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Jusos Hannover-Südost fordern mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

"Die Politik muss mehr für die Unterstützung von Menschen mit Handycaps tun", so Christian Jagaciak, Vorsitzender der Jusos Hannover-Südost, anlässlich eines Besuchs der Jusos Hannover-Südost beim Dunkelcafé der Jakobi-Gemeinde in Kirchrode. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. hatte alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, einen "Blickwechsel" zu wagen: das Café fand in einem vollkommen abgedunkelten Raum statt. Ziel der Aktion war es, einen Einblick in den Alltag sehbehinderter und blinder Menschen zu geben. Dabei führten zwei Personen mit Sehbehinderungen die Gäste an die Tische und servierten Kaffee sowie Gebäck. Die Orientierung im Café war nur über Tast- und Hörsinn möglich.

“Es war eine sehr interessante Erfahrung für alle von uns und hat uns einen kleinen Einblick in die alltäglichen Probleme von Menschen mit Sehbehinderungen gegeben”, so Fabian Neumann, Stellvertretender Vorsitzender der Jusos Hannover-Südost.“ Jedoch darf man nicht vergessen, dass die Erfahrung, die wir machen durften, nur einen Bruchteil des Alltags von Blinden und Sehbehinderten widerspiegelt.”

Die Jusos Hannover-Südost sprechen sich in diesem Zusammenhang für die konsequente Durchsetzung eines Blindenleitsystems im ÖPNV aus. Dies besteht unter anderem aus verschiedenen kontrastreichen baulichen Vorrichtungen wie Rillenplatten im Bodenbereich im Umkreis von Bahn- und Bushaltestellen. Diese können über Tasthilfsmittel ausgemacht werden und unterstützen die Mobilität von Menschen mit Sehbehinderungen im öffentlichen Raum. Solche Vorrichtungen sind beispielsweise schon im Bereich des Hauptbahnhofs angebracht worden. Jagaciak: " Es ist in den letzten Jahren in der Hinsicht schon einiges verändert worden, um den Alltag von sehbehinderten und blinden Menschen zu vereinfachen, nichts desto trotz zeigen uns die Gespräche bei solchen Veranstaltungen, dass noch mehr getan werden muss. So wäre es sehr sinnvoll, zusätzliche Vorrichtungen an Straßenschildern anzubringen, welche die Straßennamen auch in Braillé-Schrift angeben, damit diese von Menschen mit Sehbehinderungen leichter erkannt werden könnten."
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