Pavillon so abgesichert wird, dass keine Unbefugten die Bauruine betreten und sich und Rettungskräfte gefährden können.

Über die Parksituation in der Sarstedter Straße in Mittelfeld hatten sich sowohl CDU als auch SPD Gedanken gemacht. „Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Parksituation in der Sarstedter Straße zu erarbeiten und umzusetzen. Denkbar wäre hier z.B. ein schmalerer Fußweg mit angeschlossenem Parkstreifen für halbhohes Parken auf der rechten Seite Richtung Eichelkampstraße und eine Freigabe des halbhohen Parkens auf der linken Seite. Lösungsvorschläge sollten künftig ein legales Parken der Anwohner auf beiden Straßenseiten, gleichzeitig aber auch die ungehinderte freie Fahrt für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr ermöglichen“, formulierten die Sozialdemokraten.

Die Christdemokraten beschränkten sich in ihrem Antrag demgegenüber lediglich darauf, zu fordern, dass die „Sarstedter Straße dahingehend“ so verbessert wird, „dass auf der linken Seite, Richtung Eichelkampstraße, das Abstellen von Kraftfahrzeugen zukünftig nicht nur auf der Straße, sondern zu einem Teil auch auf dem Fußweg erfolgen kann.“ CDU-Fraktionchefin Gabriele Jakob warf der SPD in diesem Zusammenhang vor, sich nicht auf einen interfraktionellen Antrag eingelassen zu haben. Die Genossen hatten aber durchaus im Vorfeld Zustimmung für einen interfraktionellen Vorstoß signalisiert. Allerdings erschien den Sozialdemokraten der Vorschlag der CDU nicht ausreichend, der Antrag sollte erweitert werden. Von der CDU ist dann aber nichts mehr gekommen, deshalb habe man eben einen eigenen Antrag eingebracht habe, hieß es nach der Sitzung aus der SPD-Fraktion. Unter dem Eindruck einer Reihe protestierender Bürger aus der Sarstedter Straße wurden vom Bezirksrat schließlich beide Anträge einstimmig angenommen.
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