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Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus: Erinnerung wach halten, Lehren für heutige Politik ziehen

„Völkermord, Hass, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz dürfen nie wieder Realität werden, weder in Deutschland, noch in irgendeinem anderen Staat“, so Christian Jagaciak, Vorsitzender der Jusos Hannover-Südost, anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus. „Wir müssen die Erinnerung an dieses abscheuliche Kapitel deutscher Geschichte am Leben erhalten, denn nur so kann verhindert werden, dass sich Geschichte wiederholt.“


Die Jusos Hannover-Südost werden sich auch in Zukunft für Weltoffenheit, Toleranz und Demokratie sowie gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Faschismus und Hass einsetzen. Dabei wollen die Jusos konkret vor Ort Akzente setzen: „Wir haben beispielsweise die SPD-Fraktion im Bezirksrat Buchholz-Kleefeld dazu aufgefordert, sich für eine Resolution des Stadtbezirksrats gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen“, so der Kleefelder Andreas Hammerschmidt, Stellvertretender Vorsitzender der Jusos Hannover-Südost. Der Stadtbezirksrat Südstadt-Bult hatte eine ähnliche Resolution verabschiedet. Zentral ist dabei die Aufforderung an Vereine und Verbände, rassistische und fremdenfeindliche Äußerungen sowie das Tragen fremdenfeindlicher sowie NS-verherrlichender Symbole als unvereinbar mit der Vereinsmitgliedschaft zu erklären. „Wir haben tolerante und weltoffene Vereine im Stadtbezirk. Ich bin zuversichtlich, dass sie ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen und einen entsprechenden Passus in ihre Vereinssatzungen aufnehmen werden.“ Ähnliche Initiativen wollen die Jusos auch in den Stadtbezirken Döhren-Wülfel und Kirchrode-Bemerode-Wülferode auf den Weg bringen.


Zudem fordert Christian Jagaciak die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an den Gegendemonstrationen gegen den geplanten Aufmarsch von Rechtsextremen am 19. Februar 2011 in Dresden teilzunehmen. Der geplante Aufmarsch gilt als Europas größter Naziaufmarsch, es werden mehrere tausend Neonazis erwartet. Seit Jahren versuchen Nazis, die Bombardierung der sächsischen Landeshauptstadt für ihre Zwecke und ihr absurdes Geschichtsbild zu instrumentalisieren.


Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Vor 66 Jahren befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Allein in diesem Lager starben mindestens 1,1 Millionen Menschen, darunter Juden, Sinti, Roma, Polen, politisch Andersdenkende, Homosexuelle und Kriegsgefangene, an den Verbrechen der Nationalsozialisten.
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