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Bundesliga 28. Spieltag: Letzte Chance für Hannover 96 im Abstiegskrimi gegen Hamburger SV?

Der Abstiegskampf in der Bundesliga ist spannend wie nie. (Foto: Rainer Sturm_pixelio.de)

Der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga ist derzeit so spannend wie selten zuvor. Sieben Spieltage vor dem Saisonende kämpfen noch zehn Mannschaften um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse. Die denkbar schlechtesten Karten hat dabei Schlusslicht Hannover 96. Gegen den Nordrivalen Hamburger SV will das Team von Trainer Thomas Schaaf seine wohl letzte Chance nutzen.

Wenn es für Hannover 96 nach der aktuellen Saison in die Zweite Liga geht wird Thomas Schaaf nicht mehr auf der Trainerbank der Nordlichter Platz nehmen. Das gab der Verein in dieser Woche bekannt. Und bislang deutet alles daraufhin, dass sich die Wege nach dem 34. Spieltag trennen werden. Mit zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer hält der Zweckoptimismus zwar noch immer Einzug im Hannoveraner Umfeld. Dennoch wird bei einer derart aussichtslosen Situation kaum noch einer an den Verbleib in der Bundesliga glauben. Mit dem Spiel gegen den Rivalen aus dem Norden können die 96er noch das letzte Fünkchen Hoffnung wahren. Dazu muss jedoch ein Sieg gegen den Hamburger SV her.

Labbadia fordert "100 Prozent"

Die Hamburger stecken mittlerweile selbst wieder mitten im Abstiegskampf. Obwohl sich der HSV auf dem zwölften Rang und somit noch im Mittelfeld der Tabelle befindet, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone nur noch vier Zähler. Lediglich zwei Siege sprangen für den Bundesliga-Dino in der Rückrunde heraus. Auch gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten erwartet Trainer Bruno Labbadia volle Konzentration. “Wir bekommen in einem Bundesliga-Spiel nichts geschenkt”, weiß der ehemalige Stürmer. “Wir müssen unsere 100 Prozent abliefern.” Sonst passiert es den Hamburgern wie schon im November. In der Hinrundenpartie gab der HSV eine 1:0-Führung noch aus der Hand und verlor mit 1:2 im eigenen Stadion gegen Hannover 96.

Drei HSV-Stürmer kämpfen um Stammplatz

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia muss im Nordderby allerdings wieder auf Kapitän Johan Djourou verzichten. Der Schweizer Nationalspieler hat seinen Infekt noch nicht auskuriert. Außenverteidiger Matthias Ostrzolek muss wegen seiner Gelbsperre pausieren. Im Sturm kämpfen Artjoms Rudnevs, Pierre-Michel Lasogga und Sven Schipplock um ihren Einsatz in der Startelf. Zuletzt hatte Rudnevs die Nase vorn. Doch während der Länderspielreise des lettischen Nationalspielers konnten Lasogga und Schipplock im Training Pluspunkte sammeln. Labbadia wird sich vermutlich erst kurzfristig für einen der drei Angreifer entscheiden.

Schaaf nimmt Team in Pflicht

Bei der Pressekonferenz am Mittwoch richtete 96-Coach Thomas Schaaf harte Worte gegen seine Spieler. Denn die zahlreichen Maßnahmen des Trainerteams konnten die Fußballer von Hannover 96 Woche für Woche nicht umsetzen. Seit dem Amtseintritt des langjährigen Trainers von Werder Bremen setzte es für die Hannoveraner neun Niederlagen in zehn Begegnungen. Trotzdem ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht ganz verflogen. “Wir haben das Ziel, in der Ersten Liga zu bleiben”, betonte der 54-Jährige. Um das Ziel noch zu erreichen, zählen gegen den Abstiegskonkurrenten aus Hamburg am Samstag ab 15.30 Uhr nur drei Punkte.

Informationen zum Spiel

Anstoß: Samstag, 02.04.2016, 15.30 Uhr
Stadion: HDI Arena, Hannover
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Voraussichtliche Aufstellungen

Hannover 96: Ron-Robert Zieler - Hiroki Sakai, Alexander Milosevic, Christian Schulz, Oliver Sorg - Salif Sané, André Hoffmann - Kenan Karaman, Hiroshi Kiyotake, Edgar Prib - Hugo Almeida

Hamburger SV: René Adler - Dennis Diekmeier, Cleber, Emir Spahic, Gotoku Sakai - Albin Ekdal, Lewis Holtby - Nicolai Müller, Aaron Hunt, Ivo Ilicevic - Artjoms Rudnevs
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2 Kommentare
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Amadeus Degen aus Battenberg (Eder) | 02.04.2016 | 22:13  
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Jörg Schmitt aus München | 11.04.2016 | 11:23  
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