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Ich hab’s gelesen: „Hüttengaudi“ von Nicola Förg

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Schrothkur? Mord? Selbstmord?
„Ein Alpen-Krimi“ heißt es auf dem Titelbild.

„Frau Kommissar liegt, eingewickelt in Tücher und damit bewegungsunfähig, …“

Geht jetzt das Gemetzel los?
Nein, Frau Kommissar Irmi Mangold macht eine Schrothkur.

Überredet von Nachbarin Lissi, hat sie sich, etwas halbherzig, zu dieser Kur in Oberstauffen überreden lassen.

Kurz bevor Hunger und Frust überhand nehmen, wird „im Nachbarwickel“ ein Toter gefunden.

Und der ist ihr auch noch gut, bzw. schlecht bekannt!
Zufälle gibt's!

Und dann wird, etwa zur gleichen Zeit, in Garmisch, der Heimat von Kommissarin Irmi, noch eine Leiche gefunden.
Die Todesursachen sehen vergleichbar aus.

Mord? Selbstmord?

Der Kommissar aus Oberstaufen, nett aber ein wenig „ruhebedürftig, sieht da gleich einen Zusammenhang und übergibt den Fall an Irmi.
Er fährt lieber sofort in Urlaub.

Nun muss das fast komplett weibliche Ermittler-Team loslegen.

Wer ein Buch, wie „Hüttengaudi" kauft, der erwartet leichte, unterhaltsame Lektüre und keine juristische Abhandlung.

Ich wurde schnell von der Handlung gefesselt, und habe das Buch innerhalb kurzer Zeit ausgelesen.

Starke Frauen, einfühlsam und verständnisvoll - und Männer, bei denen nicht hinterfragt wird, warum sie so böse, raffgierig und hinterlistig sind; die sind eben so.

Eben vieles über Mentalität und Lebensweise der Menschen im südlichen Bayern (wenn die denn so sind, wie im Roman?)
Auch die Politik bekommt ein paar kräftige Seitenhiebe ab.

Das Buch hat einen doch recht unerwarteten Schluss. Vielleicht ein klein wenig zu überraschend.

Der Humor fehlt nicht – die Handlung ist spannend.
Der flüssig zu lesende Schreibstil macht Spaß.

Für mich doch schon etwas mehr als nur ein "Urlaubsbuch".
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2 Kommentare
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 09.02.2013 | 19:41  
24.682
Katja W. aus Langenhagen | 10.02.2013 | 11:04  
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