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Steintor: Künftig kein Platz für Lieferfahrzeuge

Hannover: Steintor | Zwei Zeitungsartikel der „Hannoverschen Allgemeinen“ in dieser Woche zeigen deutlich, dass es nicht nur beim Umbau des Steintorplatzes sondern auch danach zu erheblichen Einschränkungen kommen wird:
Nach dem diesjährigen Himmelfahrtstag wird der Bereich Steintor weiträumig für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Grund dafür ist, dass Straßenbahnhaltestelle „Steintor“ aus der Kurt-Schumacher-Str. direkt am Steintorplatz mit Hochbahnsteigen neu errichtet wird. Um möglichst schnell Fakten für das unsinnige Straßenbahnprojekt „10/17“ schaffen zu können, wird der Platz für 16 Wochen für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Auch der Straßenbahnbetrieb wird in dieser Zeit eingestellt.
Von der Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover „Infra“ und der Stadtverwaltung heißt es, dass durch die Vollsperrung die veranschlagten Baukosten eingehalten werden könnten. Wurde etwa auch hier nicht mit ausreichender Planungstiefe kalkuliert?
Offenbar sind bei dem gesamten Projekt immer nur die Kosten von einzelnen Teilen veranschlagt und veröffentlicht worden. Die Kosten die für den Bau, die Verkehrsführung, die Leitungsarbeiten u.v.m. anfallen wurden immer schön heraus gehalten. Das Alles um einen Kostenrahmen von 50 Mio. Eure einzuhalten und gegenüber einer Tunnelvariante konkurrenzfähig zu bleiben. Wie wir aber seit dem letzten Jahr wissen, übersteigen die tatsächlichen Kosten diese Kalkulationen um ein vielfaches (bis zu 45%), vergl. Bericht in der "NP".
Davor hat unsere Initiative Pro D-Tunnel immer gewarnt. Wie auch vor einer gefährlichen und vermutlich unfallträchtigen Kurve vor der Ernst-August-Galerie, zu schalem Bahnsteig vor der "EAG", fehlenden Radwege, hohem Stau- und Störungspotential und fehlenden Halteplätzen für Lieferfahrzeuge!
Stets haben wir alle Pläne und Entwicklungen auf unserer Internetseite veröffentlicht und bemüht diese auch durch die Presse bekannt zu machen. Weiter haben wir unsere fundierten Bedenken und Einwände in das Planungsverfahren eingebracht. All unsere Äußerungen wurden von den „Machern“ des “Projekt 10/17“ abgewiesen…
Der am Steintor ansässige Geschäftsmann („Efendi Bey”) Yasar Ince fragt: „Wo sollen denn künftig die Lieferfahrzeuge halten?“
Diese Frage hat Herr Ince auch zur rechten Zeit (im Genehmigungsverfahren) den Planern dieses Gewaltprojektes „10/17“ gestellt. Im Protokoll der Straßenbaubehörde heißt es dazu: „Die infra werde aber das Gespräch mit den Ladenbesitzern suchen, um Lösungen für alle zu finden”.
Doch: Was ist tatsächlich passiert ? Wohl eher — NICHTS!
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4 Kommentare
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Andreas Heisler aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld | 21.01.2017 | 11:09  
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Klaus Anton aus Burgwedel | 21.01.2017 | 19:02  
57.006
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.01.2017 | 01:53  
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Initiative Pro D-Tunnel aus Hannover-Mitte | 23.01.2017 | 08:28  
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