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Kostenfalle bei 10/17 schnappt zu

Hannover: Steintor | Das die Baukosten mit der Vollsperrung gesenkt werden sollen ist aber ein weiteres Zeichen, dass zuvor sehr unsauber kalkuliert worden ist. Nach dem im vergangenen Jahr kurz nach Baubeginn in der Kurt-Schumacher-Str. bekannt wurde, dass die tatsächlich veranschlagten Kosten allein für das Teilstück nun um 45% gsteigen würden, scheinen die Verantwortlichen von der Infrastruktugesellschaft der "Region Hannover", "Infra", und der Stadt Hannover nun vorsichtiger zu sein.
Das Baukosten steigen ist an sich „normal“ und wird von den Meisten auch hingenommen, doch eine Steigerung der Kosten in diesem Maße und die Tatsache dass dies vorher bekannt war machen das Ganze Projekt noch unseriöser. Haben wir vor diesen Mehrkosten gewarnt, so hat Stefan Harcke, Chef der für den Umbau der D-Linie zuständigen Infra, dies als „Worst-Case-Szenario“, abgetan.
Damit dem Steuerzahlern, Bürgern und Oppositionspolitikern nicht noch mehr an steigenden Ausgaben untergejubelt werden muss, werden nun die ersten Abstriche am Projekt gemacht: Zunächst wurde bereits im Herbst bekannt, dass der Umbau des Steintores in „einem Zug“ und mit einer Vollsperrung für (mind.) 16 Wochen geplant ist. Damit spart man die Kosten, Zufahrtswege zu schaffen, sie frei zu halten und bei Bedarf um zu legen.
Weiterhin wurde nun zum Anfang des Jahres bekannt, dass die Fahrgäste auf einen weiteren, geplanten Aufzug am Raschplatz aus Kostengründen verzichten müssen.
Das gesamte Straßenbahnprojekt ist nur „jetzt“ angegangen worden, um die für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) gesetzlich geforderte Barrierefreiheit zu erreichen. An die Fahrgäste und Kunden der Üstra, die das nutzen sollen, ist dabei nicht gedacht. Wenn ich schon neu baue, dann doch eigentlich so, dass ich auch mehr Komfort bieten kann, oder? Nun bekommen wir Barrierefreiheit mit langen Wegen (unter freiem Himmel) und langem Anstehen am Aufzug am Raschplatz.
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