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VfL Handball: Damen 1 – Nach Niederlage wird das Eis dünn

Bayernliga Günzburger Handballerinnen verlieren 22:26 gegen Waltenhofen/Kottern

Günzburg Sie hätten um alles in der Welt gewinnen müssen. Letztlich zogen die Handballerinnen des VfL Günzburg aber auch gegen die SG Waltenhofen/Kottern mit 22:26 den Kürzeren und verspielten damit quasi alle Chancen auf den Klassenerhalt in der Bayernliga. Dementsprechend groß war die Enttäuschung nach der Partie. „Jetzt hilft uns keine Rechnung mehr, kein Schönreden. Der Klassenerhalt ist unrealistisch“, meinte VfL-Trainer Harald Jekel.

Dabei konnte er seiner Mannschaft eigentlich nichts vorwerfen. Klar, eine gewisse Nervosität war vor allem in der Anfangsphase zu erkennen. Schließlich war jeder Spielerin bewusst, dass in der Begegnung des Vorletzten gegen das Schlusslicht aus dem Allgäu nur ein Sieg weiterhilft. „Alle haben sich bis zum Schluss voll ins Zug gelegt. Die Einstellung hat auf jeden Fall gepasst“, so Jekel. Spielerisch allerdings waren zunächst die Gäste besser. Sie gingen mit 3:0 in Führung und hielten den Vorsprung dank ihres guten Tempospiels und einer sicheren Abwehr bis zum 13:9 nach 20 Minuten. Dann kam der VfL langsam besser ins Spiel. Die Gastgeberinnen nutzten leichtsinnige Ballverluste der SG und glichen bis zum Seitenwechsel zum 15:15 aus. Zu diesem Zeitpunkt waren Hoffnung und Euphorie noch groß.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts wurden vor allem die Zuschauer auf eine harte Probe gestellt: Das Niveau der Partie litt an der mangelnden Chancenverwertung auf beiden Seiten. Erst nach gut zehn Minuten gelang den Günzburgerinnen der erste Treffer der Halbzeit. Sie gingen dadurch erstmals in Führung und verwalteten diese bis zum Stand von 19:19. Dann kam der Knackpunkt. Waltenhofen riss das Spiel wieder an sich und baute seinerseits den Vorsprung mit drei Toren in Serie auf 23:20 aus. „Das hat uns den Rest gegeben“, erklärte Jekel. Sprich: Seine Mannschaft kam nicht mehr zurück und beschäftigte sich in den letzten fünf Minuten des Spiels in den Köpfen schon mit dem drohenden Abstieg. Am Ende stand es 22:26, der erste Auswärtssieg der SG Waltenhofen/Kottern in der Bayernliga.
Als die erste große Enttäuschung einige Stunden nach dem Spiel verflogen war, hob Trainer Harald Jekel aber schon wieder die lobenswerten Dinge heraus. Sein Team habe stets versucht, sich Chancen zu erarbeiten und dies stellenweise richtig gut gemacht. „Wir sind nicht den schweren Weg über den Mittelblock gegangen, sondern haben ständig Druck gemacht und geduldig die Lücken gesucht“, sagte er. Allerdings bemängelte Jekel dabei auch die Trefferquote seiner Truppe. Und genau die hat dem VfL letztlich den Sieg gegen Waltenhofen und wohl auch den Klassenerhalt gekostet.
VfL-Tore: Boesveld (12/4), Märkl (4), Apel, Jorga, Schaaf (je 2).
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