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Reise in das Elsass

St. Peter und Paul in Weißenburg
 
Es galt, Hindernisse auf dem Wanderweg zu überwinden.
Straßburg (Frankreich): Straßburger Münster | 2001 konnte ich aufgrund der Pension erstmals nach Jahrzehnten den Ferientermin frei wählen. Angela und ich planten eine Reise in das Elsass, diesmal mit dem Auto und zusammen mit Frederic. Wir starteten zu dritt am 30. Mai. Unsere Zwischenstationen waren Lauterbach, Ulrichstein im Mittelgebirge Vogelsberg, Bad Dürkheim an der Weinstraße. Am 1. Juni kamen wir über Bergzabern als erstes nach Weißenburg, wo der althochdeutsche Dichter Otfried von Weißenburg (790 - 870) gelebt hatte. Besonders schön ist die Partie an der Lauter und an der Kirche St. Peter und Paul, die ursprünglich zu einem Benediktinerkloster gehörte. Als erstes Ziel erreichten wir die Pension "Beau Regard" in  Le Hohwald. Uns empfing Herr Zugmeier, ein gesprächiger Gastwirt, der sich in der wechselvollen Geschichte des Elsass gut auskannte. Als erstes erkundeten wir auf einem waldreichen Höhenweg die nähere Umgebung in den Vogesen. Pfingstsonntag widmeten wir der Kultur, zunächst der gotischen Kirche in Andlau, dann der romanischen Margaretenkapelle in Epfig, die eine sehr sehenswerte romanische Vorhalle hat. Weiter ging es über das Fachwerk-städtchen Barr aufwärts zum Odilienberg, wo wir einen Pfingstgottesdienst in französischer Sprache erlebten. Dorthin führte uns der Weg auch zunächst am Pfingstmontag. Nach dem Gottesdienst wanderten wir an der prähistorischen "Heidenmauer" entlang bis zum auf Felsen errichteten "Hagelschloss", einer auf Felsen errichteten Raubritterburg. Pfingstdienstag starteten wir unsere Wanderung beim Champs du Feu. Vom dortigen Aussichtsturm genossen wir einen herrlichen Blick bis zum Donon. Über blaues Kreuz wanderten wir zum Col du Kreuzweg und weiter zum Col de Belle-rue, von wo wir Ausblick ins Breitenbachtal und ins Giesental hatten.

Den folgenden Tag widmeten wir zunächst der vom Deutschen Kaiser Wilhelm II. wieder aufgebauten Hochkönigsburg, die schon den Staufern und Kaiser Maximilian I. gehört hatte, und am Nachmittag der malerischen Stadt Colmar. Angela besuchte das sehenswerte Museum Unterlinden, das ich von früheren Reisen schon kannte. Ich besichtigte das Dominikanerkloster mit der Schongauer Madonna und die Kirche Sankt Martin. Gemeinsam erlebten wir das südländische Flair auf den Plätzen der Altstadt. Am Donnerstag, den 7. Juni unternahmen wir eine unvergessliche Wandertour von Rapportsweiler (Ribeauville) vorbei an den markanten Felsen Rocher des anneaux, Rocher des Reptiles, Rocher des Giants bis zum Rocher pointes (Spitzfelsen).

In der zweiten Woche lebten wir im Hotel Hohenstein in Niederhaslach, um von dort den nördlichen Teil des Elsass zu erkunden. Wir fuhren über Rosheim, wo wir die romanische Kirche St. Peter und Paul aus dem 12. Jahrhundert gründlich besichtigten. Sie beeindruckt durch ihre zahlreichen Figuren innen und außen. In Niederhaslach besuchten wir die große gotische Kirche St. Florentius, die in früheren Jahrzehnten zu einem Benediktinerkloster gehörte. In der Kirche fanden die Fenster der sieben Werke der Barmherzigkeit unsere besondere Aufmerksamkeit. In Molsheim besichtigten wir die ehemalige Jesuitenkirche und sahen die Metzig, ein architektonisch sehenswertes Gebäude der Metzger-innung. In Avolsheim lernten wir den Dompeter (10. Jh.) kennen und in Maursmünster die romanische Abteikirche mit dortigen archäologischen Ausgrabungen. Wir fanden auch noch Zeit, Zabern (Saverne) mit Schloss Rohan einen Besuch abzustatten. Am Sonntag den 10. Juni wanderten wir nach dem Besuch der heiligen Messe in St. Florentius durch die Nideckschlucht zum Wasserfall und weiter zur Burg Nideck, wo wir den oberen Turm bestiegen. Am 11. Juni besuchten wir Straßburg. Unser besonderes Interesse galt der gotischen Kathedrale mit ihrem reichen Figurenschmuck im Inneren und an den Portalen im Westwerk und den farbigen Glasfenstern, die eine starke religiöse Ausstrahlung vermitteln. Zudem wanderten wir an der Ill entlang ins alte Gerberviertel Petit France. Im typisch elsässischen Restaurant "Tonnilet" speisten wir.

Der folgende Tag galt wieder der Wanderung durch die eindrucksvolle Landschaft. Wir erlebten das „Naturwunder“ Teufelspforte (Porte des Pierrè). Von dort stiegen wir auf zum Rocher de Mutzig (1009 m), von dem wir einen phantastischen Ausblick bis in den Oberrheingraben hatten. Am folgenden Tag wanderten wir zum Purpurkopf (570 m), auf dem ein keltischer Ringwall zu finden ist. Am Nachmittag statteten wir noch dem schönen Fachwerkstädtchen Oberehnheim (Obernai) mit Rathaus, Kirche St. Peter und Paul und einem Renaissancebrunen einen Besuch ab. Am 14. Juni galt es aufzubrechen und das schöne Elsass zu verlassen.
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10 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 27.02.2021 | 15:00  
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Manfred Hermanns aus Hamburg | 27.02.2021 | 18:20  
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dieter gorzitze aus Bad Dürkheim | 27.02.2021 | 18:43  
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Lothar Wobst aus Wolfen | 01.03.2021 | 16:14  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 01.03.2021 | 18:59  
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Manfred Hermanns aus Hamburg | 16.04.2021 | 15:53  
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Heimatler Rainer Bernhard aus Seelze | 19.04.2021 | 21:29  
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