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Der HVV, seine Schwarzfahrer, seine Preise und sein Angebot

Eingang zum Bahnhof Ohlstedt
 
Der Erixx (Symbolbild)
Hamburg: HVV | Seine Schwarzfahrer

Dieser Tage wurde im Hamburger Abendblatt wieder einmal über das Lieblingsthema des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) geschrieben. Nach Informationen der Zeitung stieg die Schwarzfahrerquote in 2018 auf 5%. Auch die CDU meinte nun, das wäre einfach zu hoch, es könnten nicht jedes Jahr mit Hilfe von SPD und Grünen die Fahrpreise erhöht werden und damit die brav zahlenden Fahrgäste immer mehr zur Kasse gebeten werden, während die Schwarzfahrer ungeschoren davon kommen. Und noch eine Erkenntnis brachten die zahlreichen Kontrollen. Die meisten Schwarzfahrer kamen aus Harburg, die wenigsten aus Blankenese.

Seine Preise und Tarifangebote

Niemand macht sich jedoch Gedanken über die Ursachen der Schwarzfahrerei. Zunächst einmal gehört der HVV seit Jahren zu den teuersten Verkehrsverbünden in ganz Deutschland. Preissenkungen für stark negativ betroffene Städte wie beispielsweise Winsen/Luhe oder Buchholz im Landkreis Harburg lehnt der HVV ab, gleich mit dem Hinweis, ein MEHR an Fahrgästen könnte man ohnehin nicht befördern. Bedarfsgerechte Preisangebote fehlen. Warum gibt es beispielsweise keine Landkreis-Monatskarten, mit denen man auf Pendlerstrecken nach Hamburg hineinfahren kann, konkret als Beispiel der Landkreis Harburg mit Harburg südlich der Elbe. Der Verfasser dieses Berichts löst unzählige Einzelkarten, weil das passende Angebot für eine Monatskarte fehlt und muss sich zudem übermäßig viele Kontrollen gefallen lassen und immer wieder den Lichtbildausweis vorzeigen, den man nicht so einfach zur Hand hat und was einfach lästig ist.

Zurück zu den Schwarzfahrern: Da sollte sich doch nimand wundern, dass man in Blankenese die wenigsten Schwarzfahrer hat. Dort benutzt man eben die große Limousine oder wenn man per ÖPNV unterwegs ist, dann hat man auch das nötige Kleingeld! Harburg ist zwar nicht Hamburgs ärmster Stadtteil, aber hier leben viele ärmere Mitbürger. Zu diesen zählen nicht nur Arbeitslose, Aufstocker oder Flüchtlinge sondern auch psychisch Kranke, die nicht in der Lage sind, sich eine Fahrkarte zu kaufen. Der HVV beschwert sich, dass er von den rund 6,5 Mio. Euro verhängten Bußgeldern gerade mal 3, 8 Mio. Euro eintreiben konnte. Ganz einfach, wo Armut herrscht, da kann man nichts mehr eintreiben, auch nicht mit Hilfe von Inkassobüros! Da wäre es doch viel besser, dem genannten Personenkreis gleich für 20 Euro im Monat eine Monatskarte zu geben und ihnen diesen Betrag vom Regelsatz abzuziehen.

Sein Angebot

Hamburg steht vor dem Verkehrskollaps! Unpünktliche und ausfallende S-Bahnen, verspätete Metronom- oder Regionalzüge sind ein Infrastrukturproblem bei der Deutschen Bahn und lange bekannt, Personalausfälle und als Folge Zugausfälle ein Ergebnis einer zu engen Personaldecke und zu schlechten Entlohnung! Und noch immer denkt man fast nur an die Autofahrer und baut nicht bereits gestern den ÖPNV massiv aus. Nie wird ein ÖPNV kostendeckend sein, doch wir brauchen ihn dringend! DIE LINKE. fordert seit Jahren vernünftige Preise und ein gutes Nahverkehsangebot. Seit kurzem springt auch die CDU auf diesen Zug auf und drängt beispielsweise auf die Durchbindung vom Erixx von Buchholz nach Harburg mit Halt in Jesteburgoder fordert zur Entlastung der Bahnstrecke nachLüneburg den S-Bahn-Bau von Hamburg-Bergedorf über Geesthacht nach Winsen/Luhe. Alles das hätte schon längst geschehen müssen. Da sind natürlich die Poltik, Bund, Länder und Landkreise gefordert, aber dort möchte man es mit der mächtigen Automobilindustrie nicht verderben. So steht der ÖPNV immer hinten an!


Ein kleiner Trost zum Schluss!

Lieber HVV, dir werden auch bei schlechtem Service nie alle Kunden ganz verloren gehen, denn es wird immer Menschen geben, die auf dich dringend angewiesen sind und die die Hoffnung haben, dass bei dir noch alles viele besser wird!
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