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VfL Handball: Damen 1 - Start in Landesliga perfekt gelungen

Es muss nicht nur ein Stein gewesen sein, der Trainer Harald Jekel da vom Herzen gefallen ist. Es war wahrscheinlich ein riesiger Felsbrocken. Die Günzburger Handballerinnen haben zum Auftakt der Landesliga-Saison ihre Negativserie beendet. Nach fast einjähriger Durststrecke haben sie bei der DJK-SV Taufkirchen mit 28:19 gewonnen. Es war der erste Sieg seit dem 3. Oktober 2009.

Spieler, Trainer, Betreuer und die zahlreich mitgereisten Fans, alle sind sie sich nach dem Schlusspfiff erleichtert in den Armen gelegen. Dabei sah die Gefühlswelt 60 Minuten zuvor noch ein wenig anders aus. Keiner wusste so recht, wo der VfL leistungsmäßig steht und auch Trainer Harald Jekel meinte: „Ich bin mit gemischten Gefühlen in die Partie. Aber ich hatte immer vollstes Vertrauen in die Mannschaft. Auch in der vergangenen Saison.“ Und dieses Vertrauen zahlte sich nun aus.

Mit reichlich Respekt und ein wenig zu nervös startete der VfL. Weil in der Offensive die eigenen Chancen nicht verwertet wurden, es der Gegner aber wesentlich besser machte, lagen die Günzburgerinnen schnell mit 1:4 zurück. Es dauerte eine Zeit lang, bis die Weinroten ihren Rhythmus gefunden hatten. Erst nach knapp 20 Minuten gelang der Ausgleichstreffer zum 8:8. Und dann spielte der Bayernliga-Absteiger seine ganze Erfahrung aus. „Wir haben das Spiel von diesem Zeitpunkt an in die Hand genommen und es nicht mehr hergegeben“, sagt Jekel. Sprich: Günzburg ging mit einer 12:10-Führung in die Halbzeit und legte nach Wiederanpfiff noch eine Schippe drauf. Die Absprachen stimmten, die Abwehr stand und die Gastgeberinnen waren konditionell längst nicht auf der Höhe. So konterte der VfL munter drauf los, baute stetig seine Führung aus – und überraschte selbst den eigenen Trainer. „Ich habe immer auf den fast schon obligatorischen Einbruch gewartet. Aber er kam nicht. Wir haben konstant unser Spiel durchgezogen“, so Jekel. Am Ende setzten sich die Günzburgerinnen klar mit 28:19 durch und untermauerten ihre Favoritenrolle.

Wenngleich Jekel das ganz anders sieht. Er bleibt auch nach dem Kantersieg bescheiden. „Mein Ziel ist es, die Klasse zu halten“, sagt er. Die Zeit des Experimentierens sei aber vorbei. Jekel: „Wir werden heuer wesentlich mehr ergebnisorientiert spielen.“ (ssch)

VfL-Tore: Jorga (8), Boesveld (8/6), Aust (5), Märkl (3), Epp, Wieser, Schaaf, J. Deutschenbaur (je 1).
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