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VfL Handball: Damen 1 - Teilerfolg in Unterhaching

Kerstin Apel vor dem Torabschluß
Günzburg Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer? Haben die Handballerinnen des VfL Günzburg beim 17:17 in Unterhaching einen Punkt gewonnen oder einen verloren? Angesichts der erschwerten Bedingungen spricht Trainer Harald Jekel von einem Teilerfolg. „Ich bin mit dem Punkt zufrieden“, meint er. In der Landesliga sind die Günzburgerinnen nun seit vier Spielen ungeschlagen.
Die Voraussetzungen für die Partie in Unterhaching waren alles andere als optimal: Mit neun Feldspielerinnen fuhr der VfL nach Unterhaching. Davon war eine Melanie Märkl, die mit einer Schulterverletzung länger ausfällt, zudem saß Evelyn Jorga in der ersten Halbzeit nur auf der Bank. Sie war zuvor umgeknickt. Spielerisch war der VfL aber nach einer zerfahrenen Anfangsphase besser. Doch ein Manko zieht sich weiter durch die Saison, wie ein roter Faden: „Wir haben zu wenig geworfen und viel zu viele Chancen vergeben“, so Jekel. Zudem brachten sie Hachings Außenspielerin nicht unter Kontrolle. Sie erzielte allein zehn der 17 Treffer. Dennoch gab es kaum Kritik von Jekel. „Ich musste Spielerinnen auf Positionen einsetzen, auf denen sie sonst noch nie gespielt haben. In dieser Konstellation sind wir zum ersten Mal angetreten.“ Mildernde Umstände quasi. Und Tore waren Mangelware. Nach zehn Minuten stand es 4:4, bis zum Seitenwechsel hatte sich der VfL eine 9:7-Führung erspielt. Bis dato war auch Jekel noch einigermaßen zufrieden.
Im zweiten Abschnitt allerdings konnte seine Mannschaft nicht an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Plötzlich lag der VfL mit 12:15 hinten. Den Gastgeberinnen wurde es fortan zu einfach gemacht, sie wurden weder in der Defensive noch in der Offensive wirklich beschäftigt. Außerdem wurden die Günzburgerinnen immer wieder durch aus ihrer Sicht unglückliche Schiedsrichterentscheidungen verunsichert. Nichtsdestotrotz kämpften sich die Gäste wieder ran – und glichen aus. Knapp 20 Sekunden vor Schluss lagen sie gar mit 17:16 in Führung und hatten den Ball in den eigenen Reihen. Dann aber wurde auf der einen Seite ein Foul an Sandra Schaaf nicht geahndet, auf der anderen Seite zwei Sekunden vor Ende des Spiels eine ähnliche Situation abgepfiffen. Es gab Siebenmeter für Unterhaching, der wurde verwandelt und die Punkte schließlich geteilt. Aus dieser Sicht also ist das Glas eigentlich halbleer.

Und so spielte der VfL: Beck (Tor); Boesveld (8/6), Wieser (4), Aust (3), Zach, J. Deutschenbaur (je 1), Märkl, Apel, Jorga, Schaaf.
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