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VfL Handball: Damen 1 – Punkte bleiben im Allgäu

Bayernliga Günzburger Handballerinnen verlieren 24:26 in Waltenhofen

Waltenhofen/Günzburg (ssch). Wenn die Günzburger Handballerinnen schon mit leeren Händen aus dem Allgäu heimkehrten, hatte Trainer Harald Jekel wenigstens diese eine positive Erkenntnis im Gepäck: Seine Mannschaft hat zweifelsohne das Potenzial für die Bayernliga – wenn alle Rädchen ineinander greifen. Beim 24:26 gegen die SG Waltenhofen/Kottern war dies zumindest in der zweiten Hälfte der Fall. Denn eigentlich war die Partie schon nach 15 Minuten gelaufen.
Gegen die massive Deckung der Gastgeberinnen hatte der VfL in der Anfangsphase keine Chance. Die Räume vor dem gegnerischen Tor waren eng, dazu kamen drei Lattenkracher und unnötige Ballverluste. Die Folge: Der erlösende erste Treffer für die Günzburgerinnen fiel erst nach einer Viertelstunde. Es war der Anschlusstreffer zum 1:7. „Wir haben danach zwar nicht schlecht gespielt, es aber nicht geschafft, unsere Möglichkeiten zu nutzen“, bemängelte Jekel. Vielleicht auch eine Folge der Umstellung im Rückraum: Neben Heike Frank musste in Waltenhofen auch Silvia Kuffner-Mayr passen, Jekel musste also auf beiden Halbpositionen experimentieren und rotieren. Zur Halbzeit lag der VfL mit 8:15 zurück. Und es sollte noch schlimmer kommen: Zwischenzeitlich war der Aufsteiger mit zehn Toren im Hintertreffen (10:20) – bis der Knoten endlich platzte.
Ab diesem Zeitpunkt lief es fast wie am Schnürchen. „Die Mädels haben einen abartigen Kampfgeist gezeigt“, so Jekel. In der Defensive wurde hart gearbeitet, doch das Schiedsrichtergespann ließ den Gastgeberinnen in dieser Phase viel zu viel Zeit, ihre Angriffe zu Ende zu spielen. „Bis sie endlich die Lücke gefunden hatten. Das ist einfach deprimierend“, erklärte der VfL-Coach. Während es die Allgäuerinnen – vor allem über Susanne Böhm - immer wieder schafften, auf diese Weise zum Erfolg zu kommen, taten sich die Günzburgerinnen schwer. Einzig Kerstin Apel am Kreis war nicht zu halten. Sie wurde perfekt frei gespielt und erzielte zehn der 24 Treffer ihres Teams. Dank der furiosen Aufholjagd hatte der VfL letztlich sogar die Chance, einen Punkt zu holen. Doch der Ausgleich wurde vergeben. Jekel: „Wir sind in solchen Situationen noch nicht abgebrüht genug.“ Zudem schwächte sich seine Mannschaft durch unnötige Zeitstrafen am Ende selbst. Der Trainer war dennoch zufrieden: „In der zweiten Hälfte lief das Spiel so, wie ich mir das vorstelle.“ Allerdings warnte er vor den kommenden Wochen und den schweren Aufgaben: „Wir haben Punkte verloren, die wir eigentlich mitnehmen hätten müssen. In den nächsten Spielen sind unsere Chancen wieder deutlich geringer“, so Jekel weiter.
VfL-Tore: Apel (10), Boesveld (5/4), Jorga (4), Märkl, I. Deutschenbauer (je 2), Aust, J. Deutschenbauer (je 1).
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