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DLRG und NIVEA ehren Lebensretter 2012

(Foto: DLRG.de)
Hamburg: Auditorium des Forschungszentrums der Beiersdorf AG | Pressemitteilung des DLRG-Bundesverbandes

Auszeichnung für Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement


Feiern statt forschen: Am Abend des 16. Oktober 2012 verwandelt sich das Auditorium des Forschungszentrums der Beiersdorf AG erneut in die feierliche Bühne für die Verleihung des „NIVEA-Preises für Lebensretter“. Mit dieser Auszeichnung würdigen die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die Beiersdorf AG Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement. Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum 24. Mal verliehen. Er ist bundesweit die einzige Auszeichnung, die speziell Lebensrettungen aus Wassergefahren sowie besonderes ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement im Wasserrettungsdienst honoriert.

„Den Lebensrettern, die mit dem Nivea-Preis ausgezeichnet werden, gratuliere ich von Herzen. Zugleich danke ich ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz: Ich wünsche mir, dass ihr Beispiel Schule macht, damit noch mehr Menschen in Not gerettet werden können. Die Botschaft des Nivea-Preises lautet: Helfen kann jeder von uns! Die Auszeichnung der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft und der Beiersdorf AG ist ein wichtiges Zeichen zur Stärkung des Zusammenhalts in unserem Land. Bürgerschaftliches Engagement ist für ein gutes Miteinander unverzichtbar!“, betont Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die seit zwei Jahren Schirmherrin des Preises ist und am 16. Oktober zusammen mit DLRG Präsident Dr. Klaus Wilkens und Uwe Finnern, General Manager Deutschland/ Schweiz bei der Beiersdorf AG die Auszeichnungen überreicht.

Als Lebensretter des Jahres 2012 werden Katja Amberger aus Waldheim Ziegra und Ludwig Schreml aus Pleystein ausgezeichnet. Katja Amberger hatte am 30. Mai Ingrid Domgall aus dem Kriebsteinsee gerettet. Die 69-Jährige war bei einer Wanderung mit ihrer Freundin auf einem Weg oberhalb des Stausees ausgerutscht, einen Abhang ca. acht Meter in die Tiefe gestürzt und dann in das kalte Wasser des Sees gefallen. Alleine konnte sie sich weder am steilen Abhang an Land ziehen, noch über den See zu einer flacheren Stelle schwimmen. Amberger, die von Domgalls Freundin zu Hilfe gerufen war, erkannte diese Situation sofort.

Die 22-jährige begab sich an einer flacheren Stelle ins Wasser, schwamm zu der Verunglückten und brachte sie über den See zu einem Bootssteg. Als der Älteren ungefähr nach der Hälfte der Strecke die Kräfte ausgehen, erinnert sich Amberger an ihre Rettungsschwimmausbildung, nimmt die Verunglückte in ihren vollgesogenen Kleidern in den Schleppgriff und zieht sie beherzt zum rettenden Steg.

Beherzt zugepackt hat auch Ludwig Schreml. Eigentlich wollte er nur einen Motorradausflug machen, doch als er am 1. Mai an der Alz in Garching eine Pause einlegt, hört er sofort verzweifelte Hilfeschreie vom Fluss, der an dieser Stelle über eine Staustufe stürzt. In der durch Hochwasser noch verstärkten Strömung am Wehr sind zwei Jugendliche, beim Versuch den Fluss zu überqueren, von den Beinen gerissen und über das Stauwehr in das Tosbecken am Fuße des Wehres gerissen worden. Der 48-jährige Unternehmer erkennt sofort, die Lebensgefahr, in der sich die beiden Jugendlichen befinden. Als Kajakfahrer und Hersteller von Zubehör für Wasserkraftwerke kennt er die Tücken der Wasserwalzen an Stauwehren. Vorsichtig geht er unterhalb der Walze in den Fluss und arbeitet sich zu der 13-jährigen Sonja vor, die immer wieder unter die Oberfläche gezogen wird. Ihr 16-jähriger Freund Alex kann sich glücklicherweise in der Zwischenzeit selbst retten. Als er das Mädchen erreicht, ist sie bereits bewusstlos, doch Schreml bekommt ihren Arm zu fassen und zieht sie aus der tosenden Wasserwalze heraus. Mit der Jugendlichen im Arm kämpft er sich – selbst bereits völlig erschöpft – bis zu einer flacheren Stelle vor. Dort wartet er mit Sonja, die wieder zu sich gekommen ist, bis die alarmierte Feuerwehr ein Seil über den Fluss gespannt hat, an dem beide sicher zum Ufer hangeln können.

Vorbildliches Handeln zeichnet auch die DLRG-Ortsgruppe Landau aus, die in diesem Jahr den Förderpreis in der Kategorie „Langfristiges Engagement“ erhalten hat. Die Jury überzeugte vor allem der überdurchschnittliche Einsatz, den die DLRG Landau in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung an den Tag legt. Rund 3600 Stunden im Jahr stehen DLRG-Schwimm- und Rettungsschwimmausbilder am Rande des Sport- und Lehrschwimmbeckens im Landauer Freizeitbad um 200 bis 250 neue Rettungsschwimmer erst auszubilden und dann durch die Prüfung zu bringen. Eine vorbildliche Zusammenarbeit mit der örtlichen Universität Koblenz • Landau und etlichen lokalen REHA-Instituten trägt ergänzend zu diesen Zahlen bei.

Die Grundlage auch der künftigen Mitglieder legt der Bereich Kleinkinderschwimmen mit jährlich mehr als 100 erfolgreichen Seepferdchen-Abzeichen auch in Zusammenarbeit mit einigen örtlichen Kindergärten. Und neben dem Wachdienst im örtlichen Umfeld reisen alljährlich auch Rettungsschwimmer aus Landau an die Nordseeküste, um dort für Sicherheit am Wasser zu sorgen.

Dieses besondere ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement, sei es in Form lebensrettender Soforthilfe oder als langfristiger kontinuierlicher Dienst an der Gemeinschaft würdigen über 200 Gäste aus Politik, Verbänden, Stiftungen, gesellschaftlichen Initiativen, Sport- und Kultureinrichtungen sowie der DLRG und der Beiersdorf AG, die der Einladung zur Feierstunde am 16. Oktober gefolgt sind.

Die Preisträger
NIVEA Preis für Lebensretter 2012 in der Kategorie „Soforthilfe“ für DLRG Mitglieder: Katja Amberger aus Waldheim Ziegra, 22 Jahre
NIVEA Preis für Lebensretter 2012 in der Kategorie „Soforthilfe“: Ludwig Schreml aus Pleystein, 48 Jahre
NIVEA Preis für Lebensretter 2012 in der Kategorie „Langfristiges Engagement“: DLRG Ortsgruppe Landau e.V.
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