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Geschichtliches aus der Südstadt: Was hat der „Sieben-Männer-Stein“ mit dem Döhrener Turm zu tun?

Der Sieben-Männer-Stein an Hannovers Aegidienkirche.
Hannover: Mitte / Südstadt | Ein geheimnisvoller alter Stein ist an der Außenwand der Ruine der Aegidienkirche angebracht. Es handelt sich um einen schmalen Sandsteinblock. Am oberen Ende des seltsamen Denkmals ist ein Reliefbild des gekreuzigten Jesus mit Maria und Johannes zu erkennen. Darunter befindet sich ein Kleeblattwappen. Es folgt die Inschrift: „gi rikn unn armen lat ju desen dot erbarmen mcccclxxx“. Einweiteres „x“, so vermutet der Heimatforscher Helmut Zimmermann, wurde erst später hinzugekratzt. Im unteren Bereich des Steines sind sieben betende Männer zu erkennen. Daher kommt auch der Namen des legendenumwobenen Steines: „Sieben-Männer-Stein.“

Doch welche Verbindung besteht zwischen diesen Zeugnis aus dem Mittelalter in Hannovers City und dem Döhrener Turm an der Südgrenze der Südstadt? Eine andere Bezeichnung für den Stein lautet: „Spartanerstein.“ Und da wären wir schon bei der alten Geschichte. Die Sage erzählt, der Stein wurde als Denkmal für die tapferen Verteidiger des Döhrener Turms hergestellt. Bei einem Überfall Herzog Heinrichs des Älteren von Braunschweig auf die Stadt Hannover im November 1490 soll angeblich die Turmbesatzung nach heldenhaften Widerstand bis auf den letztenMann umgekommen sein. Eine Bestätigung für diese Legende von den "Spartanern" im Döhrener Turm gibt es jedoch nicht.

Die Aegidienkirche war nicht der ursprüngliche Standort des Sieben-Männer-Steins. Einst hing er an der Marienkapelle vor dem Aegidientor. Erst 1648 wurde der Stein an der Aegidienkirche angebracht. Dort trifft man heute übrigens nur noch auf eine Nachbildung. Das Original wurde von der Stadt in Sicherheit gebracht.
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Katja W. aus Langenhagen | 22.01.2013 | 18:58  
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