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VfL Handball: Magische Momente

Das Gastspiel des Deutschen Meisters HSV in Günzburg begeistert 2000 Zuschauer, weil Drittligist Friedberg mutig mitspielt, erleben die Fans Unterhaltung auf höchstem Niveau

Von Jan Kubica (Texte) und Marcel Sahlmen (Fotos)

Gänsehaut-Atmosphäre in der Hitze der Rebayhalle Günzburg, annähernd 2000 Handball-Fans in Ekstase, Begeisterungsstürme und rhythmisches Händeklatschen einen ganzen magischen Abend lang: Das Gastspiel des Deutschen Meisters aus Hamburg schrieb am Donnerstag zweifellos die strahlendste Sternstunde des Jahres in den lokalen Sportkalender.

Großen Anteil an einem rundum gelungenen Sportfest hatten der als Testpartner auserkorene Drittligist TSV Friedberg sowie das komplette Organisationsteam des gastgebenden VfL Günzburg, das trotz phasenweise bedenkenswert erscheinender Szenen (vor allem bei der Autogrammstunde am Nachmittag) stets die Übersicht behielt und sich insgesamt Bestnoten verdiente.

Das Ergebnis des Freundschaftsspiels war natürlich Nebensache. Umso mehr freuten sich die Besucher, dass beide Teams mit offenem Visier spielten und bei aller Ernsthaftigkeit irgendwann sogar damit begannen, ein paar Trickspielzüge auszupacken. 41:27 (19:9) gewann der Meister – standesgemäß, aber nicht so überdeutlich, dass es dem Drittligisten aus Bayerisch-Schwaben ans Selbstvertrauen ging. Im Gegenteil: Wie alle TSV-Spieler hinterher mit großen Augen versicherten, war es für sie ein Riesenerlebnis, gegen die Startruppe aus Hamburg anzutreten.

Toll aus Sicht der Fans war vor allem, wie sich der HSV präsentierte. Kein bisschen nordisch unterkühlt, sondern freundlich und publikumsnah gaben sich die Superstars. Sie brachten ihren kompletten Kader aus dem laufenden Trainingslager mit nach Günzburg, stellten mit Johannes Bitter, Pascal Hens, Domagoj Duvnjak, Marcin Lijewski, Torsten Jansen, Hans Lindberg und Igor Vori gleich mal ihre Top-Sieben auf die Platte und schrieben auch 20 Minuten nach Spielende noch fleißig Autogramme. Klar, dass bei so viel geballter Weltklasse (im Kader des HSV stehen fünf deutsche und zwei französische Weltmeister) bei Kennern der großartigen Günzburger Handball-Historie auch ein bisschen Wehmut aufkam. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig etwa sagte: „Da werden Erinnerungen an die 80er-Jahre wach.“



Die Handball-Superstars und ihre Fans: Eine Bildergalerie zum Spiel in Günzburg finden Sie unter:http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/spor...
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