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Was ist daraus geworden?

Wird die Wasserstadt und Limmer doch vom ÖPNV abgehängt?
Hannover: Regionshaus | - Teil 1 -
Im Jahre 2015 hatten wir die Petition „Stoppt 10/17 – Für eine dauerhafte Tunnellösung der Linie 10 nach Ahlem!“ gestartet. Was aber ist daraus geworden?
Es gibt eine ganze Reihe Antworten oder besser Aussagen die wir hier in einer losen Folge von Beiträgen beleuchten möchten.
Gerichtet war unsere Petition an unseren Oberbürgermeister Stefan Schostock (SPD). Natürlich liegt der „Öffentliche Personen Nahverkehr“ (ÖPNV) nicht in der der Hand des Oberbürgermeisters, sondern ist Aufgabe der „Region Hannover“. Folgerichtig wurden die Anliegen aller Petitionsunterzeichner an die „Region“ weiter geleitet.
Lassen Sie uns die Antwort des Regionspräsidenten Herrn Hauke Jagau (SPD) doch in mehreren Teilen prüfen:
„Ihre Anregungen zum Ausbau der D-Linie
Sehr geehrter Herr Ropertz…“ (M. Ropertz ist Vereinsmitglied und Initiator der Petition und wird daher angeredet),
„...der Regionsausschuss der Region Hannover hat sich in seiner Sitzung am 25. Oktober 2016 mit Ihren Anregungen zum Ausbau der D-Linie befasst und beschlossen, Ihren Anregungen nicht zu folgen.
Die Entscheidungen des Regionsausschusses basiert insbesondere auf folgenden Erwägungen:
- Ein Stadtbahnanschluss der Wasserstadt Limmer zur Innenstadt bleibt möglich.
Sollte nach Abschluss der Wirtschaftlichkeitsberechnung dieser Anschluss wirtschaftlich sein und die Realisierung beschlossen werden, so gibt es Sowohl bauliche als auch betriebliche Lösungen, die Stadtbahnstrecke D-West mit ihren Linien an die Rahmenbedingungen anzupassen und entsprechend weiterzuentwickeln. So könnte beispielhaft als bauliche Lösung der Endpunkt um eine Kehranlage ergänzt werden oder als betriebliche Lösung des Angebotes der im Nahverkehrsplan erwähnten Verstärkerlinie in Betracht kommen.
Es ist weder sinnvoll noch wirtschaftlich zu vertreten, heute bauliche Vorsorgemaßnahmen umzusetzen, deren Realisierungschancen noch nicht nachgewiesen sind. Die aktuellen Planungen zum Ausbau der Stadtbahnstrecke D-West sind auf das heutige Angebot und absehbare Entwicklungen ausgelegt uns ausreichend dimensioniert. Sollten sich durch zukünftige Entwicklungen weiter Anforderungen ergeben, könnte darauf reagiert werden.“
Das die „Region“ bei ihrer letzten Sitzung mit der Noch-Mehrheit von SPD und „Grünen“ den Vorschlägen der Pedanten nun nicht zustimmen würde ist ja klar. Da man künftig nicht mehr die Verantwortung tragen muss, kann man getrost mit wehenden Fahnen des Schiff verlassen – frei nach dem Motto: „Nach uns die Sintflut!“ Aber auch die Begründungen muten sofort wieder abenteuerlich an:
„Ein Anschluss der Wasserstadt bleibt möglich“ – Natürlich bleibt dieser möglich. Nachdem jetzt für mind. 63 Mio. Euro die Straßenbahnstrecke mit Hochbahnsteigen ausgestattet wird, kann man natürlich in fünf bis zehn Jahren wieder einige Millionen Euro in die Hand nehmen und doch einen Tunnel Bauen. Wie viel Steuergelder kann man aber sparen wenn man heute allein auf die Kosten für eine doppelte Baustelleneinrichtung und Umleitungen etc. verzichtet?
Weiter ist es töricht, die Wirtschaftlichkeit des Anschlusses der „Wasserstadt“ in Frage zu stellen, wenn man gleichzeitig aktiv diesen Anschluss plant und möglich Varianten bis hin zu „Seilbahnlösungen“ diskutiert. Das zeigt doch deutlich auf, dass der Bedarf da ist und dass die derzeit gebaute Lösung nicht ausreicht, entgegen der eigenen Aussage, dass die Straßenbahnstrecke „ausreichend dimensioniert“ sei.
Dann wird beschrieben, dass man falls nun doch (und wie sich jetzt schon abzeichnet) die Linie betrieblich und baulich ergänzen könne. Wie denn?
- Betrieblich: Die Kehranlage am Raschplatz wird von Anfang an mit minimalen Wendezeiten voll ausgelastet und kann keine Verstärkungszüge aufnehmen. Verstärkungszüge werden dann doch wieder durch den „Waterloo-Tunnel“ zum Hauptbahnhof geführt. So, wie es unsere Petition vorsieht (Zweilinienlösung)… Weiter ist es betrieblich nicht möglich einen dritten Wagen an die verkehrenden Züge anzuhängen, da das die minimale Länge der Bahnsteige nicht zulässt.
- Baulich: Der Endpunkt könne um eine Kehranlage ergänzt werden! ? Welcher Endpunkt – „Raschplatz“ etwa? Da steht eine Hochstraße herum! Wo soll da bitte ein Kehrgleis hin? Wie oben stehend beschrieben ist dort der Bahnsteig doch schon extra kurz damit er da überhaupt hin passt!
Herr Jagau wissen sie überhaupt was sie da schreiben?
Mogelpackung.
Zur PDF: Antwort der Region
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