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Entdeckertag im Nordwesten: Von großen und kleinen Eisenbahnen

In der S-Bahn-Werkstatt Leinhausen
 
So sieht es von unten aus: S-Bahn-Werkstatt in Leinhausen
Hannover: Leinhausen | Für Eisenbahnfreunde hatten die Macher des Entdeckertag-Programms 2010 gleich mehrere Attraktionen im Angebot. In den Wunstorfer Ortsteil Luthe im Nordwesten der Region lockte das „Eisenbahn-Wunderland“ des Modell-Eisenbahn-Clubs Luthe. Bevor allerdings die derzeit größte stationäre Modell-Eisenbahnanlage in der Spurweite N im Raum Hannover bewundert werden konnte, mussten es erst einmal Probleme mit dem Zug im Maßstab 1:1 zu überwunden werden.

Vor Wunstorf gab es für die Entdecker und anderen Fahrgäste erst einmal einen Zwangsaufenthalt. Zwei Schnellzüge hatten sich verspätet und unsere S-Bahn musste warten, bis die unpünktlichen Züge endlich uns überholt hatten. So kam es, dass man in Wunstorf vom Bahnsteig aus dann zwar noch den Anschlussbus nach Luthe auf dem benachbarten Omnibusbahnhof stehen sah, als aber die Gleis-Unterführung überwunden war, konnte nur noch den Rücklichtern desselben nach gewunken werden. Gewartet wird halt nicht. Der nächste Bus fuhr erst eine halbe Stunde später, also schauten wir erst einmal auf den Busfahrplan nach, wann die Haltestelle kommt, an der wir aussteigen müssen. Im Entdecker-Heftchen war sie mit „Hauptstraße“ bezeichnet. Es folgte die nächste kritische Situation. Die Buslinie 760 hielt zwar an einer Reihe von Punkten in Luthe, nur eine Haltestelle mit den Namen „Hauptstraße“ stand da nicht auf dem Plan. Wie sich später herausstellte, bediente diese Linie lediglich in Gegenrichtung eine gleichnamige Haltestelle. Aber der Entdeckertag im Besonderen und die Nutzung des ÖPVN in der Region Hannover im Allgemeinen bringt ja auch immer einen Hauch Abenteuer mit sich und so verzagten wir - im Umgang mit Üstra und Co erfahren - auch nicht.

In Luthe selbst waren dann die kleinen Schwierigkeiten der Anreise vergessen. Die Modellbaufreunde hatten eine wirklich schöne Anlage zusammengebaut. Nicht nur die Söhne, sondern auch die Väter betrachteten mit glänzenden Augen die kleinen Züge, die da durch naturgetreu nachempfundene Landschaften rauschten. Nebenan wurden die großen und kleinen Besucher dann mit Getränken und selbstgebackenen Kuchen zu Nostalgiepreisen bewirtet. Und wer wollte, konnte von einem zur gleichen Zeit stattfindenden Straßenflohmarkt, der in Luthe rund um die alte Kirche herum gleichzeitig Schaulustige und Schnäppchenjäger anzog, noch eine Kleinigkeit als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen erwerben.

Die Eisenbahnstrecke Hannover – Wunstorf führt an Hannover-Leinhausen vorbei. Da bot es sich an, nach den Mini-Zügen sich auch einmal Originale anzusehen. Zu gewöhnlichen Zeiten bleiben die Toren der S-Bahn-Werkstatt in Leinhausen ja den normalen Mitbürgern fest verschlossen. Am Entdeckertag jedoch gab es die Gelegenheit, sich die S-Bahn-Waggons in der Reparaturhalle einmal von unten anzuschauen und die Luft im Führerstand einer Lok zu schnuppern. Und hilfsbereite Bahnmitarbeiter erzählten gern aus ihrer täglichen Arbeit. Für die Hosenmätze unter den Entdeckern war neben Hüpfburg und Kletterberg das Mitfahren auf der Dacharbeitsbühne das Erlebnis des Tages.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Magazin Regionsentdeckertag 2010 | Erschienen am 28.09.2010
2 Kommentare
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Katja W. aus Langenhagen | 12.09.2010 | 21:48  
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 13.09.2010 | 20:19  
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