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VfL Handball: Damen 1 - Punkte in Gröbenzell vergessen !!

Harald Jekel konnte einem an diesem Abend leid tun: Wie er es auch versuchte, seine Spielerinnen konnten oder wollten seine Vorgaben einfach nicht umsetzen. Und so kassierten die Handballerinnen des VfL Günzburg in der Bayernliga die vierte Niederlage im sechsten Spiel und unterlagen beim HCD Gröbenzell mit 25:32.
Jekel polterte nach dem Spiel: „Da kämpft man viele Jahre, um in diese Liga zu kommen, und dann verliert man auf einen Schlag den Spaß am Handball.“ Den großen Unterschied zum Gegner machte nicht das Spielerische aus, sondern einzig und allein die Einstellung. Oder wie es Jekel formulierte: „Es hat nichts gepasst. Ich weiß nicht, was sie spielen wollten, so geht es in der Bayernliga jedenfalls nicht.“ Sprich: Kein System, keine Lust.
Nur in den ersten fünf Minuten des Spiels waren die beiden Mannschaften noch ebenbürtig, dann riss bei den Günzburgerinnen komplett der Faden. Hatte man anfangs mit etlichen Lattentreffern noch Pech, wurde das Spiel mit der Zeit immer unruhiger. Der VfL verlor leichtfertig den Ball und ließ einfache Gegentreffer zu. Die Folge: Schon zur Halbzeit war Gröbenzell auf 16:11 davon gezogen.
Im zweiten Abschnitt wurde es noch schlimmer. Insbesondere Sina Fischer, die Spielmacherin der Gastgeberinnen, bekamen die Weinroten überhaupt nicht in den Griff. Sie konnte schalten und walten, wie sie wollte. Bis zu zehn Tore betrug der Rückstand zwischenzeitlich. Und das brachte den Günzburgerinnen in der Schlussphase die Höchststrafe: Gröbenzell schonte seine routinierten Spielerinnen und setzte größtenteils auf den eigenen Nachwuchs, der ebenfalls in der Bayernliga spielt. Aber selbst gegen die gerade einmal 16- und 17-jährigen Mädchen sprang nichts Zählbares mehr heraus. Diese hatten aber sowieso keinerlei Respekt vor dem angeschlagenen Gegner. „Das war nur noch Ergebniskosmetik“, meinte Jekel. 25:32 stand es schließlich nach 60 Minuten.
Doch so schnell gibt Jekel nicht auf. Jammern, meint er, gelte ohnehin nicht. Er kündigte eine härtere Gangart in der kommenden Woche an. Vor allem gehe es ihm aber um eine existenzielle Frage: „Wollen wir so weitermachen oder nicht?“ Dabei komme es in erster Linie darauf an, das vorgegebene Spielsystem zu verinnerlichen.
VfL-Tore: Boesveld (6/4), Apel (5), Wieser, Aust, I. Deutschenbaur (je 3), Märkl, Schaaf (je 2), Jorga (1).
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