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Verkehrsberuhigung Vogelsiedlung - eine lange Geschichte

Dieses Schild soll jetzt wieder abgebaut werden. Dann gibt wieder Gefahrensituationen - und die Chance für manche, die gerade Straße nicht mit 30 kmh zu befahren...
 
Milanstraße - hier gilt 30 kmh. Leider wird sehr häufig schneller gefahren.
Vorgeschichte siehe hier: https://www.myheimat.de/hannover-gross-buchholz/po...

Jetzt sind Monate vergangen, eine intensive Diskussion hat stattgefunden, Schilder wurden (unrechtmäßig) auf- und dann zum Glück wieder abgebaut -----und immer noch gibt es keine sinnvoille Lösung.

Der aktuelle Bericht:

Verkehrsberuhigung Vogelsiedlung – Milanstraße
2 Schritte vor, ein Schritt zurück


Das vielseitige Engagement hat einiges bewegt und auch Wichtiges erreicht:
- die unsinnige rechtlich strittige Beschilderung an der Kreuzung Milanstraße/Girlitzpark wurde korrigiert, so dass jetzt (wieder) rechts vor links gilt,
- die Markierungen „30“ auf der gesamten Milanstraße sind erneuert und somit besser zu sehen,
- eine neue Ampel anlagean der Kreuzung Osterfelddamm/Bornhof/Milanstraße ist installiert.

In kleinen Schritten kommen wir der dringend notwendigen größeren Verkehrssicherheit näher, was Bestandteil eines modernen Verkehrskonzepts ist. Leider gibt es auch Rückschritte: so teilte der Sachgebietsleiter Straßenverkehrsbehörde der Stadt Hannover mit, dass die Beschilderung an der Kreuzung Girlitzpark nur temporär sei und demnächst wieder entfernt werde.
Damit haben wir die gleiche unsichere gefährliche Situation wie vor über einem Jahr, die von Anlieger kritisiert wurde.

Zu diesen Punkten hatte die Initiative den Bezirksrat persönlich angesprochen bzw angeschrieben. Der Bezirksbürgermeister Henning Hofmann hat sich früh und konsequent für die Verbesserung der Verkehrssituation eingesetzt. Die SPD- Fraktion hat nicht reagiert, die CDU-Fraktion erst nach mehrfachem vielseitigem Nachharken- und dann negativ. Die Grünen haben sich persönlich ein Bild gemacht, Gespräche geführt, eine Presseerklärung herausgegeben und im April im Bezirksrat den Antrag eingebracht, dass an der Milanstraße generell rechts vor links gelten solle.

Der Bezirksrat gab der Initiative in der April-Sitzung Gelegenheit, die Situation darzustellen und die Verbesserungsvorschläge zu begründen. In der Diskussion und Abstimmung ergab sich folgendes Bild: die CDU stimmte dagegen mit der Begründung, es sei seit über 30 Jahre gut gegangen, deshalb gebe es keinen Grund für eine Änderung. Die SPD stimmte ebenfalls dagegen- an jeder Kreuzung sei ja eindeutig und klar sei, wer Vorfahrt habe. Außerdem sei eine Änderung zu aufwendig. Der Rest des Bezirksrats bis auf einen Einzelvertreter, also FDP, Linke, Piraten stimmte für den Antrag der Grünen, der damit abgelehnt war.

Jetzt ist die Sache aber keineswegs abgeschlossen.

Einmal gibt es aus dem Bezirksrat Stimmen, die mit dem Ergebnis keineswegs zufrieden sind und neue Anträge zur Verkehrsberuhigung diskutieren und vorbereiten.

Konkret interessant wird es, wenn die Beschilderung an der Kreuzung Girlitzpark tatsächlich entfernt wird mit einer Begründung, die widersprüchlich ist und einer rechtlichen Prüfung wohl nicht standhalten wird.

Als weitere Notwendigkeit wird verstärkt diskutiert, die Milanstraße im nördlichen Teil (zwischen Schierholzstraße und Sperberweg) sowie im südlichen Bereich bei dem Montessori Kinderhaus mit baulichen Maßnahmen besonders zu beruhigen/zu sichern.

Alle Anwohner und Anlieger sind weiterhin gefragt, sich zu engagieren- für mehr Sicherheit in dem verkehrsberuhigten Wohngebiet.


Ein Kommentar

Wer logisch denkt und nachdenkt, wundert sich bei der über 1 Jahr dauernden Auseinandersetzung um die Verkehrsberuhigung in der Vogelsiedlung. Er oder sie wundert sich über eine Fehlentscheidung der Verwaltung (die Kosten verursacht) und hat Zweifel, ob dort die Straßenverkehrsordnung bekannt ist (was eigentlich eine Voraussetzung für einen Job in der Straßenverkehrsbehörde sein sollte). Ärgern kann man sich, wenn logische Argumente und Erfahrungen der direkt Betroffenen ignoriert werden. Erstaunt ist man, wenn im gewählten Stadtbezirksparlament plötzlich „neue Mehrheiten“ entstehen und die „Große Koalition“ mit sehr fragwürdigen dünnen Argumentationsversuchen eine Entscheidung durchdrückt, die viele Anwesende nicht nachvollziehen konnten. Man fragt sich beim Verhalten einiger Parteivertreter, die sich gern als „Kümmerer vor Ort“ präsentieren, um welche Interessen sie sich kümmern? Für die anwesenden Bürgerinnen und Bürger war diese Sitzung hochinteressant. Nun sind wir gespannt, ob sich Vernunft und gesunder Menschenverstand letztendlich durchsetzen können. Es wäre zu wünschen, bevor Unfälle passieren- dann ist es zu spät!
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