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VfL Handball: Damen 1 - Jetzt rollen die Punkte

Nach dem Spiel wussten sie zunächst nicht genau, ob sie sich freuen oder die Köpfe hängen lassen sollen. Beim 26:26 gegen den HC Sulzbach holten die Handballerinnen des VfL Günzburg zwar den vierten Punkt der Saison, doch eigentlich wäre gegen die Oberpfälzerinnen noch viel mehr möglich gewesen. Ihren Trainer hatten die Günzburgerinnen trotzdem zufrieden gestellt. „Wenn man die gesamte Saison über erst drei Punkte gesammelt hat, ist das definitiv ein gewonnener Punkt und kein verlorener“, meinte Harald Jekel.



Recht hatte er. Vor allem in der ersten Halbzeit machten die Gastgeberinnen ein richtig gutes Spiel. Ohne Angst, ohne Respekt vor dem besser platzierten Gegner. In der Abwehr hatte der VfL die Gäste fast immer gut im Griff, stand kompakt und spielte auch nach vorne engagiert. Am gegnerischen Kreis agierten die Weinroten geduldig und spielten sich gut frei. „Meine Mannschaft hat zu diesem Zeitpunkt alles das umgesetzt, was ich gefordert habe“, lobte der Coach. Knapp lag die Mannschaft zum Seitenwechsel noch hinten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts lief es dann zunächst genauso gut weiter. Zwischenzeitlich führten die Gastgeberinnen mit 17:13. Doch anstatt auf diesen fast schon komfortablen Vorsprung aufzubauen, bekam die Partie wieder einmal einen kleinen Knick. 20:18 stand es aus Sicht der Günzburgerinnen nach 48 Minuten trotzdem noch immer. Dann drehte Sulzbach die Begegnung aber binnen weniger Minuten und ging selbst in Führung. Hätte der VfL wohl in den vergangenen Wochen in einer solchen Situation noch gehadert und den Faden verloren, kämpfte die Truppe dieses Mal wacker weiter, bissig wie lange nicht mehr. Die Partie blieb bis zum Ende offen. Jekel war dabei zwar angetan von der Kampfbereitschaft seiner Spielerinnen, nicht aber von der spielerischen Leistung. „In den letzten zehn Minuten waren wir viel zu nervös“, erklärte er. Insbesondere die nachlässige Arbeit in der Defensive prangerte er an. Sein Team habe es dem Gegner viel zu einfach gemacht. „Wir haben diesen einen Punkt definitiv in der Abwehr verspielt“, so der Trainer weiter. Die letzten Minuten waren schließlich nichts für schwache Nerven. Günzburg dezimierte sich knapp eineinhalb Minuten vor Ende durch ein überflüssiges Foul selbst und musste das Unentschieden in Unterzahl über die Zeit retten. Viel mehr noch: Mit einer Spielerin weniger auf dem Feld hatte der VfL sogar noch die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch letztlich fehlte das gewisse Quäntchen Kaltschnäuzigkeit. Jekel: „Es gibt Situationen, da sind wir noch nicht clever genug.“ Alles in allem war das Unentschieden für die Günzburgerinnen aber ein kleiner Schritt nach oben – auch in der Tabelle. Aufgrund der besseren Tordifferenz hat die Jekel-Truppe die rote Laterne an die SG Waltenhofen/Kottern abgetreten.
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