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Jahresrückblick der Ortsgruppe Isernhagen des Heimatbund Niedersachsen e.V.

Blick ins Wesertal
 
Fährschiff auf der Weser
Isernhagen: Gasthaus Dehne | Auch wenn das Jahr noch nicht vorüber ist, so blickt die Heimatbundortsgruppe Isernhagen doch schon jetzt wohlwollend auf das Jahr 2010 zurück. Sämtliche Fahrten und Veranstaltungen verliefen ohne größere Zwischenfälle. Zusätzlich konnten wir neben unseren Mitgliedern wieder zahlreiche interessierte Gäste in unseren Reihen begrüßen.

Unsere erste Veranstaltung im Jahr 2010 war unsere Jahreshauptversammlung. Bedingt durch Schnee und Eis saßen wir in kleiner Runde zusammen und blickten mit Hilfe unseres zweiten Vorsitzenden und Dias zurück auf das Jahr 2009.

Herr Klaus Körner hielt dann Ende März einen Diavortrag und brachte uns die Sächsische Schweiz näher. Südlich von Dresden gelegen ist die zerklüftete Landschaft bei Touristen sehr beliebt. Durchzogen von hunderten Kilometer Wanderwegen bieten sich hier immer wieder Panoramablicke auf das Elbtal runter.

Die erste Tagestour in diesem Jahr führte uns aufs Wasser. Diesmal fuhren wir auf der Weser von Beverungen nach Höxter. Hier stiegen wir wieder in unseren Bus, der uns dann zur Porzellanmanufaktur Fürstenberg brachte. Nach einer Kaffeepause blieb noch Zeit das Museum der Manufaktur zu besichtigen. Hier befanden sich zahlreiche überaus kostbare Exponate aus mehreren Jahrhunderten Porzellangeschichte. Neben Porzellantellern und Figuren wurde auch die Geschichte von Kakao und Zucker berührt, da diese eng mit dem Porzellan verbunden ist. Auch verschiedene Stationen der Porzellanbearbeitung wurden hautnah gezeigt. Während eine Frau mit einer absolut ruhigen Hand Porzellan bemalte, wurde an anderer Stelle ein Rohling bearbeitet. Auf dem Gelände befand sich auch ein Fabrikwarenladen, der an diesem Tag durch uns guten Umsatz machte.

Auch das traditionelle Spargelessen fand wieder statt. Doch zuerst besuchten wir das Strohmuseum in Twistringen. In diesem Ort gab es früher eine sehr bedeutende Strohindustrie. In früheren Zeiten nutzte man Stroh als Trinkhalme oder als Kalotte ( Flaschenumverpackung ), sowie für Hüte. In diesem Museum gab es neben zahlreichen Strohverarbeitungsmaschinen auch den größten Strohhut der Welt zu besichtigen ( inklusive der Urkunde für den Eintrag in das Guinessbuch der Rekorde ). Als Höhepunkt zeigte uns die Seniorchefin einer Strohfabrik, wie früher ein Strohhut auf einer speziellen Nähmaschine genäht wurde. Diese bedeutende Industrie fand ab den sechziger Jahren ihren Niedergang, als Kunststoff immer mehr im Kommen war. Auch der zunehmende Einsatz von Mähdreschern in der Landwirtschaft brachte dieser Industrie das Aus.
Im Anschluß fuhren wir weiter nach Rahden - Tonnenheide zum Spargelhof Winkelmann. Dort genossen wir Spargel satt in rauhen Mengen.

Im August schließlich trafen wir uns zum Sommerfest. Leider spielte das unbeständige Wetter nicht mit, so daß wir in den Saal ausweichen mußten. Hier lauschten wir bei Kaffee und Kuchen Beiträgen aus unseren Reihen sowohl in Hoch-, als auch in Plattdeutsch.

Wernigerode und der Ostharz waren die Ziele bei unserer nächsten Tagesfahrt im September. In Wernigerode stieg ein Reiseleiter zu uns in den Bus und zeigte bei der folgenden Rundfahrt frohgemut seine Stadt. Unter anderem fuhren wir am Betriebswerk der Harzquerbahn, am Baumkuchenmuseum, sowie an der Hasseröder Brauerei vorbei. Im Anschluß führte uns der Reiseleiter zu Fuß durch Wernigerodes Altstadt und zeigte uns hier weitere Sehenswürdigkeiten. Nach dem Mittag marschierten wir zum Bus zurück, um dann eine Rundfahrt durch den Ostharz zu unternehmen. In Schierke ließen wir uns dann noch Kaffee und Kuchen schmecken, bevor wir unseren Reiseleiter absetzten und nach Hause fuhren.

Die letzte Fahrt im Jahre 2010 führte uns in das Schaumburger Land. Erste Station war Bad Nenndorf, wo unsere Reiseleiterin zustieg. Nun fuhren wir weiter zum Schloss Hammerstein in Apelern. Dort besichtigten wir den Schloßpark, dessen Gartenanlage 2005 neu gestaltet wurde. Höhepunkt ist die 150 Meter lange Lindenallee, die das passende Ambiente für Festlichkeiten bietet. Das Schloß selber wurde 1590 errichtet und steht seit 1673 im Eigentum der Familie Hammerstein. Während die Wirtschaftsgebäude zu zu einer Wohnanlage umgebaut wurden, wurde das Schloß 2001 umfassend renoviert.
Die zweite Tagesetappe war das Kloster Möllenbeck. Dieses Kloster gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern Südniedersachsens. Gegründet als Kanonissen Stift wurde es im Jahr 896 und gehört zu den ältesten Abteien im Wesertal. Durch die Klosterkirche wurden wir von Herrn Pastor Trompeter geführt. Die Errichtung dieser Kirche fand in der Zeit von 1478 - 1505 statt. Heute gehört das Kloster der evangelisch reformierten Kirche und wird von der Ortsgemeinde vielfältig genutzt. Unter anderem findet einmal im Jahr das "Irish Folk Festival im Kloster Möllenbeck statt.

Anfang November gab es dann einen Diavortrag von Herrn Hesse. Diesmal hieß sein Vortrag "Beiderseits der Weser von Hannoversch Münden bis Preußisch Minden - Wege in die Romanik Südniedersachsens. Anschaulich wurden wir mit diesem Vortrag an unsere Weserfahrt im Frühjahr erinnert.

Die letzte Veranstaltung für dieses Jahr war der Adventsnachmittag. Ein herzlicher Dank geht an unsere Dekorateure, die mit viel Liebe die Tische weihnachtlich gestalteten. Wir hörten wieder unseren Saitenmusikern zu, lauschten Beiträgen aus unseren Reihen und sangen Weihnachtslieder.

Im Anschluß folgen noch einzelne Bilder von unseren Tagesfahrten. Auch das Jahr 2011 wollen wir für interessante Veranstaltungen und Tagesfahrten nutzen. Wo es hingeht, wird in gesonderten Beiträgen geschrieben.
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