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Diskussion zur Stadtentwicklung im Bezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode

Eichenpfahl am Grüngürtel
 
Ende der Straße mit Wendeplatz
 
"Bockmerholz" Schneise am Rand des Waldes
Hannover: Wülferode | Die Sozialdemokraten im Stadtbezirksrat hatten eingeladen.
Im Rahmen der geplanten vier Veranstaltungen, war am 9.9.2010 Wülferode an der Reihe.
Als zweiter Austragungsort dieses "Diskussionsforums" konnten sich Bürger mit Politikern in der Gaststätte "von Horn - Inh. Beiker" um 19:00 Uhr treffen, um über erfolgte und geplante städtischen Maßnahmen, zu diskutieren. Weiterhin gab es Gelegenheit Verbesserungsvorschläge und Anregungen für den Ort und dessen Umgebung vorzubringen.

Nachdem sich ca. 10 Bürger eingefunden hatten, eröffnete Herr Konietzny (Pressebeauftragter Ortverein SPD), mit Herrn Knut Böhme (Fraktionsvorsitzender), das Gesprächsforum.

Im ersten Thema ging es um den bereits 1993 beschlossenen 10m breiten Grüngürtel , welcher das östlich gelegene Neubaugebiet, verlaufend von der Kirchbichlerstraße bis zur Niederfeldstraße, von den landwirtschaftlichen Flächen trennen soll. Hier wurden letztens 18 Eichenpfähle vom "Amt für Umwelt und Stadtgrün" eingebracht. Diese sollen als Markierung für den Verlauf, und gleichzeitig Begrenzung für die landwirtschaftlichen Flächen gedacht sein. Einige stehen etwas unglücklich, und behindern die Landwirtschaft. Mal sehen wie lange sie stehen. Eine Bepflanzung von ges. ca. 45 Sträuchern und Bäumen soll noch bis Jahresende folgen.Die Kosten werden durch eine sog. "Ersatzmaßnahme" (Umlegung von Geldern aus anderen Projekten, mit niedrigerer Priorität), abgedeckt, sodass keine neuen Gelder beantragt werden mußten. Für den weiterhin geplanten Wanderweg in diesem Grüngürtel, fehlt der Stadt derzeit das Geld. Eine Ersatzmaßnahme ist hier nicht möglich.
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Im östlichen Verlauf, am Ende der Niederfeldstraße, ist am Rand der Grenze zur Landschaftschutzlinie ein Wendeplatz enstanden. Dieser liegt hinter dem Verkehrsschild "Durchfahrt verboten, landwirtschaftl. Verkehr frei", und betrifft Wirtschaftswege und Grüngürtel.
Hier ist ein Teil des ehemals befestigten Wirtschaftsweges kaputt gefahren. Gegenüberliegend waren einmal grasbewachsene Flächen des Grüngürtels. Hier drehen u.A. mind. 3 mal in der Woche die schweren "aha"-Fahrzeuge. Im Laufe der Woche gesellen sich etliche Kleintransporter und diverse ortsunkundige PKW's dazu. Einige wollen hier zur Autobahn, verirren sich auf den Wegen, versacken im Feld, oder landen im Graben. Die Zerstörung der Flur hat in den letzten Jahren zugenommen.
Ein Verkehrsschild an der letzen Querstraße "Sackgasse, keine Wendemöglichkeit, Anlieger frei", o.Ä. ,könnte vielleicht den ein oder anderen Ortsunkundigen davon abhalten hier rein zu fahren. Für die AHA-Fahrzeuge gilt es dann rückwärts einzufahren, wie es auch teils auf abgehenden Straßen von der Kirchbichlerstraße praktiziert wird.
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Ein ernstes Thema ist das Nichtbeachten der "Tempo 30 km/h Zonen", innerhalb der bewohnten Flächen im Dorf. Ausgenommen hiervon ist lediglich die Durchgangsstraße. Aber auch dort gibt es eine Beschränkung auf 30 km/h im Bereich der Kapelle.
Insbesondere fällt auf, dass Fahrzeuge aus der Straße Hoflage kommend, ohne Rücksicht auf Rechts vor Links, die Kurve schneiden, und mit erhöhter Geschwindigkeit in die Niederfeldstraße Richtung Osten einbiegen. Hier wird nocheinmal richtig Gas gegeben, obwohl ca. 50m weiter eine unübersichtliche faßt 90° Rechtskurve folgt, in welcher die Geschwindigkeit weiter erhöht wird.
50 - 60 km/h im weiteren Verlauf sind dabei keine Seltenheit. Motorräder schaffen noch mehr.Sehr zu denken gibt die Tatsache, dass sich unter den PKW-Fahrern häufig Mütter mit Kindern an Bord befinden. Das hier noch nichts passiert ist, grenzt schon an ein Wunder.
Vorschläge zur Erinnerung, dass hier max. 30km/h erlaubt ist:
30-Markierung auf dem Asphalt erneuern, Geschwindigkeitsanzeigemonitor " Sie fahren.......".
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Ein weiteres Thema war der Radweg entlang der Wülferoder Straße. Im Bereich des Friedhofs, und weiterführend bis zur Kapelle, fehlt ein 50cm breiter Grünstreifen als Sicherheitszone zwischen Straße und Radweg. Es entsteht ein starkes Unsicherheitsgefühl. Autos fahren in 50cm Abstand an einem vorbei. Begegnen sich zwei Radfahrer, oder ein Fußgänger und Radfahrer, kann es gefährlich werden. Eine Ausweichmöglichkeit gibt es kaum. Da wo es möglich ist, sollte der Radweg verbreitert werden, und der Grünstreifen als Sicherheitszone ab Friedhofsmauer weiter gezogen werden. Bei dieser dringenden Maßnahme sollte auch die Fahrbahndecke in der Kurve am Friedhof ausgebessert werden.
Der Radweg endet an der Kapelle. Vom Kronsberg kommend muß man die Wülferoder Str. im Bereich der Kurve überqueren, um auf der Landesstraße dann weiter zu fahren. Ein Schild "Radfahrer kreuzen, queren", könnte die Autofahrer vielleicht zu höherer Aufmerksamkeit ermahnen.
Die ohnehin in diesem Kurvenbereich vorgeschriebenen 30km/h werden bekanntlich selten eingehalten. Insbesondere bei feuchter Fahrbahn ist hier ein Unfallschwerpunkt vorprogrammiert. Das könnte auch die Ursache für den hier kürzlich enstandenen Verkehrsunfall sein.
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An der Bockmerholzstraße liegt das Waldstück "Bockmerholz". Hier wurden in den letzten 6 Wochen umfangreiche Rodungsmaßnahmen durchgeführt. Im Verlauf der Straße bis zur Ampelanlage, und Weiterführung auf der B443 bis zum Parkplatz Bockmerholz wurden diverse Bäume Opfer dieser Maßnahme. Es ist eine Schneise im Abstand von ca. 20m zur Straße entstanden. In erster Reihe am Graben steht jedoch noch eine schmale Reihe Bäume.
Nun kam das Gerücht auf , hier entsteht ein Radweg. Wie Herr Konietzny in Erfahrung bringen konnte, soll diese Aktion eine Sicherheitsmaßnahme darstellen. Bei extremen witterungsbedingten Einflüssen wie: Sturm, Orkan , Tornados, könnten Bäume auf die Straße fallen, und somit eine Gefahr für den Verkehr bedeuten. Warum steht dann noch die erste Reihe Bäume ? Ein Erklärung könnte sein, dass in Fahrtrichtung B443, nicht der optische Eindruck entsteht, dass nun die Straße breiter geworden ist, man dadurch ev. schneller fährt, und sich und andere dabei gefährdet.
Ob das auch für die entgegengesetzte Fahrtrichtung in Frage kommt, weiß womöglich die verantwortliche Stelle.
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Inzwischen größere Wasserpfützen auf dem Spielplatz, im Bereich von Schaukel, Klettergerüsten,
und sonstigen Einrichtungen, war ein weiterer kurzer Gesprächspunkt.
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Die Debberoder Str. wird ausgiebig erneuert. Das Projekt soll demnächst starten, und beginnt ca. auf Höhe der Kurve (Hundeverein) in Richtung Wülferode. Die veranschlagten 500.000.-- EUR.
könnten zunächst für einen knappen km reichen. Das Kopfsteinpflaster ab Kurve Bockmerholz bleibt vorerst bestehen.
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Im Zuge des Bebauungsplan Nr. 1694 , Plangebiet Teil A und B, wird bei B auch der Name Wülferode erwähnt. Besorgte Bürger fragten, ob denn nun schon wieder ein Baugebiet in Wülferode entsteht. Darauf konnte Herr Konietzny antworten: "Es ist ihm kein Bebaungsplan für Wülferode bekannt. Der o. g. Bebauungsplan betrifft im Plan A das Neubaugebiet in Kirchrode an der Langen Feld Str.. Im Teil B ist eine Ausgleichsfläche "Grün" ausgewiesen, welche ca. südlich der Wülferoder Str., ziemlich auf dem Kamm beginnend bis an die Straße heranführt.Hier soll die Aufforstung vorangetrieben werden".

