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Zwei Kinder im Koffer versteckt, Landgericht Hannover verurteilt Mutter

Symbolbild (Foto: ©722636_web_R_by_Thorben Wengert_pixelio.de.jpg)
Hannover: Brunnen | Wie bereits berichtet: hier nach zu lesen hörte ein 19-jähriger Mann in der Wohnung seiner Freundin im Stadtteil Vahrenwald / Hannover aus der Abstellkammer ein Wimmern, dort stand aber nur ein Koffer, er informierte daraufhn die Polizei.

Bei der Öffnung des Behälters machten die Beamten einen grausigen Fund. In dem Koffer befand sich ein Skelett eines Kindes sowie ein Neugeborenes das zwischen alten Schuhen, Schallplatten und Handtüchern lag.

Heute wurde das Urteil gegen die 22-Jährige Mutter der Kinder gesprochen.

Das erste Kind hatte die Frau 2015 zur Welt gebracht, woran es verstarb oder ob es bereits Tod zur Welt kam, konnte nicht mehr eindeutig geklärt werden.
Das Lebende Kind aber wurde von der Frau ab und zu gestillt, wieder in den Koffer zurück gelegt . Die Beschuldigte ging weiterhin Ihrer Arbeit nach.Die Schwangerschaft hatte sie laut Sprecher des Gerichtes verdrängt und sich tief von dem Kind distanziert.

Der Richter sprach von ihrer Vorgehensweise das Neugeborene in einen Koffer abzulegen als "geistige Abtreibung" .

Die Beschuldigte gab bei Ihrer gerichtlichen Aussage an, sie hatte Angst den 19-jährigen Partner und Ihre Ausbildung im Hotelfach zu verliehren.

Die Verteidigung plädierte auf einen Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten.
Die Anklage forderte fünf Jahre Gefängnis wegen versuchten Totschlags .

Die Kammer erhöhte sogar das geforderte Strafmaß , ging aber ebenfalls von einem versuchten Totschlag aus.

Das Urteil: 6 Jahre Haft

Der Richterspruch ist noch nicht Rechtskräftig, Verteidigung und Anklage können es anfechten.

Dem lebend gefundenen Säugling geht es mittlerweile sehr gut, er ist in Obhut.

dpa/gb
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4 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 02.03.2017 | 18:59  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 02.03.2017 | 19:03  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 02.03.2017 | 19:08  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 02.03.2017 | 19:27  
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