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Seniorenwanderwege eingeweiht!

Piktogramm
  Drei Seniorenwanderwege weihte heute Uwe Stäglich, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt und Frau Ruhl-Hapertz, Fachbereichsleiterin Umwelt in der Dölauer Heide ein. Herr Staniek aus Trotha liebt die Heide und läuft gern hier, umrundet sie oft. Herr und Frau Holzhauer begrüßen die vielen Bänken unter dem schattigen Laubdach, „eine schöne Abwechslung vom Krankenhaus“ meint sie.
Hinweisschilder der drei Wanderwege zeigen eine wandernde Person mit Hut und Stock, ohne Gesangbuch. An den Strecken zwischen 1 km und 1,5 km sind neue Bänke aufgestellt und warten auf die müde Wandersfrau/-mann. Die Kosten entstanden nur für neue Bänke, der Hinweistafel, kleineren Piktogrammen und etwas zur Begradigung. Die Wege nutzen nicht nur Senioren, an Rekonvaleszenzen aus dem nahegelegenen Krankenhaus und Leute mit Kinderwagen wurde gedacht. Der Weg vom „Harzklubstieg“ wird ab 2019 barrierefrei sein.

Im

Galeriewald

stehen u.a. Ahorn, Hainbuche, Linden, Stieleichen, Hängebirken, Waldkiefern, Esskastanien, rotstämmige Kiefern, Lärchen, Eberesche, Waldrebe, Traubenkirche, Haselnuss, Holunder, Brom- und Himbeeren, Weißdorn, Waldmeister, Mahoni, auch Goldnessel, Wintergrün und Maiglöckchen u.v.a. breiten sich im Unterholz aus.
Im lichten Blätterdach summen Wild-Biene ihr Lied, ein Eichelhäher hüpft von Baum zu Baum und kleine Spatzen spektakeln herum. Im Waldgebiet sind Rehe, Wildschweine, Hasen, kleinere und größere Vögel zu Hause. Durch die Heide ziehen sich viele Wege, auch der überregionale Lutherwanderweg.

Nachdem Bummel oder Spaziergang im Wald haben Tanzliebhaber/-innen die Möglichkeit bei einem

Tanztee

das Bein zu schwingen. Getanzt wird im Waldkater jeden Donnerstag ab 14:00-18:00. Wer rastet, der rostet.

Die Dölauer Heide ist seit Jahrtausenden ein Siedlungsgebiet. Dort bauten die Menschen der Baalberger Kultur (4100-3600 v. Chr.) eine Befestigungsanlage, wie Ausgrabungen belegen, außerdem sind über 30 Steinkistengräber und Grabhügeln bekannt. Vier Kulturen hinterließen archäologische Spuren im Stadtwald. Die Kultur der Schnur-Keramiker (2800-2200 v. Chr.), Bernburger Kultur (3300-2800 v. Chr.) auch die Glockenbecherkultur (2500-2200 v. Chr.) hinterließ Krüge und andere Objekte. Auch Grundrisse von Langhäuser sind bekannt. Das Landesmuseum für Vorgeschichte, 2. Etage, sind diese Objekte präsentiert. Piktogramme für eine Smartphone App zeigen den genauen Standort der alten Gräber an, die auch durch Hinweisschilder gekennzeichnet sind. Im Dreißigjährigen Krieg errichteten die Schweden eine Schwanze, die noch sichtbar ist. Sie liegt in der Nähe vom Christian-Wilhelm-Weg und Schwedenweg Die Wolfsschlucht führt durch die Heide, Pfarrer nahmen diese Abkürzung um ihre Schäfchen in den verstreuten Dörfern zu besuchen, wer Glück hatte erhielt den bewaffneten Soldaten. Wolfsbrote waren eine Extra-Ration für den beschwerlichen und gefährlichen Weg. Am Rande der Heide liegt der Heidebahnhof, für Kaffee und Kuchen oder Eis...

Im Norden der Dölauer Heide, am Ende des Jungfrauenweges, erhebt sich ein Monolith, die

Steinerne Jungfrau

, wahrscheinlich in der Jungsteinzeit errichtet, an der Rückseite sind einige Runen eingekratzt. Um diesen Stein ranken sich viele Sagen. Ich nahm den Parkweg, entlang der Gartensparte "Eigene Scholle". Sie steht linker Hand, im Feld.

HAVAG Linie 4 und 5 vom Markt nach Kröllwitz, Ausstieg: Heide-Universitätskliniken, über die Gleise geht es rechter Hand zum Hubertusplatz. Der Weg führt entlang einer asphaltierten Straße, Richtung Waldkater. Entlang dieser Straße laufen viele schmale Wege in die Heide hinein.
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