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Pays d’Oc IGP Collection 2017: 28 Botschafter-Weine sind ausgewählt

 
Domaine de la Jasse „Réserve d`Excellance“ von 2014: Karminrote Farbe, sehr charmant mit eleganten Tanninen, Noten von schwarzen Früchten, Leder, Lakritze und Karamell kräftigen den Wein im Mund.
 
Haut-Blanville Grande Réserve - Chardonnay Roussanne von 2015: Hellgelbes Kleid mit grünen Reflexen, eine feine Nase mit Aromen von weißen Blüten, Zitrusfrüchten und Tee. Langer und aromatischer Abgang.
Eine Bilderbuch-Kollektion zum 30-jährigen Bestehen des Labels

Die Collection 2017 steht fest. Für ein Jahr repräsentieren diese Weine nun das Premium-Segment der südfranzösischen Wein-Denomination Pays d’Oc IGP (Indication Géographique Protégée) im Languedoc-Roussillon. Doch dieses Jahr stehen die 28 Botschafter-Weine für viel mehr als Individualität und Leidenschaft. Dieses Jahr ist die Sammlung etwas ganz Besonderes, denn das Label Pays d’Oc IGP feiert sein 30-jähriges Jubiläum und ist erfolgreich wie nie zuvor.

Dieses Jahr war vieles anders bei der Auswahl der Pays d’Oc IGP Collection. Schon bei der Preselection fiel auf, dass es noch nie so eine hohe Teilnehmerzahl an Weingütern gab. 262 Weine wurden in der Preselection verkostet, 67 davon ausgewählt, um von einer internationalen Jury, bestehend aus 13 Weinexperten und Journalisten erneut verkostet zu werden.
Für die Pays d’Oc IGP Collection 2017 wurden 14 Weißweine, zwölf Rotweine und zwei Roséweine, darunter auch vier Bioweine, auserwählt. Ein Jahr lang präsentieren die ausgewählten Weine der Collection als Botschafter-Weine das Qualitätssiegel Pays d’Oc IGP in Frankreich und im Ausland. Sie demonstrieren erneut den qualitativen Aufstieg der Weine aus dem Pays d’Oc. Doch die diesjährige Collection lehnt sich vor allem an die Geschichte und Herkunft des Labels an.

„Seit der Gründung im Jahre 1987 hat sich unser Label 20 Jahre lang dem Wiederaufbau des Weinanbaugebiets gewidmet und einen neuen Rebsorten-Bestand aufgebaut, um Qualitätsweine mit einzigartiger Erkennbarkeit der Herkunft anbieten zu können, die eine Alternative zu den nicht als AOC anerkannten Flächen sein sollten", erinnert sich Florence Barthès, Generaldirektorin. Nachdem die Herausforderung einmal angenommen war, musste „dieses Riesenprojekt mit sechs Millionen Hektolitern in Segmente aufgeteilt und ein Ereignis ins Leben gerufen werden, mit dem sich diese ausgezeichneten Weine vermarkten lassen. In diesem Zusammenhang ist dann die Collection entstanden, um ausgewählte Weine und Vignerons Ambassadeurs, also Botschafter des Weinbaus des Pays d‘Oc, hervorzuheben. Sie dienen als Vorbilder für die ethischen Grundsätze und die Werte des Labels. Auf diese Weise verkörpert die Collection die Identität und die Herkunft der geschützten geografischen Bezeichnung Pays d'Oc IGP und ist der Beweis für unser Können und unsere Kreativität. In einem Wort: Die Freiheit, unsere Exzellenz zum Ausdruck zu bringen.“

Die überzeugende Kraft von 58 Rebsorten

Jurymitglied Sylvie Tonnaire, Chefredakteurin des Magazins „Terre de Vins“ und Juryvorsitzende der Preselection ist von der Collection überzeugt. Sie bemerkt, dass das Interesse der Weingüter steigt, an der Collection teilzunehmen. Die Teilnehmerzahl der Vorauswahl wird immer größer. 83 Weingüter haben dieses Jahr teilgenommen. Damit hat der „Cru“ 2017 tatsächlich einen Teilnehmerrekord gebrochen. Über das Spitzenniveau der Weine hinaus beweist dieser Jahrgang die erstaunliche Innovationsgabe im Pays d'Oc, beispielsweise durch die Teilnahme einer Cuvée, deren Grundlage die spanische Rebsorte Albarinho ist.

Auch Rosemary George MW, Journalistin und Autorin, ist von der diesjährigen Collection angetan: „Das Label hatte recht, sich für neue Rebsorten zu entscheiden, die hier zu aufregenden und unerwarteten Ergebnissen geführt haben. Ein Albarinho ist im Pays d‘Oc so delikat, ganz anders als die spanische Version. Ein Pinot Noir mit frischer Note im Mund, sehr elegant – Die Zukunft ist da!“

Dass das Label eine so große Geschmacksvielfalt bieten kann, liegt vor allem an den 1200 unabhängigen Weingütern und 175 Winzergenossenschaften, die mit Leidenschaft aus 58 Rebsorten individuelle und einzigartige Weinstile entwickeln. So entstehen internationale Klassiker wie der Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Syrah, aber auch neue, aufregende Cuvées mit einem Hauch des Südens wie Grenache und Carignan.

