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VfL Handball: Vorschau Junioren Bundesliga

Ein JBLH-Spieler ist immer im Dienst: An Weihnachten und Ostern geht es zu großen Turnieren nach Menden und Biberach, danach folgt der Quali-Marathon. Geradezu selbstverständlich wird deswegen auch das Faschingswochenende zum Punktspielbetrieb genützt. So kommt am Samstag um 15.30 Uhr die SG Pforzheim/Eutingen, mittlerweile ein ganz heißer Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft und nach dem Sieg gegen die SG Kronau/Östringen auch Favorit Nummer 1 auf den Südtitel.



Das hatte sich der Kronauer Erstliganachwuchss am vergangenen Wochenende ganz anders vorgestellt als es zum Gipfeltreffen nach Pforzheim/Eutingen ging. Als erfolgshungrige Löwen waren sie angereist und als reichlich begossene Pudel mussten sie nach einer Pforzheimer 28:20-Handballgala die Rückreise antreten. Dabei waren die schier Unbesiegbaren schon mit 12 Toren hinten. Nun haben die Günzburger Faschingsgäste einen Minuspunkt weniger. Diese Meisterschaftschance werden sich die Talente von Alexander Lipps nicht mehr nehmen lassen.



Zwei Geheimnisse machen das Handballwunder in der Goldstadt möglich: Strukturell kann der Viertligist mit jedem Erstligainternat mithalten. Die zweite A-Jugend spielt in der höchsten Liga des Badischen Verbandes. Als Unterbau dienen ebenfallls zwei leistungsstarke B-Jugendteams, in den höchstmöglichen Ligen. Zwei aktuelle DHB-Spieler und 10 weitere, die schon auf DHB-Sichtung waren, treten im A-Jugendteam an. Zweites "Pfund" im Pforzheimer Erfolgsmodell ist neben aller individuellen Klasse eine hoch moderne Abwehr, mit ungeheurer Verdichtung und großer Gier auf Ballgewinn - allein der Vorgezogene ist für Handballexperten eine Augenweide, für Gegenspieler ein Alptraum. Diese intensive Sytem unterscheidet das Team deutlich von den Schränken aus Saarlouis oder den großen Löwen, die sich arg auf ihre körperliche Präsenz verlassen.



Auch der VfL konnte nach der 25:18-Auswärtsniederlage ein wenig" begeistert Lied" über die kreativste Abwehr der Liga singen.Dem Pforzheimer Angriff, der damals ohne Nationalspieler Pascal Kirchenbauer antrat, machten es die Günzburger auch nicht leicht. Die Defensive war aber ein schöner Schreck.



Lucas Barthel und Lars Braun leiden noch immer an Grippe, wollen aber das Abschlusstraining versuchen. Frisch erwischt hat es Max Schubert, der schon die ganze Runde Krankheits- und Verletzungspech hat. Doch auch das wird vergehen wie man an Patrick Rösch sieht. 6 Wochen waren die Krücken sein Wegbegleiter. Damit ist Schluss: Diese Woche begann der Torwart wieder mit wohl dosiertem Hallentraining. Ein Einsatz im Tor muss zwar erst noch über Wochen hart erarbeitet werden, mit dem Team Einlaufen geht aber schon.



Die A-Jugend freut sich auf die Übermacht.
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