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Bendl saniert Kanäle ohne Aufzugraben – Vorführung an der Berufsschule Lauingen

Die Firma Bendl demonstrierte an der Lauinger Berufsschule neueste Verfahren zur grabenlosen Kanalsanierung.
 
Anton Schäffler erklärt Landrat Leo Schrell und Schulleiter Werner Wittmann die eingesetzten Materialien zur Kanalsanierung.
Lauingen, 11.07.2013
Im Rahmen einer Unterrichtseinheit führte die Fa. Bendl aus Günzburg den Schülerinnen und Schülern der Berufsschule Lauingen, die zu Fachkräften für Abwassertechnik ausgebildet werden, die Sanierung einer Kanalleitung durch Inversion eines Schlauchliners vor. Mit diesem modernen Verfahren können defekte Abwasserleitungen ohne Aufzugraben repariert werden. Als regional und überregional tätiges Unternehmen ist die Fa. Bendl in allen Bereichen der Baubranche tätig und saniert bereits seit über zwanzig Jahren Kanäle im privaten, industriellen und kommunalen Bereich.

Neben Landrat Leo Schrell waren auch weitere Vertreter der Kommunen sowie der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen anwesend. Anton Schäffler, zuständiger Abteilungsleiter für die Kanalsanierung bei der Fa. Bendl, wertete die positive Resonanz der Veranstaltung als Interessensbekundung der Teilnehmer an dieser innovativen Technik. Landrat Leo Schrell würdigte die dargebotenen Informationen in zweifacher Hinsicht. Zum einen als Vertreter des Landkreises, der als Betreiber der Berufsschule für die Ausstattung und den Betrieb der Einrichtung verantwortlich zeichnet und somit die Integrierung modernster Betriebspraxis in die Berufsausbildung stets begrüßt. Zum anderen als Chef einer kommunalen Verwaltung, die selbst die Umsetzung der Vorgaben aus der Eigenkontrollverordnung beachten muss.

Durch ein undichtes Kanalsystem gelangt Abwasser in den Untergrund und verunreinigt dadurch nicht nur das Erdreich, sondern auch das Grundwasser. Doch viele wissen nicht, dass jeder Bürger für den ordnungsgemäßen Betrieb seiner Abwasseranlagen selbst verantwortlich ist, das bedeutet insbesondere auch für die Dichtheit der Leitungen. Regelmäßige Überprüfungen der Kanalanschlussleitungen sind deshalb zu empfehlen.

Bei der Vorführung wurde den Anwesenden anschaulich demonstriert, wie eine Kanalleitung mittels Schlauchliner saniert werden kann. Dabei wird ein mit epoxidharzgetränkter Nadelfilzschlauch in die vorbereitete Leitung inversiert. Die Fa. Bendl verwendet dafür Materialien von den Vereinigten Filzfabriken aus dem benachbarten Giengen, mit denen sie seit vielen Jahren gute Erfahrungen gemacht hat. Der in die „Röhre“ eingebrachte Schlauch wird dann mit Druckluft aufgestellt und an die alte Rohrwandung gepresst. Anschließend wird der Strang mittels Warmwasser ausgehärtet. Nach dem Abkühlen müssen die Seitenzuläufe mit einem Roboter aufgefräst und die Enden des Liners im Schacht eingebunden werden. Dadurch entsteht sozusagen ein neues „Rohr im Rohr“, das die Funktionsfähigkeit für Jahrzehnte garantiert. Sowohl Schulleiter Werner Wittmann als auch die Fachlehrer Herr Schwefel und Herr Lechner waren von der praxisnahen Demonstration begeistert.

Durch die Instandsetzung einer defekten Abwasserleitung kann jeder Betroffene einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zudem ist durch eine Sanierung der Werterhalt des Eigenheims beziehungsweise einer Immobilie sichergestellt, da austretendes Wasser oder Abwasser nicht nur eine Beeinträchtigung der Umwelt darstellt, sondern auch zu einer Durchfeuchtung der Wände bis hin zur Schimmelbildung führen kann.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Berufsschule Lauingen auch ein von der Fa. Maxx gespendetes Probeentnahmegerät für die Abwasserprobentnahme übergeben. Landrat Leo Schrell konnte eine ebenfalls gesponserte Hebeanlage der Fa. Spechtenhauser in Betrieb nehmen.
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