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Rund 90 Vertreter der ehrenamtlichen Bereitschaften des DRK aus ganz Niedersachsen trafen sich in Hermannsburg

Landesausschuss der Bereitschaften in Hermannsburg bei Celle

Der jährlich stattfindende Landesausschuss der DRK-Bereitschaften fand diesmal vom 5. bis 6. März 2011 in Hermannsburg bei Celle statt. Die 48 Kreisverbände im DRK-Landesverband Niedersachsen entsandten dafür ihre Vertreter wie Kreisbereitschaftsleiter und Katastrophenschutzbeauftragte.

Für die rund 90 Teilnehmer standen aktuelle Themen rund um den Zivil- und Katastrophenschutz auf dem Programm, wie der Aufbau des neuen Digitalfunknetzes oder die Besetzung der sogenannten „Medical Task Forces“ (MTF). Das sind Einsatzeinheiten für die medizinische Versorgung im Zivilschutz, von denen es in Niedersachsen sechs gibt (pro Polizeidirektion eine MTF), vier davon unter Führung des DRK.

Ein Schwerpunkt war auch die Ausbildung von Ehrenamtlichen in der psychosozialen Versorgung von Einsatzkräften und Betroffenen in und nach Notfallsituationen. Über den Sanitätseinsatz des DRK beim 20. Jahrestag der Deutschen Einheit wurde berichtet und ein überarbeitetes Rahmenkonzept zur Rettungshundearbeit verabschiedet.

Weiter wurde der aktuelle Sachstand zur notfallmäßigen und sanitätsdienstlichen Betreuung der FIFA-Frauen-Fußball-WM in diesem Jahr in Wolfsburg durch das DRK als alleinigem Vertragspartner des DFB vorgestellt.

Auch die Ausbildung von Ehrenamtlichen für den Rettungsdienst und die Einführung des Bundesfreiwilligendienstes wurden thematisiert.

Als Referent war außerdem Klaus Wickboldt von der Polizeidirektion Göttingen geladen, der über die Aufgaben einer Polizeidirektion im Katastrophenfall sprach, die ja eine enge Kooperation mit den Hilfsorganisationen wie dem DRK mit einbezieht.

Neben dem fachlichen Austausch wurde außerdem der Landesleiter für die Bereitschaften im Bereich des DRK-Landesverbandes Niedersachsen, Joachim Neubert, für drei Jahre wiedergewählt. „Ich freue mich, auch weiterhin diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu können. Für den Katastrophenfall und bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten unterhalb der Katastrophenschwelle sind unsere Ehrenamtlichen in den Bereitschaften unentbehrliche Einsatzkräfte, wie z. B. bei Massenkarambolagen auf der A2. Ob Flutkatastrophe, Bombenräumung oder Schneechaos, die Helferinnen und Helfer der Bereitschaften stehen in Notsituationen der Bevölkerung immer hilfreich zur Seite“, so Neubert.

Nach über zehn Jahren engagierter ehrenamtlicher Arbeit als Landesbeauftragter für den Betreuungsdienst wurde Bringfried Knoth verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Gerd Holthuis aus Uelsen (Grafschaft Bentheim) ernannt. Neu ernannt als Landesbeauftragter für den Bereich Information und Kommunikation wurde außerdem Andreas Bruns aus Obernkirchen (Schaumburg).


Hintergrundinfos zu den DRK-Bereitschaften:

Rund 8.000 Ehrenamtliche engagieren sich im Bereich des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in den Bereitschaften des Roten Kreuzes. Wie der Name schon sagt, halten sie sich bereit, beispielsweise für den Katastrophenfall.

Nach einer für alle verpflichtenden Grundausbildung u. a. im Bereich des Sanitäts-, Betreuungs- und Technischen Dienstes, können sie sich auf diesen Gebieten vertiefend in sogenannten Fachdiensten weiter qualifizieren. Auch spezielle Ausbildungen zum Sprechfunker, Fahrer oder Gefahrschutzhelfer sind möglich.

Die Ehrenamtlichen der Sanitätsgruppe kommen beispielweise bei Veranstaltungen wie Fußballspielen oder Konzerten zum Einsatz. Aber auch zu Unfällen und Katastrophen mit einer großen Anzahl von Verletzten werden sie gerufen, um den Rettungsdienst zu unterstützen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Schnelleinsatzgruppe (SEG), die rund um die Uhr per Funk alarmiert werden kann und innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort eintrifft.

Die Gruppe Technik und Sicherheit errichtet beispielsweise Zelte, kümmert sich um Notstromversorgung, Beleuchtung und Zeltheizgeräte. Sie sorgt für die Sicherheit der Geräte und die Einhaltung von Schutzvorschriften.

Die Mitglieder der Betreuungsgruppe sind vor allem für Verpflegung und Unterkünfte zuständig sowie für alle sozialen Belange der Betroffenen, wenn beispielsweise wegen einer Bombenentschärfung oder Hochwassergefahr, Teile der Bevölkerung evakuiert werden müssen. Aber auch bei allen anderen Schadensereignissen kommen sie zum Einsatz, wenn Menschen Betreuung benötigen. Auch in der Psychosozialen Notfallversorgung lassen sich einige von ihnen schulen.

Die Mitglieder der Bergwacht, Wasserwacht und der Rettungshundestaffeln gehören ebenfalls zu den ehrenamtlichen DRK-Bereitschaften und werden für ihre Aufgaben vom DRK speziell ausgebildet.


Herausgegeben vom DRK-Landesverband Niedersachsen e.V.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kerstin Hiller
Hannover, 07.03.2011
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