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"Mephisto", . . . im Schauspielhaus Hannover . . .

. . . in einem Wirtshaus, . . . über den Köpfen dieser Leute schwebt ein riesengroßer King Kong, der sich durch die Welt seinen Weg bahnt . . .
Hannover: Schauspielhaus | . . . Wiederum durfte meine Frau ein beeindruckendes Geburtstagsgeschenk von unserer Tochter in Empfang nehmen.
 . . . Zwei Eintrittskarten für "Mephisto" im Schauspielhaus Hannover suchte sie für uns aus.
Zunächst sahen wir uns erschrocken an, "Mephisto", das ist doch die eindrucksvolle Figur aus Goethes "Faust”, diese Aufführung wäre nichts für uns gewesen.
Aber es kam alles anders . . .
 . . . Das Schauspiel Hannover inzenierte nach Vorlage von Klaus Manns Roman "Mephisto" als Bühnenstück.
 . . . In diesem Roman "Mephisto" erzählt Klaus Mann von einem Schauspieler, der sich und seine Karriere in den Dienst des Faschismus stellt.
Für viele Interlektuelle ging es darum bleiben oder gehen.
 . . . Die Geschichte beginnt mit einer Darstellung aus einem Wirtshaus in den 1930er Jahren. 
. . . Beim Rotwein sitzen Männer an einem Tisch, an einem Klavier spielt ein Mann, über den Köpfen dieser Leute schwebt ein riesengroßer King Kong, der sich durch die Welt seinen Weg bahnt.
 . . . Plötzlich dreht sich die Bühne. Die Schauspieler sehen sich ängstlich an, sie machen sich Gedanken darüber, wo und wie sie in Zukunft in dieser unruhigen Zeit arbeiten könnten. Im Mittelpunkt dieser Leute steht Hendrik Höfgen, der um seine richtige Haltung zu finden, um seine Karriere als Mensch und Schauspieler kämpft.
 . . . Jeder der Schauspieler sieht sich auf einmal als Hendrik Höfgen.
Die Gegensätze werden in Dialogszenen zu abwechselnden Zeiten von den Einzelnen eindrucksvoll dargestellt.
 . . . Hendrik Höfgen schafft es unter Reichsmarschall Göring, in dem er Freundschaften aufgibt und politische Überzeugungen fallen läßt, bis zum Theaterintendanten aufzusteigen. 
. . . Sein Kollege Otto Ulrich leistet Widerstand gegen das Regime und muss sterben.
 . . . Am Ende dieser Dialogszenen hört man oft von den einzelnen Schauspielern Verse aus Goethes “Faust” wie z.B.,

                                                      “Da steh ich nun, ich armer Tor,
                                                       und bin so klug als wie zuvor.”

 . . . Mit einem mitreißenden, spektakulären Ablaus bedankten sich die Zuschauer zum
Schluss der Vorstellung für die hervorragenden Leistungen der einzelnen Schauspielerinnen und Schauspieler.
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