Samuel Masse, Präsident der Jury, ist mit dem Label aufgewachsen. Er gehört zu der neuen Generation der Winzer im Pays d’Oc. „Für mich ist Pays d’Oc IGP wie eine treibende Kraft, welche es uns ermöglicht, Weine made in France mit typisch mediterranen Qualitäten zu vermarkten. Sie sind geschmacklich wunderbar ausgeglichen, lassen sich hervorragend exportieren und überzeugen selbst im allergrößten Angebot noch durch ihre Individualität“, sagt Samuel. „Jedes Jahr steht die Collection für den jeweiligen Jahrgang und die geschmacklichen Trends. Die Tatsache, dass es sich um den 30. Geburtstag der Collection handelt, hat die Entscheidung nur noch schwieriger gemacht“, unterstreicht Samuel Masse. Im Grunde heißt das, dass die Vorauswahl schon `ganz große Klasse` war!
Auch Verena Herzog, Sommelière und Pays d’Oc IGP-Botschaftern war Teil der Jury. Die Collection ist auch für sie dieses Jahr etwas Besonderes, denn sie ist sehr abwechslungsreich und breit gefächert. Sie spiegelt die reichhaltige Bandbreite der Pays d’Oc IGP perfekt wieder:
„Die Collection 2017 überzeugt mit einer großen Vielfalt verschiedenster Weißweine aus ganz unterschiedlichen Rebsorten. Rebsorten-Typizität und animierende Frische zeichnen diese Weine vor allem aus. Daneben gibt es einige sehr gute Qualitäten aus dem Barrique. Gut aufgestellt ist die Collection auch mit zwei Roséweinen, die den deutlichen Trend zu dieser Weinfarbe erkennen lässt und zeigt, welches Potential in den letzten Jahren erreicht wurde. Die Rotweine punkten mit viel Frucht und Charakter, bei denen vor allem bekannte Rebsorten wie Syrah, Cabernet oder auch der elegante Pinot Noir im Vordergrund stehen“, erklärt Frau Herzog.

Eine neue Generation im Pays d'Oc

„Die geschützte geografische Bezeichnung Pays d'Oc IGP hat sich dank der Arbeit der Winzer und der leistungswilligen und kreativen Unternehmen als Qualitätsbezeichnung durchgesetzt, die dem Label inzwischen in 170 Ländern einen Adelsstand unter den Weinanbaugebieten beschert hat. Unsere ganze Branche kann stolz darauf sein, dass diese Region als erste den Status einer geschützten geografischen Bezeichnung in Europa erhalten hat“, freut sich Florence Barthès.

Mit einem Auge zurückblickend und mit dem anderen die Zukunft fest im Blick, hat Pays d'Oc das Problem, das im Zusammenhang mit der Niederlassung junger Winzer steht, angegangen. Den Empfängern regionaler Beihilfen wurde eine Unterstützung in Höhe von eintausend Euro pro Hektar zur Bepflanzung gewährt, wenn sie ihre Neubepflanzung zu einem Bestandteil der geschützten geografischen Bezeichnung Pays d'Oc IGP erklären. Für Florence Barthès ist dies „eine Möglichkeit, diejenigen zu begleiten, die den Pays d'Oc-Wein von morgen keltern werden“.

Über Pays d’Oc IGP

• 6,5 Millionen Hektoliter werden produziert (äquivalent zu 867 Millionen Flaschen). Das entspricht der Hälfte der Produktionsmenge im Languedoc-Roussillon, dem weltweit zweitgrößten Anbaugebiet.
• Auf 120.000 Hektar werden Pays d’Oc IGP Weine angebaut, der Hälfte der gesamten Rebfläche im Languedoc-Roussillon.
• Pays d’Oc IGP ist der führende Anbieter von französischen Rebsorten-Weinen und die Nr. 1 der französischen Weinexporteure.
• Eine gut strukturierte Branche: 1.200 unabhängige Erzeuger und 175 Genossenschaftskellereien, 316 Händler, 71 Makler.
• 5,5 Millionen Hektoliter wurden 2016 verkauft, davon 52 Prozent der Pays d’Oc IGP Weine in Frankreich selbst, 48 Prozent werden in 170 Länder exportiert.
• 24 Prozent der Pays d’Oc IGP-Exporte gehen nach Deutschland.
• Die seit 2009 verwendete Abkürzung IGP (Indication Géographique Protégée) ist eine geschützte Herkunftsangabe, die Qualität, Herkunft und Produktionsstandards garantiert.
• 100 Prozent der Weine werden kontrolliert und verkostet, um die Zertifizierung zu erhalten.
• Die Denomination Pays d’Oc IGP bietet ein breites Spektrum von Weiß-, Rosé- und Rotweinen als Rebsorten-Weine an. Die Vielfalt reicht von leichten bis hin zu komplexen Weinen, die zu einem ausgezeichneten Verhältnis von Preis, Genuss und Qualität angeboten werden. Seit 2011 stellt die Denomination auch Schaumweine her.
• Zugelassen sind 58 Rebsorten, davon 26 Weißwein-Sorten mit einem Anteil von 26 Prozent am Anbau, 16 Rotweinsorten mit einem Anteil von 52 Prozent am Anbau und 16 Rebsorten für Roséweine mit einem Anteil von 22 Prozent am Anbau.
• 94 Prozent aller IGP Rebsorten-Weine aus Frankreich sind Pays d’Oc IGP-Weine.
• 72 Prozent aller französischen IGP-Weine sind Pays d’Oc IGP-Weine.
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