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Ein Bürger kritisierte die allg. Ampelschaltung im westl. gelegenen Bezirk. Der Verkehrsfluß wird durch unnötige Rotphasen behindert.
Hier könnte man Bedarfsschaltungen einrichten, damit nicht unnötige Wartezeiten vor einer roten Ampel entstehen, obwohl die Straßen frei sind. Ein anfahrendes Auto verursacht mehr Schadstoffausstoß, als ein fahrendes. Hier greift auch das Thema Umwelt ein, wo doch Hannover Vorbild sein will.
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Zum Schluß gab Herr Konietzny noch bekannt, dass am 29.10.2010 um ca.16:00 Uhr die offizielle Übergabe neuer Fahrzeuge für die Ortsfeuerwehren der Stadt Hannover, am Standort der "Freiwilligen Feuerwehr Wülferode" erfolgen soll.
In diesem Rahmen soll auch der langjährigen Chef der Feuerwehr Wülferode "Wilhelm Rusterberg"zu Ehren kommen.
Mit der Umbenennung des Platzes vor dem Feuerwehrhaus in "Wilhelm-Rusterberg-Platz" kann dem ehemaligen Stadtbrandmeister, und verdienten Ehrenbrandmeister der Stadt Hannover, nun in unmittelbarer Nähe zu seiner Wirkungsstätte eine Ehrung zuteil werden.
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Danke an die Initiatoren dieses Diskussionsforums.

Die Auswertung des Forum ist am 28.10.2010 im Ratssaal Bemerode zu hören.
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.09.2010 | 20:04  
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Hartmut Rensch aus Hannover-Bemerode-Kirchrode-Wülferode | 15.09.2010 | 16:04  
59.144
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.09.2010 | 19:47  
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